Aufnahmestop

Das erste Mal in 12 Jahren Maine Coon Hilfe e.V. müssen wir vorübergehend einen Aufnahmestopp aussprechen. Uns blutet dabei das Herz, aber die finanziellen Mittel sind leider begrenzt. Bei Zuchtauflösungen haben wir bisher immer Glück gehabt: viele tolle Spender halfen uns, die Kosten auch für sehr aufwändige Behandlungen und Operationen zu decken. Oft beteiligen sich auch Zuchtvereine, Futtermittelhersteller oder andere Firmen bei Spendenaktionen nach Zuchtauflösungen. In den vergangenen Monaten hatten wir glücklicherweise keinen solchen Fall. Aber sehr viele einzelne Katzenschicksale, die zwar weniger Aufsehen erregt, aber ähnliche Kosten verursacht haben.

Ein paar Beispiele:

freddy maulFreddy, ein ca. vierjähriger Kater, der von privaten Tierschützern vor zwei Jahren von der Straße gepflückt und gesund gepflegt wurde. In den letzten Wochen hatte sich eine riesige Wucherung im Maul gebildet. Freddy wollte nicht mehr fressen und eine OP konnten sich die Tierschützer aktuell nicht leisten. So kam er zu uns. Nach einer sehr aufwändigen OP mit Entfernung des Tumors und der Zähne im betroffenen Bereich hatten der Tierarzt und wir die Hoffnung, dass es "nur" ein gutartiger Tumor war. Bis das Ergebnis der Histologie da war - Fibrosarkom. Der Tumor konnte nicht vollständig entfernt werden, weil das Gaumendach betroffen war. Wir wussten, was das heißt und so hat der bezaubernde Freddy einen "die-in-love-Platz“ bei seiner Pflegestelle bekommen. Er wurde noch mit diversen alternativen Behandlungsmethoden versorgt, um ihm eine möglichst lange, beschwerdefreie Zeit zu geben. Misteltherapie, Heilpilze... es soll ja schon Wunder gegeben haben. Leider nicht bei Freddy. Der Tumor wuchs rasend schnell nach und so mussten wir ihn gehen lassen :(
Behandlungskosten: 695 Euro

 

 

 

 

 

piccolinoPiccolino, ein fünfjähriger Kater. Sein Besitzer konnte seine tierärztlichen Behandlungen nicht mehr bezahlen. Er litt an „chronischer Ohren- und Augenentzündung“, sowie an einer heftigen und ebenso „chronischen“ Zahnfleischentzündung. Durch die schon länger währende Ohrenentzündung und das damit verbundene, ständige Kopfschütteln war das eine Ohr bereits stark verkrüppelt. Es brauchte insgesamt vier Operationen (Zähne, 2x Auge, Ohr) um seine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Erschwerend kam hinzu, dass er bei seiner ersten OP (Zähne) eine heftige Gerinnungsstörung zeigte, die er ohne Bluttransfusion nicht überlebt hätte. Die folgenden Operationen an seinem Rolllid und die Entfernung des Gehörgangs mussten deswegen besonders gut überwacht werden. Alles ist gut gegangen und bald darf er in sein neues Zuhause ziehen, wo er schon sehnsüchtig erwartet wird.
Behandlungskosten bisher: 1.690 Euro

 

 

 

hope 2Hope, ein kleines Mädchen, geboren Anfang April. Sie wurde im Juli in einer Zoohandlung in Duisburg gekauft. Wenige Tage später landete sie bei uns. Sie hatte fürchterlichen Durchfall und ihr ging es sehr schlecht. Der Anfangsverdacht auf Parvovirose (Katzenseuche) wurde leider durch ein Labor bestätigt und nur mit intensivmedizinischer, stationärer Betreuung konnte ihr junges Leben gerettet werden. Inzwischen geht es ihr deutlich besser. Aber bis sie vermittelt werden kann ist es noch ein langer Weg mit Päppeln und wiederholten Tests.
Behandlungskosten bisher: rund 500 Euro. Und Hope muss noch kastriert und ordentlich geimpft werden, was noch einmal mit gut 250 Euro zu Buche schlägt.

 

 

 

Das sind nur drei Beispiele von vielen in den letzten Monaten. Unsere Pflegestellen versorgen die Miezen alle ehrenamtlich und nicht selten schaffen wir es innerhalb weniger Stunden eine Fahrkette quer durch Deutschland zu bilden, um Notfälle in die passende Pflegestelle bzw. in der Nähe einer speziellen Klinik unterzubringen. Aber ohne Geld können wir die anfallenden Tierarztkosten nicht tragen.
Bevor wir nun bei der Versorgung der Katzen oder dem uns selbst auferlegten Standard der Untersuchungen vor Vermittlung Abstriche machen, wollten wir auf diesem Weg versuchen, durch Eure Hilfe den Aufnahmestopp so kurz wie irgend möglich zu halten.

Bitte sprecht unter Euren Cooniefreunden über uns. Macht ein bisschen Werbung für Fördermitgliedschaften (ab 30,- Euro im JAHR) oder schickt uns eine kleine Spende, wenn es Euch möglich ist.
An die Züchter unter Euch: Eine Züchterin hatte einmal eine tolle Idee, die sie auch verwirklicht hat. Sie hat bei jedem verkauften Kitten zu den Unterlagen einen Fördermitgliedsantrag gelegt und mit den neuen Katzeneltern über die MCH gesprochen. Das ist eine super Idee, um bei Coonieliebhabern Werbung für uns zu machen.

Allgemein stimmt es uns immer wieder traurig, dass die wenigsten Mitglieder bei uns Züchter sind. Denkt daran, es kann jederzeit auch einmal ein Baby von Euch bei uns landen und Hilfe benötigen. Die MCH war ursprünglich eine Idee von Züchtern, die über die Kittenabgabe hinaus eine Art "Versicherung" für ihre ehemaligen Kitten wollten. Von dieser Idee ist scheinbar kaum noch etwas übrig :-(
Uns sind natürlich Liebhaber als Fördermitglieder genauso lieb. Aber je mehr Fördermitgliedschaften wir haben, desto mehr können wir helfen.

Unser Spendenkonto

Antrag Fördermitgliedschaft

Antrag Patenschaft

 

Oooops....

Das ist uns jetzt aber unangenehm, denn hier sollte eigentlich keiner landen.

Allerdings kann es sein, dass die gewünschte Seite nun woanders liegt, da wir unsere Homepage von Grund auf neu aufgebaut haben. Vielleicht ist die Suche (hier oben rechts) ja hilfreich.

Bericht zur Zuchtauflösung am 25.09.2016

Birgit und Norbert Steins, Gudrun Neßhöver und Petra Büttner trafen sich am 25.09.2016 in der Nähe von Paderborn, um dort aus einer Zucht 37 Katzen zu übernehmen. Die Züchterin stellte uns schon vorab eine Liste der Katzen mit den Eckdaten wie Name, Geburtsdatum, Farbe, Chip-Nummern, Impf- und Gesundheitsstatus, sowie Charaktereigenschaften zur Verfügung.

Auch wenn die Züchterin mit der Menge der Katzen überfordert war, waren die Katzen auf den ersten Blick in einem recht guten Allgemeinzustand...

Die schizophrene Laila

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"Laila ist impulsiv-aggressiv, fixiert und greift den Menschen an, schlägt gezielt ins Gesicht".

Das ist eine grobe Zusammenfassung von Lailas Problemen. Medizinisch wurde restlos alles abgeklärt, sie ist gesund. Die Tierklinik im Ruhrgebiet bat uns eindringlich, die Katze möglichst schnell zu übernehmen (oder einschläfern zu lassen), da sie sich "auf Station überhaupt nicht händeln lässt und es unmöglich ist, den Futternapf auszuwechseln oder das Klo zu reinigen".

Mit den Besitzern von Laila hatten wir schon länger Kontakt, eben wegen dieser Aussetzer und ihrer hohen "Gewaltbereitschaft". So erzählte uns die Vorbesitzerin, dass es ca. 10 Tagen nach Übernahme zum 1. Angriff kam, sie saß mit Laila auf dem Sofa, der Sohn kam dazu, Laila bekam „schwarze Augen“, umkreiste knurrend die Menschen, beruhigte sich aber über Nacht wieder.

Oder: Laila griff den Opa an, als der den kranken Sohn in seinem Zimmer besuchte, knurrte, fauchte, schrie, pinkelte, zielte mit Krallen auf das Gesicht und liess nicht locker, bis es der Mutter gelang, die Katze wegzulocken, danach griff Laila bei fast jeder Begegnung die Menschen an.

Auf unseren Rat hin wurde Laila in einer Tierklinik in Düsseldorf vorgestellt, wo sie für ein paar Tage stationär blieb. Alle Untersuchungen brachten keine neuen Erkentnisse, waren alle ohne Befund und völlig in der Norm. Es stand der Verdacht auf eine Gehirnerkrankung (Tumor, Entzündung) im Raum, Laila kam ins MRT, Gehirnwasser wurde entnommen und im Labor untersucht - nichts.

Dann kam an einem Freitag Nachmittag der schon erwähnte Anruf der Tierklinik, mit der Bitte um Übernahme der Katze, sie würde sich gebärden wie ein Furie und gezielt durch das Gitter nach den Menschen schlagen, die Ärzte würden nicht weiter wissen und sie nach Rücksprache mit den Besitzern einschläfern. Nachdem Einschläfern ja eine sehr endgültige und irreversible Alternative ist, entschlossen wir uns, Laila zu übernehmen. Einschläfern konnten wir sie hier ja immer noch, wir hatten also nichts zu verlieren.

Schon vor Übernahme sprachen wir mit verschiedenen Verhaltentherapeuten und Tierärzten und entschieden uns, Laila mit einem Antidepressivum namens Fluvoxamin zu behandeln.

Und so holten die Besitzer die Katze am 30.04.2016 aus der Klinik ab und brachten sie Petra Büttner bis nach Frankfurt entgegen. Petra setzte die kleine Kampfkatze mit großen Respekt auf den Rücksitz und schnallte sie ganz vorsichtig an, immer darauf bedacht, ja nicht zu nahe an die Boxentür zu kommen. Schon vorher wurde Petras Sohn Stefan darüber informiert, dass er eine WG-Partnerin bekommt. Stefan hat ein gutes Händchen für "schwierige" Katzen und hat die letzten Jahre schon öfter sein Appartment mit "Aggros" geteilt (z.B. Benny und Fussel, die übrigens alle wieder "normal wurden" und gut vermittelt werden konnten).

Anfangs zeigte diese winzige 3,5kg-Coon eine gewisse Unsicherheit und verzog sich erst einmal unter den Schrank im Badezimmer. Wir liessen sie da einfach sitzen und außer Füttern und Klo sauber machen passierte die ersten Tage nichts. Aber schon 3 Tage später besuchte sie Stefan im Wohnzimmer, liess sich anfassen und schnurrte dabei, wenn auch mit wild zuckendem Schwanz.

Petra hat von Anfang an ein Tagebuch für Laila geführt, die bei uns auch "Ms Jekyll & Mrs Hyde" heißt oder "Laila Krueger" nach Freddy aus der Elm Street. Jetzt, 6 Wochen nach Einzug, hat sich das förmliche Frau Krueger auf ein "Kruegerlein" reduziert und das Kruegerlein ist eine sehr nette, verschmuste und verspielte kleine Katze.

Nach einem Jahr in der Pflegestelle von Petra Büttners Sohn Stefan steht fest - Laila bleibt für immer bei Stefan.

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30.04.2016

Übergabe an MCH, Einzug in Stefans Einliegerwohnung, Laila schleicht aus Kennel und verzieht sich erst einmal in den begehbaren Kleiderschrank, bzw. unter den Badschrank, frisst aber gut, geht mehrmals aufs Klo, bekommt nur Metacam

03.05.2016

Laila wohnt nach wie vor unter dem Badschrank, frisst aber gut, Urin- und Kotabsatz völlig okay, wir lassen sie einfach in Ruhe
Laila kommt abends raus und besucht Stefan im Wohnzimmer, sie setzt sich neben das Sofa und kommt auf Ansprechen zu ihm, lässt sich kraulen, schnurrt dabei, zeigt aber Unsicherheit, der Schwanz schlägt

04.05.2016

Stefan hat Besuch von einer Freundin, Laila kommt dazu, ist erst anhänglich und verschmust (fast 2 Std.), Freundin bewegt sich, die Situation eskaliert, Laila fixiert Freundin, rastet dann aus, knurrt, faucht, springt Freundin an, ich höre Laila bis zu mir hoch in die Wohnung kreischen, Stefan schreit Laila an („eeyy!!"), sie weicht vor ihm zurück, pinkelt, geht unters Sofa, knurrt und brummt weiter, schlägt von unten gegen das Sofa, schleicht dann tiefergelegt mit hängendem Schwanz ins Bad, kackt dort einen riesen Haufen mitten rein, geht unter Schrank
seitdem wieder unauffällig, Metacam abgesetzt

08.05.2016

Stefan sitzt/liegt ruhig auf dem Sofa und sieht fern, die Situation ist völlig entspannt ohne jede Aufregung oder Provokation, Laila frisst in der Küche, kommt ins Wohnzimmer, bleibt stehen, faucht, knurrt, geht unters Sofa, sitzt da ca. 1 Std., knurrt, faucht, singt, schlägt von unten gegen das Sofa, sobald sich auf dem Sofa was bewegt

09.05.2016

Stefan steht morgens im Bad und macht sich fertig für die Arbeit, Laila sitzt vor der Badezimmertür und beobachtet ihn, er spricht mit ihr, lockt sie, sie kommt her, lässt sich streicheln und schnurrt dabei

09.05.2016

ich mache das Katzenklo sauber und sehe Laila auf der Sofalehne sitzen, spreche sie an, sie guckt erst interessiert, dann faucht sie, kommt fauchend auf mich zu, ich drehe mich weg, geh in die Hocke, sie dreht ab und verschwindet unterm Sofa
bis heute habe ich Laila nicht mehr als durch den Raum huschen sehen, sie kommt auch nicht unterm Sofa raus, wenn ich da bin (egal wie lange)

10.05.2016

Stefan bekommt Besuch von seinem Freund Jürgen, dieser steht nur im Raum und atmet, Laila knurrt und faucht ihn an
15 Min. später lässt sie sich von Stefan kraulen und schnurrt dabei
beim Abendessen fixiert Laila Stefan, faucht und knurrt über 10 Min. lang, Stefan wirft ihr ein Stück Wurst vor die Füße, sie stutzt, frisst, brummelt noch ein bisschen, verschwindet ins Bad

12.05.2016

erste „bewusste" Kontaktaufnahme durch Laila mit mir, sie kommt in die Küche, schaut, was ich da mache, ich spreche sie an, sie faucht lautlos (Schwanz unruhig), ich werfe ihr ein paar Knuspertaschen, denen sie hinterher läuft, mache dann die Küche sauber (sie frisst wie ein Schwein), stelle ihr Futter hin, mache das Katzenklo sauber, kommentiere mit ruhiger Stimme alles, was ich tue, sie ist neugierig-interessiert und lässt sich dann sogar streicheln, sie schnurrt leise, es gibt noch ein paar Knuspertaschen, dann gehe ich

ich bespreche den Fall noch einmal mit der TÄ, Laila wird (wie Sid) Fluvoxamin bekommen

13.05.2016

keine besonderen Vorkommnisse

14.05.2016

Stefan sitzt vor dem Fernseher, Laila ist bei ihm, schmust, schnurrt, köpfelt, geht in die Küche zum Fressen, kommt wieder, stutzt, schießt fauchend und knurrend unter den Wohnzimmertisch und dann auf Stefan zu, verschwindet unter dem Sofa, 5 Min. später ist sie wieder da und alles ist okay

15.05.2016

seit dem ersten Kontakt am 12.05. kommt Laila mich jedes Mal begrüßen, wenn ich zu ihr gehe, sie schmust und schnurrt, köpfelt mich an, ich kann ihr 2 Knoten aus dem Fell zupfen, sie auch mal hoch nehmen, ihr Schwanz (den ich aufmerksam im Auge behalte) zuckt lange nicht mehr so aufgeregt
die Schweinerei beim fressen ist deutlich weniger, anscheinend hat sie jetzt die 2 Zahn-OPs gut weg gesteckt, auch Kot und Urin gehen dahin, wo sie hingehören

19.05.2016 - Therapiebeginn

seit ein paar Tagen gab's keine besonderen Vorkommnisse mehr, ab und an bricht kurz mal die Mrs Hyde durch und sie faucht Stefan an, der säuselt sie dann mit honigsüßer Stimme an „Mauserle, brauchst dich doch net so aufregen, ist doch alles gut", und wirklich, dann ist alles gut und sie ist wieder völlig normal
habe heute die Medizin aus der Apo geholt, Laila bekommt die erste Kapsel, wir schleichen mit 1mg-Kapseln ein und steigern nach 10 Tagen auf 2mg

20.05.2016

Laila faucht mich empört an, weil ich durchs gekippte Fenster die kläffenden Hunde zusammenstauche, Geschrei ist also nicht ihr Ding
nachmittags bringe ich ihr mal ein bisschen Spielzeug und den „Fresstempel" (CatIt Futterlabyrinth) und bin überrascht, wie verspielt die Kleine ist

21.05.2016

Gudrun ist da und wir besuchen zusammen Laila, Laila ist sehr aufgeregt, nervös und unsicher, der Schwanz schlägt, sie beäugt Gudrun sehr kritisch, lässt sich aber von mir anfassen und kraulen
nach wie vor fasse ich Laila nur dann an, wenn sie zu mir kommt und ihre Streicheleinheiten fordert, dann kann ich sie auch auf den Arm nehmen oder auf die Stirn knutschen
liegt sie auf ihrer Sofalehne und kommt nicht zu mir, begrüße ich sie nur von Weitem, lasse sie aber in Ruhe
Stefan macht ein Video von ihr, wo sie völlig gelassen direkt neben ihm auf dem Sofa liegt und laut vor sich hinschnurrt

22.05.2016

Laila hat eine Haarwurst ausgebrochen

23.05.2016

Stefan und ich schauen fern, Laila liegt mal bei ihm, mal bei mir auf der Rückenlehne, alles entspannt, später kommt Jürgen dazu, Laila ist zwar erst skeptisch, aber es ist dann okay, kein Fauch, kein Brumm

24.05.2016

Laila spielt gerne und sehr unbeschwert, ich bringe ihr eine Federangel und sie geht ab wie Luzy, ich bringe sie auf Touren und fasse sie dann an, nehme sie hoch, es passiert nichts

26.05.2016

Stefan erzählt, Laila spielt wie eine Verrückte und rennt wie irr gut gelaunt in seiner Wohnung rum, springt auf den Tisch, im Vorbeigehen langt sie nach Stefan, er sagt „ey" und sie sagt „mau"

29.05.2016 - Steigerung der Dosis auf 2mg

es gibt nichts zu berichten, Laila ist nett, verschmust, spielt gerne und wild bis zur totalen Verausgabung, lässt sich aber auch wenn sie auf 180 ist anfassen und streicheln, sie ist sehr geschickt dabei, TroFu aus dem Futterturm zu angeln

31.05.2016

es scheint ihr etwas übel zu sein, sie schluckt und bricht nachts ein paar Mal

01.06.2016

Laila klaut! Stefan hat seine Waffeln liegen lassen und Laila hat sie ganz schön angefressen, sie bekommt von mir ein neues Fummelspielzeug, das sie neugierig beäugt und gleich mal testet

03.06.2016

kein komisches Schlucken mehr, auch kein Erbrechen, nach wie vor ist es mir ein Rätsel, wie eine so kleine Katze solche großen Pieselbatzen und Würste produzieren kann

06.06.2016

das Kruegerlein ist neuen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen und muss alles neugierig-interessiert begutachten, deshalb stelle ich ihr heute einen Topf mit Gras ins Wohnzimmer, sie ist sofort begeistert und betrachtet und befummelt die langen Gräser, kaut dann auch drauf rum (speit nachts, aber das war ja zu erwarten)

07.06.2016

heute spendiere ich ihr ein kleines Kratz-Wellpappe-Möbel und sie nimmt es sofort in Beschlag, es wird bekratzt und befummelt und besetzt und sie schnurrt wie ein alter 12-Zylinder, außerdem bekommt sie ein neues Fummelbrett (das „Ur-Fummelbrett" mit den durchsichtigen Schüsselchen) mit TroFu drin, gefällt ihr sehr gut!

12.06.2016

Laila sitzt immer öfter am Fensterbrett und schaut in den Garten, vor allem, wenn sich da draußen was tut, knabbert am Gras und ist recht entspannt, morgens wartet sie schon immer auf mich, begrüßt mich mit freundlichem "maumau", sie lässt sich jederzeit streicheln und hochnehmen, Knoten aus dem Fell zupfen (sie haart wie Hölle) und auch mal die Augen sauber machen

27.06.2016

So recht weiß ich gar nicht, was ich schreiben soll, es gab die letzte Zeit keine besonderen Vorkommnisse, Laila ist lieb, schmusig und anhänglich, sie spielt gerne und viel und wild, ist ein bisschen mäkelig mit dem Futter (sie möchte nur "gute" Dosen haben, auf keinen Fall irgendeinen Junk-Food und das Futter muss IMMER frisch sein, also die Dose frisch geöffnet, wenn die mal einen halben Tag im Kühlschrank steht, ist das Futter in ihren Augen schon total vergammelt, nein, DAS mag sie dann nicht mehr, aber ansonsten: alles gut

 29.06.2016

Laila war beim Tierarzt, weil sie immer wieder mal "seltsam schluckt" und sie hat das richtig toll gemacht, hat sogar mit der Tierärztin geschnurrt, war weder besonders aufgeregt noch verängstigt. Die Untersuchung ergab, dass alles völlig in Ordnung ist, nur die Kieferwinkel sind noch ein kleines bisschen entzündet.

19.07.2016

Laila zieht vom Keller zu mir ins Katzenzimmer, weil es für den Katzensitter im Urlaub einfacher ist, wenn alle Katzen "auf einem Haufen" leben, sie ist noch etwas skeptisch, ob das wirklich eine Verbesserung darstellt, ist aber eher defensiv und zurückhaltend, keine Spur von aggressiver Aufgeregtheit, sie freut isch, wenn ich zu ihr komme und spielt und schmust mit mir, durch das Hundegitter in der Tür und das Fliegengitter im Fenster kann sie die anderen Bewohner beobachten und langsam kennenlernen

29.07.2016

nach 10 Tagen "hinter Gittern" und inzwischen durchwegs positiven Begegnungen an Tür und Fenster darf Laila heute aus ihrem Zimmer raus, sie ist wenig vorsichtig und gar nicht ängstlich und macht sich sofort auf, die Wohnung zu erkunden, eine halbe Stunde später sehe ich sie im Garten spazieren, sie sieht sich alles genau an und wälzt sich wohlig im Gras, es ist wahnsinnig schön, sie so unbeschwert zu sehen, sollte nicht noch ein großer Knall zwischen den Katzen kommen, bleibt sie für immer hier

03.08.2016

Laila macht sich ganz gut in der Gruppe, ist recht selbstbewusst unterwegs, inzwischen kommt sie abends auch mal aufs Sofa

hier sind 2 Videos von ihr:

https://youtu.be/qFGaODnzph4 und https://youtu.be/EaucKypwbRg

 

 

Wenn Sie eine Katze (oder mehrere) auf unserer Seite zur Vermittlung vorstellen möchten, brauchen wir dafür folgende Informationen:

  • Ihren Namen, die vollständige Anschrift mit Telefonnummer, Email-Adresse und evtl. Homepage-URL
  • Eine „aussagekräftige" Beschreibung der Katze(n) mit allen positiven und negativen Eigenschaften, Alter, Farbe, Stammbaum, usw. Je mehr, desto besser.
  • Angaben zum Gesundheitszustand der Katze(n), ist/sind sie kastriert, geimpft, gechipt, tätowiert, etc. Wir vermitteln ausschließlich kastrierte Tiere! Sind Sie Züchter, müssen Sie uns eine Bescheinigung über die Kastration (z. B. TA-Rechnung) vorlegen.
  • Weiß der Züchter, dass sie die Katze(n) abgeben wollen? Hat er Interesse daran, sie zurückzunehmen?
  • Den Grund der Abgabe.
  • Wie soll das neue Zuhause aussehen? Eher ruhig oder turbulent? Kennt sie andere Katzen, Hunde, Kinder?
  • Und natürlich ein oder zwei (oder mehr) schöne Bilder (bitte nicht größer als 800 x 600 Pixel!!)
  • Ihre Vorstellung der Höhe des Abgabepreises (Schutzgebühr). Dieser sollte nicht über 250,- Euro liegen.

Das "Inserat" auf unserer HP ist für Privatpersonen kostenlos. Aber wir freuen uns natürlich über eine kleine Spende nach erfolgreicher Vermittlung.

Sobald die Antworten da sind, erstellen wir für sie eine Seite auf unserer HP mit Ihren Kontaktdaten und nur Sie entscheiden, an wen Sie die Katze(n) abgeben. Ist die Abgabe so dringend, dass sie eine Pflegestelle benötigen, melden Sie sich bitte noch einmal, damit wir schauen können, wo ein Platz frei ist.

 

Patenkater Muck (der Spucki)

  • muck23.11.10-7

Muck war unnahbar und aggressiv. Er bestand aus gefühlten 100 Krallen, versteckte sich unter der Decke, um dann laut schreiend auf den Menschen zuzuschießen. Dann fanden wir heraus, dass es den kleinen Muck ziemlich schlimm getroffen hat.

Der kleine Muck lebt nicht mehr. Trotz großem Lebenswillen war am Ende die chronische Verstopfung doch stärker als der kleine Kater aus Bulgarien... Engel

 

Bericht zur Zuchtauflösung vom Juni 2014

Mitte Juni 2014 bekamen wir einen Anruf, ob wir ca. 40-50 Katzen aus einer ausgeuferten Zucht übernehmen könnten. Um uns einen Überblick zu schaffen, vereinbarten wir einen Termin, auch um vorab Kotproben zu nehmen, damit wir wissen, welche Parasiten evtl. beteiligt sind. Nach 3 Stunden sichten und zählen waren wir bei 64 Katzen.

  • katzenmasse

Die Katzen lebten dort in einer 4-Zimmer-Wohnung mit 2 Balkonen in verschiedenen Gruppen. Allein in einem Zimmer von ca.12 qm fanden wir 32 Tiere vor – plus 2 Würfe im Alter von 1 und 3 Wochen. Diese Tiere waren zum Teil völlig verstört; die meisten drängten sich in eine Zimmerecke hinter dem Kratzbaum. Die hygienischen Zustände waren untragbar – Kot (fest und flüssig) fand sich in allen Räumen auf Fußböden, Sofas, Betten und den Wänden wieder. Der Geruch war kaum auszuhalten. Die Liegeflächen der Katzen waren teilweise mit zentimeterdicken Fellplatten bedeckt. In den Zimmern befand sich kein Futter, teilweise fehlte gar das Wasser (so z. B. bei dem Zimmer mit den Kitten).

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  • maeva-augen

Teilweise litten die Katzen an Augenentzündungen, manche hatten offene Bisswunden, waren verfilzt, unterernährt und zum Teil auch dehydriert.
Alle Katzen befanden sich in einem extremen Stresszustand, waren scheu bis halbwild und gingen ein paar Tage später beim Einfangen buchstäblich die Wände hoch, was die ganze Sache erheblich erschwerte (aus geplanten 3 Stunden wurden fast 6) und alle Beteiligten bis weit nach Mitternacht beschäftigte, weil die Katzen ja auch noch bundesweit auf die Pflegestellen verteilt werden mussten.

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  • luftige_hoehe

Heute sind die Katzen 4 Wochen bei uns und haben alle den ersten Tierarzt-Check und zum größten Teil die Kastrationen hinter sich. Alle Katzen mussten gegen Giardien behandelt werden, was bei diesen Katzen, die überwiegend immer noch furchtbar scheu und ängstlich, teilweise richtig traumatisiert sind, gar nicht so einfach war. Es gab einige Beißvorfälle und die betroffenen Menschen mussten chirurgisch versorgt werden, waren zeitweise arbeitsunfähig.
Einige Katzen leiden an Herzerkrankungen, zumindest eine davon schwerwiegend.
Viele Katzen haben furchtbar schlechte Zähne, meist mit extremer Zahnfleisch- und/oder Rachenentzündung.
Mehrere Katzen haben Augen- und Ohrenentzündungen.
Eine Katze leidet an extremen Rolllidern (Entropium), und zwar so stark, dass bei der Erstuntersuchung die Augen unter einer Eiterschicht und völlig zugeschwollen Lidern gar nicht zu sehen waren. Sie brachte am 02.07.2014 6 tote Kitten zur Welt.
Eine Katze litt an einer eitrigen Gebärmutterentzündung und musste das erste Wochenende in der Tierklinik am Tropf verbringen.
Für einen der älteren Kater kam unsere Hilfe zu spät und er musste, trotz aller Versuche, seinen Zustand zu stabilisieren wegen chronischer Niereninsuffizienz im Endstadium eingeschläfert werden.
Die meisten weiblichen Katzen hatten vergrößerte oder veränderte Gebärmütter in Form von Zysten, Verwachsungen oder Zubildungen.
Die älteren Katzen haben ihre Scheu dem Menschen gegenüber langsam abgelegt, die Jüngeren tun sich damit teilweise immer noch schwer. Sie kennen kein Spielzeug, keine Alltagsgeräusche im Sinne von normalem Haushalt (Wasserhahn, Radio, TV, etc.), keine „bewegten" Menschen...

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Eine erfolgreiche „Resozialisierung" dieser Katzen wird uns noch weitere Wochen, wenn nicht sogar Monate Zeit und Arbeit, Liebe und Zuwendung kosten und uns an den Rand des mental Möglichen bringen. Die psychische Belastung, der der Mensch bei der Arbeit mit solchen Katzen ausgesetzt ist, wird oft unterschätzt. Eigentlich möchte man ja nur das Beste für die Miezen, muss sie aber trotzdem jagen und einfangen, ihnen Tabletten und Salben geben und man kann ihnen nicht erklären, dass es ja eigentlich gut für sie ist...

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Ein weiteres, schwerwiegendes Problem ist der Kostenfaktor. Wir rechnen mit ca. 20.000 Euro reinen Tierarztkosten, dazu kommen Futter, Streu, Benzin, Reinigungs- und spezielles Desinfektionsmittel (Giardien). Als geborene Optimisten sind wir zuversichtlich, dass wir auch dieses Mal diese große Aufgabe stemmen können, aber ohne Ihre Unterstützung kann das nicht funktionieren.

Bitte helfen Sie uns dabei – die Tiere brauchen Sie! Vielen Dank!

Wie Sie helfen können, lesen Sie hier.

Ein herzliches Dankeschön an alle Spender!

Steins/Büttner, 24.07.2014

 

 Wir brauchen dringend Eure Hilfe !!!

  • maevahp

Die Zuchtauflösung im Februar 2014 hat leider ein riesiges Loch in unser Budget gerissen. Die Katzen hatten so einiges an "Mitbringseln", die niemand gebraucht hätte. Die Behandlung gegen Flöhe, Giardien, Trichomonaden und Pilz bei 25 Katzen schlugen ordentlich zu Buche. Dazu kam auch noch, dass wir ein paar besonders arme Miezen dabei hatten. Einmal sofortige Notkastration wegen massiver, eitriger Gebärmutterentzündung, 2 Katzen mit Mammakarzinomen, einmal bereits mit Metastasen und inoperabel, einmal mit Entfernung der Milchleiste. Ein Jungkater mit Ellenbogendysplasie und eine Jungkätzin mit Ohrpolypen. Die beiden Damen mit Krebs dürfen bis zu ihrem Tod in der Pflegestelle bleiben. Drückt bitte alle ganz feste die Daumen, dass sie noch eine schöne, schmerzfreie Zeit haben. Die beiden sind so zauberhaft :-(

Zeit für eine finanzielle Erholung bleibt uns nicht. Am 26.06. mussten wir wieder eine aus dem Ruder gelaufene Zucht räumen. Diesmal sind es 50 Katzen im Alter von 14 Tagen bis über 10 Jahre. Von super verschmust bis total panisch - es ist alles dabei. Die wenigsten sind kastriert, keine aktuell geimpft, etliche sind verschnupft. Zahnsanierungen sind dringend nötig, ein paar der Katzen wirken richtig krank und wir warten auf die ersten Rückmeldungen der Pflegestellen, was die Tierärzte alles gefunden haben. Allein die Kosten für Impfungen, Kastrationen, Chips setzen, Blutbilder für FIV/Leukosetests, Futter und Streu bringen uns an den Rand unserer Möglichkeiten. Erfahrungsgemäß wird da aber noch einiges nachkommen, wenn erst einmal alle Katzen den Tierärzten vorgestellt wurden. Es würde uns sehr wundern, wenn nicht auch noch trächtige Kätzinnen dabei wären. Gerade die Babys kosten bis zu ihrem Auszug einiges und sind dazu besonders anfällig für den erhöhten Virenload, der bei der Menge der Katzen und den Umständen auf jeden Fall vorhanden ist...
Wir konnten uns im Vorfeld bereits ein Bild der dortigen Umstände machen und dabei Sammelkotproben mitnehmen und ins Labor schicken. Wie nicht anders zu erwarten sind die Katzen Giardien-positiv. Das heißt, es kommen auch noch Desinfektionsmittel, Medikamente gegen Giardien und Kosten für die Nachtestungen auf uns zu.

Erfahrungsgemäß investieren wir in jede einzelne Katze aus einer Zuchtauflösung rund 400 Euro reine TA-Kosten, Futter und Streu sind da noch gar nicht mit eingerechnet. Alleine können wir das unmöglich schaffen. Jede Spende - und sei sie noch so klein - hilft uns bei dieser weiteren Herausforderung, allen Katzen die Möglichkeit auf ein gesundes, glückliches, neues Leben zu schenken.

Bitte lasst uns und die Katzen nicht im Stich!

 

Ein paar Worte zur Schutzgebühr

250 bis 400 Euro (Kitten bis 6 Mon. 400 Euro, Jungtiere bis 12 Mon. 300 Euro, erw. Katze 250 Euro) für eine Katze scheint ein hoher Betrag zu sein, leider deckt dieser Betrag in den seltensten Fällen die Kosten, die wir in eine Katze investieren.

Kommt eine Katze zu uns in Pflege, wird diese grundsätzlich dem Tierarzt vorgestellt, sie wird entwurmt, auf FIV (Katzenaids) und Leukose getestet, sie bekommt einen Transponder (Mikrochip) gesetzt, wird kastriert und 2mal geimpft (Katzenschnupfen und -seuche, Tollwut auf Wunsch).

Besteht der Verdacht auf einen Herzfehler, veranlassen wir einen Herz-Ultraschall beim zertifizierten Kardiologen.

Besteht der Verdacht auf Darmparasiten wie Giardien oder ähnliches, lassen wir den Kot in einem speziellen Labor untersuchen.

Besteht der Verdacht auf irgendwelche inneren Krankheiten, wird ein Blutbild erstellt.

Zahnfleischentzündungen sind keine Seltenheit bei den Coons und so werden bei vielen Katzen Zahnsanierungen durchgeführt, immer in Verbindung mit einem speziellen Dentalröntgen.

Ältere Katzen bringen oft ein paar "Baustellen" mehr mit, trotzdem werden diese auf Grund des Alters für eine geringere Schutzgebühr abgegeben. Und auch Katzen, die größere OPs benötigen und in die wir schon mal 1.000 oder 1.500 Euro stecken, werden für die gleiche Schutzgebühr wie jede andere Katze vermittelt.

Von Anfang an wollten wir nie eine Katze im Sack verkaufen und halten daher den Standard  schon immer sehr hoch. Das hat aber halt seinen Preis...

Katzen, die aus einer Zuchtauflösung kommen, verursachen deutlich mehr Kosten, als Katzen aus einem Privathaushalt. In den letzten Jahren haben wir viel Geld in die Zuchtauflösungen gesteckt, in diesem Beispiel REINE Tierarztkosten ohne Futter und Streu oder Fahrtkosten:

Zuchtauflösung Jan. 2013: 32 Katzen - rund 12.000 Euro

Zuchtauflösung Aug. 2011: 69 Katzen - rund 40.000 Euro

Zuchtauflösung Feb. 2009: 56 Katzen - rund 15.000 Euro

Das ergibt unterm Strich einen Durchschnitts"preis" von 426 Euro pro Katze! Auch ein Nichtkaufmann schüttelt bei dieser Aufstellung den Kopf...

Den Differenzbetrag können wir nur durch Spenden und Fördermitglieder auffangen. Gerade als Fördermitglied sorgen SIE für nachhaltige, sprich dauerhafte Unterstützung für Maine Coons in Not. Eine Fördermitgliedschaft gibt es schon ab 30 Euro pro Jahr.

 

Terra Faelis spendet 924 Dosen Futter

Terra Faelis Online-Shop

Wir sagen im Namen unserer Katzen herzlichen Dank nach München!

Wir sehr sich die Coons darüber gefreut haben, sehen Sie hier:

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Zuchtauflösung Februar 2014

Die Vorstellungen der einzelnen Katzen folgen bald

Bericht der Zuchtauflösung Februar 2014

Die Spatzen pfeifen es mancherorts schon von den Dächern: die MCH hat ihre nächste Zuchtauflösung gemanagt. Der Gedanke liegt nahe, dass das für uns mittlerweile Routine ist. Weit gefehlt! Erfahrung ja – Routine nein.

Was ist passiert? Eigentlich der klassische Fall. Ein Unglück kommt selten allein. Erst persönliche, dann berufliche und in der Folge finanzielle Probleme. Die Zucht, halbwegs vernünftig durchgeführt, verschlingt eine Menge Geld, was eigentlich nicht mehr vorhanden war. Nun muss man diesem ehemaligen Züchter zu Gute halten, dass er die MCH und deren Arbeit bereits von früheren Aktionen kannte – er hatte uns in „besseren Tagen" bereits tatkräftig finanziell unterstützt. Damit war er freilich nicht vor seinem eigenen Absturz gefeit. Aber immerhin war es vielleicht der Auslöser, dass er uns zeitig(er) um Hilfe bat.

Recht kurzfristig trafen sich also Petra B. und Norbert am 08.02.2014 in der hessischen Provinz. Ganz im Gegensatz zu den bisherigen Erfahrungen trafen die zuvor uns übermittelten, recht detaillierten Informationen zu den betroffenen Tieren weitestgehend zu. Die hygienischen Zustände waren für die Anzahl der Tiere okay. Jedoch waren die Futtervorräte aufgebraucht und es gab keine Mittel mehr, um erforderliche Tierarztbesuche oder Medikamente zu bezahlen. Einige Tiere (vorzugsweise die Kitten) waren verschnupft, es lag ein mittelschwerer Parasitenbefall vor (Flöhe und Giardien), eine Kätzin musste wegen einer eitrigen Gebärmutterentzündung notoperiert werden. Einige Katzen haben Probleme mit den Zähnen.

Insgesamt übernahm die Maine Coon Hilfe an diesem Tag 24 Katzen. Die Tiere sind größtenteils recht zutraulich, jedoch in einem großen Stresszustand. Einige Tiere sind untergewichtig bzw. mangelernährt. Der Pflegezustand lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Das Fell ist bei allen Katzen kurz, brüchig, stressgeplagt. Einige Katzen haben zum Teil heftigere Filzplacken, die teilweise auf Stress, teilweise vermutlich auch auf ein mangelhaftes Gebiss zurückzuführen sind. Eine Handvoll Katzen sind sehr skeptisch bis scheu, hier muss erst mal ganz langsam Vertrauen aufgebaut werden.

Alle Tiere (mit Ausnahme der Kitten) sind gechippt und sind bis ins Jahr 2012 regelmäßig und gründlich geimpft worden, der Impfschutz ist also größtenteils noch vorhanden.

Aufgrund der uns vorliegenden Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sich alle Tiere trotz teilweise deutlich erkennbarer gesundheitlicher Mängel unter den Fittichen unserer engagierten und liebevollen Pflegestellen sehr schnell von ihrer erst recht kurz andauernden Tortur erholen werden – was vor allem dem (relativ) zeitigen Einschalten der MCH und dem sehr schnellen Eingreifen geschuldet sein dürfte.

Bald werden wir sicher mehr über den Zustand der Tiere berichten können, wenn das Ergebnis des jetzt beginnenden Runs auf die Tierarztpraxen vorliegt. Wir würden uns sehr wünschen, wenn sich (außer den bekannten Problemen) keine weiteren größeren Überraschungen ergeben.

Update 22.03.2014

Mittlerweile sind 6 Wochen seit der Zuchtauflösung vergangen. Die anfängliche relative „Freude" über den scheinbar vergleichsweise guten Allgemeinzustand der Tiere wich der Ernüchterung.

Neben den Giardien wurden bei zahlreichen Tieren zusätzlich Trichomonaden festgestellt. Diese werden meist über den Deckakt übertragen, bzw. gegenseitiges „Hintern putzen" und können ähnlich wie Giardien Verursacher starker, langanhaltender Durchfälle sein. Ein weiteres Problemfeld waren Beeinträchtigungen vor allem der immungeschwächten Jungtiere durch Pilz.

Die Behandlung der Tiere ist langwierig und in vielen Fällen Voraussetzung für eine gefahrlose Kastration oder gar Impfung. Die Medikamente gehören aufgrund ihres bitteren Geschmacks keinesfalls zu den Lieblingsspeisen der Katzen und werden daher unter Mobilisierung der letzten Kraftreserven zu verweigern versucht.

Dieser Fall zeigt uns wieder deutlich, dass es nie zu früh ist für Hilfe jedweder Art. Trotz scheinbar unverfänglicher Zustände haben wir es hier mit einer Kombination aus Erkrankungen zu tun, die den Tieren großen Schaden zufügen kann und unsere Pflegestellen (...sowie den Geldbeutel der MCH) massiv strapaziert, zumal Fälle dieser Art sich leider häufen.

Wir möchten daher nochmal eindringlich appellieren:
- An die Züchter: Handeln Sie frühzeitig, wenn Sie merken, dass sich Ihre Situation zuspitzt! Werden Sie aktiv, bevor die Tiere leiden müssen! Vielfach können wir im Vorfeld durch Unterstützungsmaßnahmen verhindern, dass es zu einer kompletten Zuchträumung kommen muss.
- An die Tierfreunde: Wenn Sie in einem Haushalt, einer Zucht oder einem Tierhandel Zustände entdecken, die nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sind, setzen Sie sich mit einem Ansprechpartner der MCH in Verbindung oder melden Sie Ihre Beobachtung gleich beim zuständigen Kreisveterinäramt.

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin durch Ihre Spende, egal wie klein diese vielleicht ist, damit wir auch künftig unser hohes Niveau bei der Behandlung und Betreuung der Katzen bis zu ihrer Vermittlung halten können. Vielen Dank!

Norbert Steins