Kater Krümel - PLZ 41564 - noch keine Vermittlung

kruemel

Geb.-Datum: 20.03.2019
Geschlecht: (noch) unkastrierter Kater
Farbe: black-tabby
Kennzeichnung:  
Wesen:  
Gesundheit: schwer krank (Darmstenose)
Haltung: reine Wohnungshaltung, gerne mit ges. Balkon/Garten
eingestellt am:  31.05.2019

 

Update 13.06.2019: Krümel will leben!

Wie berichtet haben wir den kleinen Krümel am 11.6.2019 in der Universitäts-Tierklinik Gießen vorgestellt. Da eine Endoskopie des Darms nicht möglich war, wurde er stationär aufgenommen und noch etwas umfassender untersucht, bevor am 12.6. unter Narkose ein feiner Schlauch mit einem Ballon über den After eingeführt wurde, über den die Engstelle (kurz vor dem Schließmuskel) vorsichtig aufgedehnt wurde. Nachdem dies gelungen war, wurde dies mit einem größeren Ballon wiederholt, der bis auf einen Durchmesser von knapp 2cm aufgeblasen wurde, um die Engstelle nachhaltig zu beseitigen. Dies gelang hervorragend und viel besser als erwartet, sodass jetzt zumindest keine mechanische Behinderung des Kotabsatzes mehr besteht. Wir hoffen sehr, dass sich auch wieder eine gesunde Darm-Peristaltik (Bewegung des Darms) einstellt und dass der Schließmuskel nicht nachhaltig geschädigt ist. All das wird sich aber im Zuge des weiteren Heilungsprozesses herausstellen, den wir abwarten müssen.

Was aber klar ist: Krümel hat die nochmalige Narkose sowie den Eingriff super überstanden, frisst und spielt wieder und rockt die Bude. Er ist so gut drauf, dass er bereits morgen (Freitag, den 14.6.2019) wieder zurück zu seiner Pflegefamilie darf. Darüber sind wir alle super glücklich und fühlen uns in unserer Entscheidung bestärkt, Krümel diese Chance gegeben zu haben. Uns wurde ja in den letzten 14 Tagen immer wieder nahegelegt, den kleinen Kerl einschläfern zu lassen, denn die Prognose sei extrem schlecht, ein chronisch krankes und möglicherweise dauerhaft inkontinentes Tier sei nie vermittelbar, und die Behandlung und Versorgung seien unverhältnismäßig teuer. Diesen sachlichen Argumenten konnten und können wir nichts entgegensetzen, denn sie entsprechen ja der Realität.

Trotzdem haben wir gemeinsam entschieden, für Krümel zu kämpfen und haben der Euthanasie nicht zugestimmt. Ganz einfach, weil uns ein durchweg gut gelaunter, quirliger, schmusiger und unfassbar kesser kleiner Kerl begegnet(e), der eine unglaubliche Lebensenergie ausstrahlt(e). Wir wollten uns nicht vorwerfen müssen, dass wir ihm die Chance auf ein schönes Katzenleben verschlossen haben.

Natürlich wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht, ob alles gut ausgehen wird. Es können noch zusätzliche Komplikationen auftreten, und Krümels Zustand kann – auch nach einer längeren Phase der Heilung - so massiv beeinträchtigt sein, dass man von einer geringen Lebensqualität ausgehen muss. Ein extrem leidendes Tier würden wir nicht weiterleben lassen, denn das könnten wir nicht mit dem Tierschutzgedanken vereinbaren.
Aber momentan sieht es nicht danach aus, und wir sind guter Hoffnung, dass Krümel auf einem richtig guten Weg ist.

Dass die bisherigen stationären Behandlungen und die Eingriffe ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen haben, ist nachvollziehbar. Aktuell liegen wir – vorsichtig geschätzt – bei über 1500 €. Und auch die weitere Versorgung wird kostenintensiv sein. Wir können also jeden Cent gebrauchen.
https://maine-coon-hilfe.de/de/ihre-hilfe/spenden

Aufgrund der unklaren Prognose haben wir allerdings folgende Bitte: Spenden sollten (noch) nicht zweckgebunden erfolgen, damit sie auch anderen Notfellchen zugutekommen können, falls es für Krümel doch nicht gut ausgehen sollte. Aus diesem Grund suchen wir auch noch keine Paten für ihn.

Drückt bitte weiterhin die Daumen und Pfoten für den kleinen Kämpfer. Wir werden berichten. Vielen Dank.

01.06.2019:

Wir wollen euch unser jüngstes MCH-Familienmitglied vorstellen. Krümel, gerade mal 9 1/2 Wochen alt, ist leider sehr krank. Er sollte eingeschläfert werden, weil er extremen Durchfall hatte und in der Folge drei Tage lang überhaupt keinen Kot mehr absetzen konnte. Am 31.5.2019 spätabends haben wir uns mit einer Tierschutzaktiven in der Klinik Duisburg-Kaiserberg getroffen und die Formalien einer Übernahme vollzogen. Danach ging es gleich in die Notversogung des Kleinen.
 
Krümel hat eine angeborene Stenose des Afters, also eine Engstelle. Sein Enddarm ist hochgradig entzündet und geschwollen, die Darm-Mobilität ist eingeschränkt bis nicht mehr vorhanden. Weil er seit Tagen seinen Kot nicht abgesetzt hatte, war der Darm mit riesigen Mengen Kot gefüllt und nahm einen Großteil des Bauchraums ein. Als Erstmaßnahme wurde durch Einläufe ein Teil des Kots gelöst und entfernt. Das war sehr schmerzhaft für den kleinen Mann. Am Tag darauf wurde er deshalb stationär in der Klinik aufgenommen, er bekam Infusionen und wurde in Narkose gelegt, um den Darm erneut zu spülen und den Kot auszuräumen und dabei den After vorsichtig zu dehnen. Dies wurde am Sonntag wiederholt, sodass Krümel weiterhin stationär behandelt wird.
 
Wir hoffen alle, dass die derzeitige Therapie mit dem Leeren des Darms und dem vorsichtigen Weiten des Afters funktioniert und dass unser Jüngster bald aus der stationären Behandlung entlassen werden kann. Danach wird er in eine Pflegestelle umziehen, und wir wollen eine Zweitmeinung von einer Spezialistin einholen. Im Moment sieht es jedoch so aus, dass sein Kot durch Nahrungsergänzungen so dünn wie möglich gehalten werden muss. Die Pflegestelle benötigt also ein großes Maß an Leidensfähigkeit, Geduld und Putzmittel - zusammen mit einer gehörigen Portion Fachwissen. Durch den ständigen Durchfall besteht leider auch die Gefahr, dass Krümel nicht die nötigen Nährstoffe aufnehmen kann, die er jetzt in seiner Wachstumsphase ja gerade besonders dringend benötigt. Alles in allem steht es also nicht so besonders gut um unserem Krümel, doch wir wollen positiv bleiben. Drückt ihm bitte alle Daumen die ihr habt!

Wir werden natürlich weiter berichten.

  • kruemel
  • kruemel_2

Update 04.06.2019:  Der kleine Kerl war ja am 1.6.2019 stationär aufgenommen worden, da er immer noch keinen Kot absetzten konnte. Deswegen wurde zweimal unter Narkose der Darm gespült und ausgeräumt, er bekam Infusionen und wurde überwacht.

Glücklicherweise hat Krümel diese Prozeduren gut überstanden, sodass er am 3.6.2019 entlassen und auf seine Pflegestelle umziehen konnte. Hier wurde er erst einmal gebadet, dann durfte sich der kleine Schatz erst einmal ausruhen und den Bauch vollschlagen. Nachdem er eine Runde geschlafen hatte, rockte er sein Pflegie-Zimmer und musste ausführlich beschäftigt und gekuschelt werden. Das fand er echt super, wie er mit lautem Schnurren signalisierte.

Am Dienstagmittag zauberte er ein breites Grinsen in das Gesicht seines Pflegefrauchens, denn er hatte selbstständig eine kleine Menge Kot abgesetzt. Natürlich ist das noch kein Grund zur Entwarnung, zumal die behandelnden Tierärzte von einer „vorsichtigen Prognose“ sprechen. 

Das bedeutet: Krümel braucht weiterhin viele gedrückte Daumen und Pfötchen.

Am Donnerstag steht die Nachkontrolle in der Klinik an.

Update: 06.06.19: Nachdem Krümel weiterhin nur minimal Kot absetzen konnte, haben wir ihn noch einmal in Tierklinik Duisburg-Kaiserberg vorgestellt. Dort ließen wir uns von einer der leitenden Tierärztinnen beraten, die das Pflegefrauchen einfach mal spontan vor Ort abgefangen hatte. Wir wurden noch einmal über die recht schlechte Prognose aufgeklärt, und es wurden in groben Zügen die Operationsmethoden erläutert, die eventuell möglich wären. Allerdings wurde uns noch kein konkreter Termin avisiert, sondern erst einmal ein Medikament erläutert, das die Darm-Motorik anregen soll. Anschließend wurde noch einmal der Darm ausgeräumt, und Krümel legte auf dem Rückweg zu seiner Pflegefamilie noch ein schönes Würstchen in die Box. Bei 40 Minuten Rückfahrt im Auto ein echter Traum. :-))
Wir haben uns daraufhin noch mal die Köpfe heiß geredet und uns umgehört und sind zu dem Entschluss gekommen, Krümel in Tierklinik Giessen vorzustellen. Hier warten wir noch auf den Rückruf.

Krümel ist weiterhin aktiv und gut gelaunt. Drückt weiterhin die Daumen.

  • kruemel_3
  • kruemel_4
  • kruemel_5

Update: 08.06.19: Zuerst einmal eine Erfolgsmeldung: Heute Morgen wurden zwei schöne Würstchen im Katzenklo entdeckt. Die Anpassung der Medikation sowie die erste Weitung des Rektums scheinen etwas bewirkt zu haben. 

Trotzdem bleibt immer noch abzuklären, was mit Krümel genau los ist und wie ihm am besten geholfen werden kann. Die Tierklinik Duisburg Kaiserberg hat erste Ideen präsentiert, aber wir haben uns entschieden, eine Zweitmeinung einzuholen. Also wurde fleißig telefoniert, es wurden Emails geschrieben und Befunde versandt. Und diese Bemühungen waren erfolgreich: Am Dienstag um 10 Uhr hat Krümel einen Termin in der Uni-Tierklinik Gießen. Geplant sind Röntgen sowie Ultraschall sowie eine anschließende Endoskopie des Darms, um die Situation genauer beurteilen und Engstellen von innen heraus weiten zu können. 

Drückt weiterhin die Daumen für den süßen und lebenslustigen Kerl. Wir werden berichten.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Seid bitte nicht irritiert oder verärgert, wenn wir bislang nicht auf eure Kommentare reagiert haben. Ihr habt ja Austausch angeboten, Tierärzte, Kliniken und Futter empfohlen. Wir freuen uns total, dass ihr helfen und unterstützen wollt.

Für uns ist allerdings derzeit die präzise Diagnose vorrangig. Wenn wir genau wissen, was Krümel fehlt, werden wir super gerne in Austausch treten. Denn schließlich hat Schwarmwissen schon oft richtig viel gebracht. 

Habt also noch etwas Geduld. Vielen Dank!

  • Kruemel_6

Update 11.06.19: Krümel wurde heute in der Tierklinik Gießen stationär aufgenommen. Eine Endoskopie ist leider nicht möglich, da das Rektum viel zu eng ist.

Es wird eine Erweiterung mit Ballon-Katheter versucht. Dabei besteht die Gefahr, dass die bestehende teilweise Inkontinenz zu einer dauerhaften, schweren Inkontinenz wird, da es sein kann, dass der Schließmuskel endgültig zerstört wird.

Dies wird sich erst im Laufe der nächsten Wochen zeigen. Auch, inwieweit die Inkontinenz zu managen ist.

  • kruemel_7

Update 16.06.2019:  Krümel ist am Freitag gut in seiner Pflegestelle angekommen, nachdem er die lange Fahrt ohne Meckern überstanden hatte. Als er sich nach seiner Ankunft kurz umgeschaut hatte, stellte er sein Schwänzchen auf und hopste erfreut los. Anschließend gönnte er sich eine ausgiebige Mahlzeit und schlief dann mit einem Kitten-Kugelbauch glücklich ein. Wenn man ihn so anschaut, denkt man gar nicht an seine großen gesundheitlichen Probleme und die Sorgen, die er uns bereitet hat (und noch bereitet). Er frisst hervorragend, sein Fell glänzt, die Augen leuchten, und er tobt, spielt und schmust wie alle anderen Katzenkinder. Krümels Kotabsatz funktioniert zuverlässig, allerdings nicht gesteuert. Das bedeutet, er verliert Kot, oder die Würstchen ragen aus seinem After heraus und müssen vorsichtig entfernt werden. Das findet er übrigens extrem doof, und es scheint ihm auch weh zu tun, was er mit lautem Protestgeschrei kund tut.  Trotzdem sind wir super zufrieden mit der Entwicklung und hoffen, dass sich hinsichtlich der Kontrolle der Ausscheidungen noch etwas tut. In sechs Wochen steht die Nachuntersuchung in Gießen an. Drückt weiterhin die Daumen. 

Wir bedanken uns im Namen von Krümel und der anderen Notfellchen für die Spenden und eure Anteilnahme. Das tut gut und motiviert uns sehr. 

  • kruemel_8
  • kruemel_9