Kleiner BĂ€r mit großem Problem

  • baerchen

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an unsere TierĂ€rzte Dr. Schramm und Frau Till, an die Firma Heel und die Uni Gießen fĂŒr die nette und unkomplizierte UnterstĂŒtzung und das offene Ohr am Telefon. Es ist unfassbar toll, gerade in so einem Fall, der weder alltĂ€glich noch gewöhnlich ist, kompetente Fachleute an der Seite zu haben.
Ebenfalls ein ganz großes Dankeschön an alle Spender und UnterstĂŒtzer, allen voran Sandra von Sandras Tieroase, die mit einem Spendenaufruf eine Welle, nein, eine ganze Lawine an GeldeingĂ€ngen losgetreten hat und natĂŒrlich an Isabelle, die das alles erst in Gang gesetzt hat, an die Leute von der Facebook-Gruppe „Gedenken an Pebbles", die ebenfalls fĂŒr die OP-Kosten sammeln, an alle, die fĂŒr uns hĂ€keln, stricken, nĂ€hen, basteln, Pappe verarbeiten, usw.
Aber das allergrĂ¶ĂŸte Dankeschön geht an die vielen, vielen Spender, die mit kleinen und großen BetrĂ€gen dafĂŒr gesorgt haben, dass wir BĂ€rchens OP bezahlen können. Vielen Dank an euch alle da draußen, ihr seid KLASSE!

 

15.07.2016:

Letztendlich hat BĂ€rchen, der jetzt TJ heißt, knapp an die 4.000 Euro gekostet, wenn man die noch ausstehende Kontrolluntersuchung im Oktober mit einbezieht. Aber wer kann darĂŒber urteilen, was ein Leben "wert" ist?

TJ und Gustl sind nun vollkommen daheim bei Gernot angekommen und haben allerlei Blödsinn im Kopf. Wer das Treiben der beiden weiter verfolgen will, kann das auf Facebook tun, da haben die beiden eine eigene Seite.

Opa Noris hat leider diese Welt vor Kurzem fĂŒr immer verlassen.

16.04.2016:

Heute sind die beiden BlaumĂ€nner in ihr neues Zuhause nach Holzkirchen gezogen. Außer dem neuen Sklaven, Ă€h... Herrchen Gernot wohnt da noch Kater Noris.

07.03.2016:

BĂ€rchen ist jetzt zu haben >Vermittlung<

25.02.2016:

Gestern war ja große Kontrolluntersuchung in der Uni Gießen mit Bauchraumschall (alles i.O.), Herzultraschall (alles i.O.), großem Blutbild einschl. Ammoniak- und GallensĂ€uremessung (alles i.O.), der speziellen Leberuntersuchung namens "Splenoportografie" in Narkose (alles i.O.), sowie die Katztration des jungen Mannes. Prof. Dr. Schneider, der auch den Lebershunt operiert hat, hat ihn selber genauestens untersucht und BĂ€rchen als "geheilt" entlassen *freufreufreu*.

  • quietsch-24.02.16

Unser Quietsch war gestern abend völlig erschöpft und ziemlich angefressen als er seine Kronjuwelen putzen wollte und die einfach weg waren... Aber dafĂŒr wurde es echt Zeit, manchmal roch er doch schon sehr streng. Zum GlĂŒck fand sich nur Tage vor der Kastration auch der 2. Hoden dort ein, wo er hingehört und so kam der GlĂŒckspilz um einen Bauchschnitt mit evtl. lĂ€ngerer Suche herum.

 

Heute ist er schon wieder ganz der Alte:

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06.02.2016:

Kleines Video vöm BĂ€rchen im Garten bei YouTube. Da sieht man mal, was das fĂŒr ein toller Kerl geworden ist.

03.01.2016:

Der erste Schnee! BĂ€rchen ist sich nicht sicher, was er davon halten soll...

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23.12.2015:

Ein Geschenk! Von seiner Patin Meike kam fĂŒr BĂ€rchen und Co. (stand so auf dem Paketaufkleber) ein Karton voller Weihnachtsgeschenke an. Mit seinen LieblingsbĂ€llchen und Leckerlis und einer Baldrianrolle und etwas HĂŒftgold fĂŒr mich und einem Funny Butterfly. JayJay und Gustl waren sofort mit Begeisterung dabei, der vorlaute Quietsch hat sich erst einmal hinter der Yucca in Sicherheit gebracht und abgewartet, ob das nicht doch vielleicht irgendwie gefĂ€hrlich ist. Letztendlich kam er aber wieder raus und hat dann auch fleißig gespielt.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Freunde und Bekannte, Helfer und UnterstĂŒtzer, Spender und Paten, die es möglich gemacht haben, dass BĂ€rchen eine Chance auf ein gutes und normales Leben bekommt. Ohne euch hĂ€tten wir es nicht geschafft!

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14.12.2015:

  • baerchen14.12.15

Erster Kontrolltermin nach der OP bei unserem Dr. Schramm: Die Leber arbeitet gut, ist schön durchblutet und der Verschluss ist dicht! Keinerlei AuffĂ€lligkeiten, alles prima! FĂŒr seinen "grippalen Infekt" bekommt der Bub nun Augensalbe und Nasentropfen *brrr*. Das gefĂ€llt ihm so gar nicht, aber was sein muss...

 

 

 

06.12.2015:

Ein Nikolaus-Paket - welche Überraschung! Vielen Dank, liebe Brigitte!

Der Quietsch ist im Moment ein bissl krĂ€nklich (ErkĂ€ltung) und schaut dementsprechend langsam. Aber gefreut hat er sich trotzdem, nachdem der Gustl die Vorarbeit in Form von "ich mach das mal auf" geleistet hat. JayJay und Brösel sind natĂŒrlich auch (wie immer) mit vorne dabei.

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04.12.2015:

Statt einem großen Update (immer noch alles prima) gibt's heute nur ein paar Bilder vom BĂ€rchen und seinem Kumpel Gustl:

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21.11.2015:

Große Neuigkeiten gibt es heute wieder nicht - der Quietsche-BĂ€r ist fit und munter, langsam wĂ€chst auch das Fell wieder nach. Nach Absprache mit der Uni Gießen konnten wir inzwischen die Laktulose-Dosis nochmals verringern.

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12.11.2015:

Ich bekam jetzt schon von mehreren Seiten zu hören, dass ein BĂ€rchen-Update mehr als ĂŒberfĂ€llig wĂ€re... Ja, hmm, ich weiß aber gar nicht, was ich schreiben soll. Dem Quietsch geht's sehr gut, er ist immer noch voll fit, schlĂ€ft immer noch im Bett unter der Decke, spielt und tobt mit dem Gustl, geht in seinen Garten raus, schreit nach Futter. Okay, Futter, das ist so ein Thema inzwischen. Das LeberdiĂ€t-TroFu, das er mal so lecker fand, ist jetzt bĂ€h und Hipp-GlĂ€schen erst recht. LeberdiĂ€t aus der Dose fand er schon immer grĂ€sslich. Er verweigert den ZiegenfrischkĂ€se, sowie alle anderen Milchprodukte. Er möchte "gescheites Futter", bittschön, echtes Futter fĂŒr richtige Kater.

  • roe-kl

Eigentlich soll er ja ĂŒber 2 Wochen nach OP 50% LeberdiĂ€t und 50% "normal" fressen. Ich glaube nicht, dass wir 50% LeberdiĂ€t schaffen, eher hungert er nĂ€mlich. Nachdem es ihm aber nach wie vor so gut geht und er auch nicht sabbert, steigern wir langsam auf 100% normales Futter.

Links seht ihr ein Röntgenbild von BÀrchen, bzw. von seinem Shunt-Verschluss, den beiden Coils (das helle "Gewurschtel" an der Leber).

05.11.2015:

BĂ€rchen ist wieder daheim *freu*. Er ist fit wie ein Turnschuh, munter und vergnĂŒgt. Er hat sich total gefreut, seinen Kumpel Gustl wieder zu sehen (und der Gustl erst!), hat schon ein paar Bröckchen gefressen und pennt jetzt auf "seinem" Bett.

Die 1. Nachkontrolle erfolgt in 6 Wochen hier in Erlangen und dann nach ungefĂ€hr 3 Monaten in Gießen.

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 04.11.2015:

Ich kann ihn morgen holen, ich kann ihn morgen hooooooooooleeeeeen *yesyesyes*
BĂ€rchen quietschfidel, keine FlĂŒssigkeit mehr im Bauchraum, alles paletti. Ach, ich freu mich so :-))))

Und noch einmal ein riesengroßes DANKESCHÖN an die Uni Gießen, speziell an die Docs Arne GĂŒssow und Anna Kaiser, fĂŒr die außergewöhnlich tolle Betreuung, sowohl fachlich als auch menschlich!

03.11.2015:

Recht viel Neues gibt's heute nicht aus Gießen. BĂ€rchen ist weiterhin stabil, er ist zufrieden und vergnĂŒgt, die Docs sind sehr zufrieden mit ihm, die FlĂŒssigkeitsansammlung im Bauch ist weiter zurĂŒck gegangen, aber noch nicht ganz weg. Die Uni will deshalb auf Nr. sicher gehen und ihn erst am Donnerstag rausgeben...
Der Quietsch wird noch einige Zeit Medikamente nehmen mĂŒssen (AB, Laktulose, Omeprazol, Gerinnungshemmer), aber er darf ganz "normal amLeben teilnehmen", mit Kumpel Gustl spielen, in seinen geliebten Garten gehen, Unfug treiben, etc.

02.11.2015:

BĂ€rchen ist nach wie vor stabil, keine Anzeichen fĂŒr eine EntzĂŒndung, die Leber arbeitet recht gut, Harnstoff ist gut, der ganze Kerl ist gut gelaunt, die FlĂŒssigkeit im Bauchraum weiter zurĂŒck gegangen. Sie haben ihm oral Ammoniak zugefĂŒhrt, um zu sehen, wie die Leber das verarbeitet und auch das funktioniert zufrieden stellend. Der einzige Knackpunkt ist halt diese blöde FlĂŒssigkeit, aber wir planen die Abholung fĂŒr Mittwoch. Ach, ich freu mich, wenn der Scheißer  wieder da ist :-)

01.11.2015:

  • baerchen-uni

Tag 5 nach OP: eMail vom behandelnden Doc aus dem Nachtdienst:

Hallo Frau BĂŒttner, eine kurze Info zu BĂ€rchen: Er ist weiterhin gut von allen Vitalparametern und glĂŒcklich in seiner grĂ¶ĂŸeren Box. Im Vergleich zu gestern ist die freie FlĂŒssigkeit nicht mehr geworden, so dass keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden mussten. Einen schönen Sonntag Ihnen und GrĂŒĂŸe von BĂ€rchen. Mit freundlichen GrĂŒĂŸen aus Gießen A. G.

30.10.2015:

Tag 4 nach OP: Im Prinzip hat sich von gestern auf heute nicht viel geĂ€ndert, BĂ€rchen geht's gut, er ist munter, verschmust, quengelig und verfressen - also wie immer. Allerdings hat sich die "freie FlĂŒssigkeit" im Bauchraum vermehrt, was *mir* schon wieder einen Kopf macht. Der Doc sieht das relativ locker ("so etwas sehen wir bei vielen Shunt-OPs"), weil es halt einer der erwarteten Nebeneffekte ist. Noch ist es nicht so schlimm, dass man mit EntwĂ€sserungsmitteln gegensteuern oder punktieren und FlĂŒssigkeit abziehen muss. Und solange BĂ€rchens Allgemeinzustand weiter so gut ist, gibt es auch keinen Grund zur Sorge (der redet sich leicht...).

29.10.2015:

Tag 3 nach OP: BĂ€rchen geht's nach wie vor am besten, wenn ihn einer betĂŒddelt und dazu ein bisschen in der Gegend rumtrĂ€gt. Inzwischen konnten die TÄ die Verkabelung etwas reduzieren und er ist in ein "grĂ¶ĂŸeres Apartment" umgezogen, mit Klo und 24/7-Buffet :-).
Das Mittel gegen Übelkeit (MCP) haben sie abgesetzt und er frisst auch ohne gern und viel. Durch die verminderte Heparin-Gabe hat sich der Shunt inzwischen ganz verschlossen und BĂ€rchen bekommt jetzt zusĂ€tzlich einen "Thrombozythen-Aggregationshemmer" (verhindert das Aneinanderkleben der BlutplĂ€ttchen), damit sich an der Stelle kein grĂ¶ĂŸerer Thrombus bildet. Nicht ganz so schön, aber noch völlig im Rahmen der erwarteten Nebenwirkungen ist eine kleine Ansammlung freier FlĂŒssigkeit im Bauchraum, die die TÄ aber im Auge behalten. Insgesamt sind die Docs aber sehr zufrieden mit seiner Entwicklung und seinem  Gesamtzustand. Ich auch :-). Wieder ein Tag geschafft.

28.10.2015:

BĂ€rchen ist auch am Tag 2 nach der OP relativ fit und stabil, die Blutwerte haben sich zwar etwas verschoben, aber nicht dramatisch, ansonsten sind sie soweit in Ordnung, dass er wohl keine Transfusion brauchen wird, die Heparin-Zufuhr konnte gesenkt werden und weil BĂ€rchen frisst wie ein Scheunendrescher konnten auch die Infusionen reduziert werden. Er hat eine minimale Wasseransammlung im Bauch, was aber nach dieser OP als normal angesehen werden kann.

BĂ€rchen ist wohl ein recht umgĂ€nglicher Patient und leicht zu hĂ€ndeln, er lĂ€sst (fast) alles mit sich machen. Er wird ja mehrmals tĂ€glich gewogen, gemessen, der Tropf wird ab- und angeschlossen, raus aus der Box, rein in die Box usw. usf. Wenn es ihm zu viel wird, fĂ€ngt er an zu motzen und sitzt dann auch mal wieder beleidigt im Eck. Morgen frĂŒh werden sie ihn weiter „entkabeln“ und dann darf er in eine grĂ¶ĂŸere Box umziehen.

27.10.2015:

18:30 Uhr, Anruf der Uni: Die (fĂŒr mich) beste Nachricht war "BĂ€rchen ist mit der Gesamtsituation etwas... Ă€h... unzufrieden", sprich, am besten gefĂ€llt es ihm, wenn er auf irgendeinem Arm rumgetragen wird. Setzt man ihn wieder in seine (momentan etwas kleinere, damit nix rumturnen) Box, sitzt er "unleidig im Eck". Fressen mag er wohl noch nicht so recht, aber wenn man ihn aus der Hand fĂŒttert, ist es in Ordnung (das ist der Quietsch, so kennt man ihn, so liebt man ihn).
Nach wie vor sind die TÄ recht zufrieden mit seinem Zustand, er ist stabil, die Werte sind gut, er bekommt Heparin, um die Blutgerinnung zu senken, damit sich der Shunt nicht ZU schnell verschließt. Morgen ist wieder großer Ultraschall angesagt, um den Shunt und seine Verschließung genau beurteilen zu können.
Auch wenn ich mich bemĂŒhe, meine Erwartungen nicht zu hoch zu stecken, finde ich, ist das doch ein gutes Update. Und wenn der Quietsch JETZT SCHON unleidig ist, dann tut mir die ganze Uni leid, wenn es ihm noch besser geht...

26.10.2015:

10:00 Uhr, Anruf aus Gießen: BĂ€rchen geht jetzt in die OP. Jetzt heißt es warten auf den erlösenden Anruf, dass alles gut gegangen ist. Die OP ist fĂŒr die Mittagszeit anberaumt und sobald BĂ€rchen wach und fit ist (was schon bis zum spĂ€ten Nachmittag dauern kann), meldet sich der Doc bei mir...

17:40 Uhr, endlich der erlösende Anruf: OP gut verlaufen, Kater ist schon fast wieder ganz wach, Zustand und Blutwerte stabil. Weil es ein sog. Phrenico(?)-Shunt war, haben sie ihm 2 dieser Coils eingesetzt und er bekommt BlutverdĂŒnner, damit sich der Shunt ganz langsam schließt. Puh, Erleichterung...

23.10.2015:
PĂŒnktlich um 10 Uhr waren Gudrun und ich mit den beiden Katern in der Uni und die Voruntersuchungen konnten beginnen. Brösel als Blutspender wurde geröntgt, bekam einen Herz-Ultraschall, weil der Doc beim Abhören ein GerĂ€usch entdeckt hat (leichter Herzfehler, im Moment nicht behandlungsbedĂŒrftig), sein Blut wurde untersucht (auch auf Seuchen - alles gut). Und weil Brösel einfach super gelassen und obercool ist, brauchte er keine Narkose fĂŒr die Blutspende und nicht einmal eine leichte Sedierung.

Bei BĂ€rchen war's ganz Ă€hnlich, er wurde ebenfalls grĂŒndlich abgehört, geröntgt und geschallt, weil "ein angeborener Defekt kommt oft nicht allein", auch er hat kein astreines Herz, aber im Moment beeintrĂ€chtigt ihn es nicht und die Narkose wird eh sehr genau ĂŒberwacht (mit eigenem AnĂ€sthesisten), es wurde noch einmal Blut genommen fĂŒr spezielle Werte, auf Seuchen getestet, etc.

Der Gießener Doc nahm sich sehr viel Zeit fĂŒr uns und hat alles noch einmal ganz ausfĂŒhrlich erklĂ€rt und unsere Fragen beantwortet. Wir haben den kleinen Unfug nicht gerne dort gelassen, aber mit dem GefĂŒhl, dass er dort in den besten HĂ€nden ist.

22.10.2015:

Heute morgen haben wir von BĂ€rchen, dem Quietsch nochmal die Blutwerte bestimmt und sie an Gießen gefaxt. Eben kam der Anruf aus Giessen "Blut okay, kann morgen kommen". Brösel hat die gleiche Blutgruppe wie der BĂ€r und so werden wir uns morgen ganz frĂŒh auf den Weg nach Gießen machen. Und dann muss ich ihn dort lassen...

15.10.2015:

Wenn man BĂ€rchen so erlebt und ihm beim Toben mit seinen 2 Kumpels zuschaut, wĂŒrde man niemals denken, dass er so schwer krank ist. Sicher, er hat seine Ruhepausen und sieht öfter einfach nur zu, wenn die BrĂŒder Glotzkowski um ihn herum spielen, aber eine so schwere Erkrankung? Nach einem kurzen DurchhĂ€nger letzte Woche (ich hatte die Laktulose niedriger dosiert, weil er sehr weichen Kot abgesetzt hat), wo er einen Tag lang ziemlich gespeichelt hat, ist er jetzt wieder ganz der Alte.

Fast 4 Wochen lief der kleine BĂ€r "doppelt bezahnt" durch die Gegend, die neuen ReißzĂ€hne waren schon da, die alten wollten nicht ausfallen, heute Nacht kam nun endlich die Zahn-Fee vorbei und hat beide MilchreißzĂ€hnchen mitgenommen.

Gestern hatten wir den vorletzten Tierarzttermin vor der OP, es wurde Blut genommen fĂŒr die Blutgruppenbestimmung. WĂ€hrend der OP wird der kleine BĂ€r eine Bluttransfusion brauchen und so durfte unser MCH-Logo namens Brösel auch Blut abgeben, weil er (bei gleicher Blutgruppe) der potentielle Blutspender ist. Brösel wird uns dann nach Gießen begleiten und sein Blut fĂŒr BĂ€rchen spenden.

Am 22.10. werden wir bei BĂ€rchen noch einmal großes Blutbild erstellen um zu sehen, ob die Blutwerte alle in Ordnung sind und am 23.10. machen wir uns dann auf den Weg nach Gießen in die Uni. Die TÄ der Uni werden dann ĂŒbers Wochenenede noch verschiedene Untersuchungen durchfĂŒhren (Ultraschall, spezielle Blutwerte, etc.) und am 26. hat er dann seinen großen Tag der OP. Trotz meines grenzenlosen Optimismus (er wird die OP ĂŒberstehen!) wird mir bei dem Gedanken, dass der Unfug stationĂ€r in Gießen bleiben muss ganz flau im Magen. 1 Woche auf Station im KĂ€fig, wo er doch so sehr am Menschen hĂ€ngt, so verschmust ist und am liebsten im Bett unter der Zudecke schlĂ€ft....

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25.09.2015:

Nach wie vor geht es dem Unfug namens BĂ€rchen mit der teilvegetarischen DiĂ€t prima. Er frisst brav seine Nudeln und Kartoffeln, sein GemĂŒse und die Milchprodukte, am liebsten mit einem leichten Topping aus (LeberdiĂ€t-) Trockenfutter-Bröseln. Laktosefreien FrischkĂ€se mag er allerdings gar nicht... dann doch lieber den FrischkĂ€se aus Ziegenmilch (der ist aber ja auch lecker).

Wir sind sehr froh, dass wir die Möglichkeit hatten, aus einer anderen Pflegestelle die 2 kleinen BlaubĂ€ren Gustl und Baatzi (die BrĂŒder Glotzkowski :-)) ĂŒbernehmen zu können. Das Trio Infernale ist den ganzen Tag gemeinsam unterwegs, sie toben, spielen, rennen und hecken natĂŒrlich jede Menge Blödsinn aus, aber sie kuscheln auch viel miteinander und putzen sich gegenseitig. Und wĂŒrden liebend gern das Futter des jeweils anderen fressen.

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Update September 2015:
Petra BĂŒttner startete am 04.09. in den Jahresurlaub Richtung Kroatien und ĂŒbergab den kleinen Unfug namens BĂ€rchen zusammen mit seinen 2 Kumpels Gustl und Baatzi in Lisa Turskys Obhut. Mehr oder weniger direkt nach dem Umzug gab es einen furchtbaren Einbruch seines Gesundheitszustandes, obwohl weder an den Medis, noch am Futter etwas geĂ€ndert wurde.
Lisa, die den Kleinen und seine schlechten Tage ja nicht so gut kennt wie Petra, machte sich wahnsinnige Sorgen und hatte Angst, er wĂŒrde keinen Tag mehr ĂŒberstehen. Er hing apathisch in seinem Bettchen, wollte nichts fressen, hat gesabbert wie ein Labrador, lief kaum und wenn, dann nur torkelnd mit riesigen, starren Pupillen und musste an die Infusion.
In Zusammenarbeit mit Lisas TierĂ€rztin Frau Till, der Fa. Heel und nach RĂŒcksprache mit der Uni Gießen wurde sein Therapieplan etwas umgestellt. Zu den â€žĂŒblichen" Medikamenten (Antibiotikum, Laktulose, Omeprazol) bekommt er nun auch verschiedene homöopathische Mittel, um die fehlende Leberfunktion etwas aufzufangen. Außerdem wurde seine Nahrung umgestellt und BĂ€rchen frisst jetzt 50% LeberdiĂ€tfutter und 50% vegetarisch (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Quark, Joghurt, Karotten, HĂŒttenkĂ€se, etc.), mit sehr wechselhafter Begeisterung. Und weil Katzen ja eigentlich Fleischfresser sind, bekommt er wenigstens „artgerechte" Kartoffeln.

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  • kartoffeln


ABER: Der Erfolg gibt uns allen recht. Mit diesem Therapieplan braucht BĂ€rchen nun kein Emeprid mehr, weil es ihm nicht mehr gar so ĂŒbel ist und er auch ĂŒberhaupt nicht mehr speichelt. Er ist fit und spielt mit seinen "BrĂŒdern" wie ein normales Katzenkind - wild, ungestĂŒm und mit so mancher Panne. Es ist schön und tut unheimlich gut, den kleinen Patienten so unbeschwert zu sehen.

Wir hoffen sehr, dass das nun so bleibt bis zu seinem großen Tag. Am 23.10. fĂ€hrt Petra ihn nach Gießen, dann werden noch spezielle Untersuchungen durchgefĂŒhrt und am Montag, den 26.10. wird er operiert. Uns allen ist es jetzt schon ganz schlecht wegen dieser großen und komplizierten OP und wir zittern um den kleinen Unfug, unser kleines BĂ€rchen, der uns allen in dieser kurzen Zeit schon so furchtbar ans Herz gewachsen ist.

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Juli 2015:

Der Kleine BĂ€r (geb. am 12.04.15) sollte verschenkt werden, weil sich die Besitzer seine Behandlung oder gar eine OP nicht (mehr) leisten konnten. Und so ĂŒbernahmen wir am 13.07.2015 diesen kleinen Kater aus Magdeburg.
BĂ€rchen wurde mit einem Leberschaden geboren, einem sogenannten Lebershunt.

Normalerweise fließt das Blut durch die Leber, wird dort gefiltert und von Giftstoffen gereinigt. Ein Lebershunt ist ein zusĂ€tzliches GefĂ€ĂŸ, dass das Blut um die Leber herum leitet und die Leber nicht dazu kommt, die giftigen Stoffe aus dem Blut heraus zu filtern. Einer dieser Giftstoffe ist Ammoniak, der bei der Verstoffwechselung von Eiweiß (Protein) entsteht. Bei einem gesunden Tier wird Ammoniak in der Leber zu unschĂ€dlichem Harnstoff umgewandelt und mit dem Urin ausgeschieden. Freies Ammoniak schĂ€digt Gehirn und Nervenzellen und verursacht neurologische Ausfallerscheinungen wie Torkeln, unruhiges Umherwandern, Speicheln, Kopfwackeln etc. Mehr Info

Nach RĂŒcksprache mit unserem Tierarzt noch am selben Tag sollte BĂ€rchen weitere 2 Wochen unter Medikation (Antibiotikum, Laktulose, Magenschoner, strenge Nieren-/LeberdiĂ€t) bleiben, dann wĂŒrden wir die Blutwerte kontrollieren und einen Ultraschall machen.
In diesen 2 Wochen zeigte sich der kleine Mann oft wie ein völlig normales Kitten im Alter von 13-14 Wochen. An guten Tagen merkt man es ihm kaum an, dass er so schwer krank ist. Er ist unternehmungslustig und voller Tatendrang, hat 1000 tolle Ideen, klettert in den Topfpflanzen oder am Fliegengitter, sitzt sofort in jedem Schub und jeder TĂŒr, die man öffnet. Er ist unheimlich anhĂ€nglich und verschmust (wenn er dafĂŒr Zeit hat) und er kann schnurren wie ein kleiner Schiffsmotor. Und er hat vor nichts und niemandem Respekt oder gar Angst.

Aber er hat auch seine schlechten Tage, wo er vermehrt speichelt, unruhig in der Wohnung umher lĂ€uft, unfĂ€hig sich hinzulegen und zu schlafen, obwohl ihm im Sitzen schon die Äuglein zufallen. In Ruhephasen zeigt er zudem ein ausgeprĂ€gtes Kopfwackeln und man sieht ihm an, dass es ihm furchtbar schlecht ist.

Am 30.07.2015 war nun der große Tag des Ultraschalls. Ich selber war tierisch aufgeregt und mir war ganz schlecht... BĂ€rchen hat definitiv einen(recht prĂ€senten) Lebershunt, der einen Großteil des Blutes um die Leber herum in den Bauchraum leitet. Der positive Punkt ist, dass trotzdem noch Blut in die Leber fließt, diese durchblutet ist und somit "was zu tun hat" und nicht verkĂŒmmert. Die Chancen stehen gut, dass die Leber nach Verschließen des Shunts mit dem ansteigendem Blutfluss zurechtkommt und normal arbeiten kann. Leider sitzt dieser Shunt sehr eng an der Leber, mit Verbindung zur Pfortader und der Aorta und eine OP wird wohl sehr anspruchsvoll sein.

BÀrchens Werte haben sich verbessert, der Ammoniak-Gehalt (NH3) liegt jetzt bei 370 ”mol/L, am 09.07.15 waren es 565 (Referenz 0-95 ”mol/L). Nachdem die Werte gesunken und die neurologischen AuffÀlligkeiten fast verschwunden sind, können wir zumindest das AB absetzen.
Unser Tierarzt wird sich nun mit einem Professor der Uni Gießen besprechen (der Spezialist fĂŒr solche Sachen ist und verschiedene OP-Methoden fĂŒr Lebershunts entwickelt hat) und ihm die US-Bilder schicken. Praktischer Weise sehen die beiden sich im September auf einem Seminar zum Thema "Portosystemischer Shunt".

Eine OP wĂŒrde ungefĂ€hr im Alter von 6 Monaten durchgefĂŒhrt, danach mĂŒsste der kleine Kater ca. 1 Woche stationĂ€r in der Klinik unter intensivmedizinischer Überwachung bleiben, da es nach solchen OPs zu plötzlichen TodesfĂ€llen kommt. Überhaupt haben Shunt-Patienten immer ein hohes Risiko fĂŒr plötzliche, unerklĂ€rliche TodesfĂ€lle.
Die reinen OP-Kosten liegen bei rund 2000 Euro (allein diese Dinger, die den Shunt verschließen kosten ein Vermögen), gute 1000 Euro kommen dann noch dazu fĂŒr versch. Vor- und Nachuntersuchungen und die stationĂ€re Aufnahme.

Die Alternative zur OP wÀre eine lebenslange DiÀt und spezielle Medikation (beides kann ja nur die klinischen Symptome lindern, den Shunt aber nicht heilen), immer mit der Gefahr eines plötzlichen Todes. Laut meiner Internet-Recherche liegt die Lebenserwartung mit Shunt bei maximal 5 Jahren in Verbindung mit massiven SchÀden an den Organen und dem Nervensystem. Letztendlich werden die meisten Tiere nach der Diagnose innerhalb von ein paar Monaten eingeschlÀfert, weil sich die Symptome ohne OP massiv verschlechtern und medikamentös nicht mehr einzustellen sind.

NatĂŒrlich kann - und muss man auch! - ĂŒberlegen, ob es sinnvoll ist, soviel Geld in eine einzige kleine Katze zu investieren. Mit 3000 Euro kann man im Tierschutz einiges erreichen und bewegen, vielen Katzen helfen und sie aufpĂ€ppeln. Aber wir haben BĂ€rchen nun mal ĂŒbernommen und damit die Verantwortung fĂŒr ihn.

Wir sind optimistisch, dass wir diese Aufgabe und die damit verbundenen großen Ausgaben stemmen können – mit Ihrer UnterstĂŒtzung! Bitte helfen Sie uns, diesem kleinen Katermann ein gutes Leben zu ermöglichen. Spenden Sie, auch wenn es nur ein kleiner Betrag ist (Kleinvieh macht bekanntlich ja auch Mist) oder ĂŒbernehmen Sie eine Patenschaft fĂŒr ihn, damit der „Unfug" weiterhin seinem Namen alle Ehre machen kann! Vielen Dank!

Patenschaftsantrag

Ganz lieben Dank an BĂ€rchens Paten

Rebecca MĂŒnch, Margit Hildesheim, Julia Vogl, Meike Ortmann, Lucia Winterberg, Christiane Stock, Sabine Bitzer, Carsten Torz, Brigitte Machner, Michaela Hilbert, Norbert Mertens, Nike Poulakos, Stefanie Orterer, Anne Luneau

und alle Spender! Ihr seid klasse!

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