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Da sich bei dem ersten Kontakt mit dem Anbieter herausstellte, dass die 40€ wichtiger waren als das Wohl der Tiere (denn nach den Haltungsbedingungen wurde nicht einmal gefragt), schaute eine unserer Aktiven in ihre Geldbörse und bot die sofortige Abholung an. Natürlich mit Übernahmevertrag. Glücklicherweise wurde dieses Vorgehen akzeptiert, sodass der Göttergatte, der gerade seinen Mittagsschlaf hielt, aus dem Bett geschmissen wurde und als Begleitschutz mitgenommen wurde. Nach dem Nachrichten-Stil der Verkäufer erschien das sinnvoll. Die Übergabe sowie die Unterschrift unter dem Vertrag erfolgte dann am Auto, nachdem die Verkäufer die mitgebrachten Transportboxen „befüllt“ hatten. Die Rückfahrt dauerte eine Stunde und erforderte eine intensive Belüftung des Autos, da die Kater einen extremen Haschisch-Geruch ausdünsteten.

Auf der Pflegestelle angekommen, wurde ein erster gesundheitlicher Check vorgenommen. Das Erfreuliche: Beide sahen nicht so schlimm aus wie auf den Fotos. Und sie sind ausgesprochen freundlich. Leider war schon auf dem ersten Blick klar, dass eine umfassende Zahnsanierung (natürlich mit Dentalröntgen) ansteht. Der Pflegezustand sowie der Impfstatus (in dem einzigen Impfausweis war eine Erinnerung für 2009) ist definitiv optimierungsbedürftig.

Im Rahmen des ersten Kennenlernens wurden die Kater auf Waldorf und Statler getauft. Für die jüngeren Leser*innen: Das sind die Opas aus der Muppet-Show.

Bei Statler fiel sofort auf, dass er extrem oft und teilweise vergeblich das Katzenklo aufsuchte. Der nächstmögliche Tierarzttermin am 09.07.2020 zeigte die tatsächlichen Befunde und Baustellen.

Waldorf (geb. 2008, chocolate): Extreme Zahnschädigung, viele Zähne fehlen, die meisten anderen weisen sichtbare Defekte auf. Sehr viel Zahnstein. Ein Tränenkanal ist nicht durchgängig. Ansonsten ist der Zustand aber absolut okay. Auch das Blutbild.

Statler (geb. 2010, cream): Extreme Zahnschädigung, viele Zähne fehlen, die meisten anderen weisen sichtbare Defekte auf. Sehr viel Zahnstein. Beide Tränenkanäle sind nicht durchgängig. Pankreatitis. Massives Herzgeräusch, das vor der Zahnsanierung erst einmal kardiologisch abgeklärt werden muss. Im Rahmen der Ultraschalluntersuchung wurde dann auch deutlich, warum der Urinabsatz kaum noch möglich war. Viele Blasensteine verhinderten den Abfluss. Also legten Tierärztin, TFA und Pflegestelle ihre Pläne für den Feierabend ad acta, um eine umfassende Blasenspülung zu starten. Sehr viele Steine konnten auf diesem Wege entfernt werden und sind zur weiteren Untersuchung ins Labor gegangen. Glücklicherweise hat Statler die Kurznarkose unbeschadet überstanden. Jetzt kann er auch wieder problemlos Urin absetzen. 

Wir sind sehr erleichtert, dass Waldorf und Statler in sicherer Obhut sind. Wären sie über das Verkaufsportal in unerfahrene Hände gelangt, hätte das für Statler böse enden können.

Wie es mit den beiden weiter geht, könnt ihr hier nachlesen:

https://maine-coon-hilfe.de/de/katzen/unsere-notfellchen/1422-statler-waldorf