
Jetzt stellen wir euch endlich mal Sorgenmiez Ruby (ehemals Kimberly) vor. Eine wunderschöne, fünfjährige Kätzin mit massiven Problemen im Bewegungsapparat, die im Alter von 4 Jahren im März 2025 in eine unserer Pflegestellen kam.
Die ersten Auffälligkeiten wurden wohl schon im Alter von einem Jahr diagnostiziert. Seit sie drei Jahre alt ist hat sie immer wieder Schmerzmittel bekommen, aber die dringend notwendige OP wurde nie durchgeführt. Als ihre ehemalige Besitzerin vor einem Jahr um Hilfe gebeten hat, konnte sie sich kaum noch bewegen. Sogar auf die Toilette wurde sie meist getragen.
Update im Mai 2026:
Nachdem trotz etlichen TA-Besuchen, verschiedenen Medikamenten und Physiotherapie das Gangbild von Ruby um keinen Deut besser wurde, wurde sie in Dettelbach beim Neurologen Dr. Rentmeister vorgestellt, um eine neurologische Ursache auszuschließen. Ruby kam ins CT und wurde genau untersucht. Es liegen keine Hinweise auf einen neurologischen Hintergrund vor. Das war die gute Nachricht.
Kurz darauf besuchten wir wieder unseren Chirurgen, um das CT und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Zu dem Zeitpunkt war Ruby bereits länger ohne Medikamente und konnte weder auf ihren Aussichtsplatz klettern, noch alleine die Toilette besuchen – ihr Pflegefrauchen musste sie heben und tragen.
Eine erneute gründliche, orthopädische Untersuchung ergab, dass sich trotz aller Behandlungen und Bemühungen keinerlei Verbesserung an Bändern und Muskeln der Hinterbeine ergeben hat und beide Achillessehnen noch mehr ausgeleiert sind, als vorher. Im Moment ist die einzige Option, die wir haben eine Verkürzung der Sehnen, was natürlich wieder sehr viel Geld kostet. Aber (und das ist ein großes Aber) werden die Sehnen die Belastung tragen können, zumal ja die Hinterbeinmuskulatur so gut wie nicht vorhanden ist?
Wir haben sie nach Ankunft unserem „Chirurgen mit den goldenen Händen“ Dr. Eisele vorgestellt und haben sehr schnell einen OP Termin bekommen bei dem beide Knie auf einmal operiert wurden. Hochgradige Patellaluxation. Auf der einen Seite war die Kniescheibe dauerhaft luxiert, also ausgerenkt. Wenn sie mal ein paar Schritte gelaufen ist, war sie hinten unheimlich wackelig und lief komplett durchtrittig (nicht auf den Zehen wie normalerweise, sondern auf der kompletten Sohle). Die Bänder sind extrem ausgeleiert, das Bindegewebe beschädigt und sie hat in den Beinen kaum noch Muskulatur.
Inzwischen sind die Fäden gezogen und sie hat Anabolika zum Muskelaufbau gespritzt bekommen. Der Muskelaufbau wird lange dauern. Die Bänder werden hoffentlich noch deutlich besser, aber nie mehr so wie sie sein sollten. Die Hüfte ist auch nicht wirklich schön. Warten wir mal ab ob sich das bessert, wenn die Muskulatur wieder mitspielt.
Ruby ist eine wahnsinnig liebe, sanftmütige und unglaublich geduldige Katze. Sie hat bis jetzt alle Tierarztbesuche und Behandlungen tapfer ertragen. Nachdem Anabolika und Kortison keine deutliche Besserung gebracht haben, steht nun bald ein CT der Wirbelsäule an. Wir hoffen sehr, dass es eine Lösung für die süße Miez gibt. Wir werden berichten.
Auf YouTube findet ihr 2 Videos wie Ruby läuft und Ruby spielt.
Für Ruby freuen wir uns über jede Spende, um die kommende(n) Behandlung(en) finanzieren zu können.
An dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön an Alexander L., ohne dessen Spende das CT nicht möglich gewesen wäre.





