Tagebuch

Bericht über unsere Tätigkeiten oder: Was die MCH so tut...

(außer jeden Tag viele Stunden zu telefonieren, die Leute aufzuklären, Ernährungs- und Erziehungstipps zu geben, bei der Zusammenführung von alten und neuen Katzen die Leute moralisch zu unterstützen, Katzen von A nach B zu bringen, Katzen aufzunehmen und abzugeben, stundenlang beim Tierarzt zu sitzen, Mitglieder zu verwalten, TA-Rechnungen zu bezahlen, die HP auf einem aktuellen Stand zu halten, Menschen zu trösten, die ihr geliebtes Tier verloren haben, und, und, und...)

 

März 2017

Wir übernehmen Kater Piccolino, weil die Besitzer mit seiner Behandlung und einer anstehenden Ohren-OP (auch finanziell) überfordert sind. Der wunderschöne Pico hat aufgrund einer schon länger bestehenden Ohrenentzündung ein verkrüppeltes Ohr, ein entzündetes und stark tränendes Auge und furchtbare Zahnruinen im Maul. Wir entschließen uns, als erstes die Zähne zu machen und in der Narkose die dreckigen Ohren genauer unter die Lupe zu nehmen und zu spülen. Leider hat Pico auch eine Blutgerinnungsstörung und die Wunden im Zahnfleisch hören die ganze Nacht nicht auf zu bluten. Er verliert so viel Blut, dass er am Morgen nach der Zahn-OP eine Bluttransfusion braucht, für die - mal wieder - Blutspender Brösel herhalten muss.

Dezember 2016

Den Stammtisch der Münchner MCHler nutzen Petra Büttner und PS Elli Schmitz für die Übergabe eines Katers, der aus der Nähe von Mainz kommt und nach Berchtesgaden in die Pflegestelle soll. Filou ist ein sogenannter "Stresskratzer" und kratzt sich unter Stress, den er reichlich mit dem anderen Kater des Hauses hat, Kopf und Hals blutig.

Kater Chaos kommt in die Pflegestelle von Nicole in Wesel und verbreitet überhaupt kein Chaos, sondern ist ein recht angenehmer Pflegling. Und schnell vermittelt.

November 2016

Der November steht ganz im Zeichen des Auszugs. Nämlich der Zuchtauflösungskatzen vom September. Schlag auf Schlag laufen nun die Vorkontrollen und die neuen Besitzer holen ihre Babys ab.
"Die Fs" kommen in die PS Metzinger. Findus und Fijodor sind 2 junge, unkomplizierte Kater, die nur ein bisschen unausgelastet, aber schnell vermittelt sind. Dachten wir.

Am 12.11.2016 findet das 2. MCH-Treffen in Franken statt und wieder einmal ist es ein wunderschöner Tag unter Freunden.

Oktober 2016

Am 02.10.2016 übernehmen wir 2 Kater aus der Nähe von Schweinfurt, Umit und Yoda. Yoda ist fit und unkompliziert, bei Umit sieht die Sache schon etwas anders aus. Er ist sehr krank, hat multiple Organschäden, bereits 2 Darminvaginationen hinter sich und wird nicht mehr vermittelt. Er bleibt in der PS bei Petra Büttner bis er diese Welt für immer verlässt.

Am 15.10. ist MCH-Treffen am Niederrhein bei Familie Steins. Es wird ein langer Abend mit tollen Gesprächen und eine kurze Nacht, bis es Sonntag Morgen wieder Richtung Süden geht - mit dem Patella-Toni im Gepäck. Am nächsten Tag wird Toni unserem Chirurgen vorgestellt und eine Woche später operiert.

September 2016

Kaum sind die Familien Nesshöver und Büttner wieder aus dem Schottland-Urlaub zurück, stehen 37 Katzen aus einer Zuchtauflösung in Paderborn auf der Matte. Für Kater Axl Rose kam unsere Hilfe zu spät, trotz Notfalleinlieferung in die Tierklinik und 2 Wochen voller vergeblicher Versuche, ihn zu stabilisieren, stirbt er am 11.10.2016 an seinem kapitalen Herzfehler. Die Schwestern Faith und Flame bringen am 03.10. und 12.11. in den Pflegestellen ihre Babys zur Welt. Alle Katzen sind sehr lieb, recht zutraulich und bildschön und finden schnell ihre neuen Familien.

August 2016

Wir übernehmen 2 Perserkatzen aus Privathaltung. Perser sind zwar nicht unbedingt "unser Fall", aber Lilifee und Keksi stammen aus "Volierenhaltung" und brauchen dringend ein neues Zuhause. Richtig gelesen, Volierenhaltung. Zusammen mit einem dritten Perserkater (der privat vermittelt wurde) "leben" sie tagsüber in einem Käfig (BHT: 100/80/180 cm) auf der Terrasse, die Nächte dürfen sie im Keller verbringen. Der Abgabegrund ist die Unsauberkeit von Lilifee. Wenn man weiß, wie sensibel die Perser sind, braucht man sich darüber nicht wundern. Petra Büttner übernimmt die beiden Katzen und übergibt sie an Petra Fröhlich, die die 2 Knautschgesichter in Pflege nimmt. In der halben Stunde, die Lilifee und Keksi in Petra B.s Katzenzimmer verbingen, fallen Unmengen an Dreck, Sand, Flöhen und toten Kellerasseln aus dem langen Fell. Nach dem üblichen Tierarzt-Check mit Impfung, Blutbild und Chippen, einem Bad und einer gründlichen Parasiten-Behandlung finden die Flauschis relativ schnell ein neues Zuhause bei Martina in der Nähe von Rosenheim. Ohne Voliere.

Außerdem kommen Husky, Maisy und Merlin in unsere PS Pfisterer. Die 3 Katzen werden wegen Krankheit mit längeren Klinikaufenthalten abgegeben. Alle 3 können, obwohl die Coons Husky und Maisy nicht mehr die jüngsten sind, relativ schnell vermittelt werden. Allerdings kommt Maisy "mit leichtem Schnupfen" zurück und wird uns und mehrere Tierärzte und -kliniken monatelang auf Trab halten.

Juni 2016

Am 04.06. ist unser 1. MCH-Treffen in 2016 mit alten und neuen Gesichtern. Die Bandbreite der Wettervorhersagen ging von vereinzelten Schauern über Starkregen bis hin zur Unwetterwarnung. Aber wir hatten großes Glück und es fielen aus einem dramatisch bewölkten Himmel nur nachmittags ein paar Tröpflein und wir konnten bis spät nachts draußen sitzen.

Das Wochenende 25./26.06 stand ganz im Zeichen der Weiterbildung. Carmen Schell (Cattalk) hielt 2 Tagesseminare zu den Themen "Second-Hand-Katze" und "Katzensenioren". Carmen hat die beiden Tage sehr locker und unheimlich sympathisch moderiert und dabei immer das Publikum mit eingebunden. Wir hatten nie das Gefühl, dass da eine Referentin spricht, sondern eher das Gefühl einer Unterhaltung, eines Austausches unter Gleichgesinnten. Tolle Sache - Carmen, wir sehen uns wieder!

April 2016

Mit Diego und Püppi übernehmen wir aus einem Privathaushalt zwei supernette und verschmuste Katzen, beide jeweils mit einem "kleinen Mangel", aber sooo nett.

Die "schizophrene" Laila Krueger ist da ein ganz anderes Kaliber... Hopp oder topp, übernehmen oder einschläfern, Leben oder Tod. Wir haben uns für "hopp, leben, übernehmen" entschieden und Laila dankt es uns von Herzen. Die ganze Geschichte findet ihr auf ihrer Seite.

Januar/Februar 2016

Mit Tatzillo bekommen wir einen super verschmusten, roten Kater mit einem riesigen Polyp im Ohr. Dieser wird in einer langwierigen und komplizierten OP operativ entfernt. Über den Zeitraum von 1 Woche muss die Wunde täglich gesäubert und gespült werden, aber Tatzillo ist einfach ein Schatz und lässt alles sehr geduldig über sich ergehen.

Am 24.02. ist der große Kontrolltermin für Bärchen in Gießen. Die umfangreichen Untersuchungen fallen alle positiv aus und "der Quietsch" wird als geheilt entlassen. Am 16.04.2016 wird er zusammen mit seinem Kumpel Gustl ins neue Zuhause umziehen.

Dezember 2015

Die PS Bocholt übernimmt von einem befreundeten Verein Abby und Fine, da dort aktuell keine geeigneten Pflegeplätze zur Verfügung standen. Die Tiere waren zeitweise völlig unterversorgt, unsauber und folglich fast dehydriert. Eine der beiden Katzen litt an extremer Fettleber und wurde zeitweise zwangsernährt. Die Leber konnte jedoch in mühevoller Kleinarbeit der behandelnden Tierärzte und der Pflegestelle sowie viel Überredungskünsten in Hinblick auf die Erforderlichkeit der Nahrungszufuhr sowie einzelnen Hand-Fütterungen wieder vollständig hergestellt werden. Bei beiden waren nach Übernahme durch den Tierschutz umfangreiche Zahnsanierungen erforderlich.
Da die beiden Katzen nicht unbedingt gute Freunde waren, wurden sie schließlich getrennt vermittelt und wohnen jetzt in glücklichen Familien.

November 2015

Das 2. MCH-Treffen findet statt, in recht kleinem Kreis, da viele Leute wegen Krankheit ausfallen.

Oktober 2015

Mitte Oktober übernehmen wir 2 Coon-Geschwister (Bonny + Clyde), weil die Besitzerin überraschend verstorben ist. Zusammen mit ihnen kommt einer der charmanstesten EKHs, die wir je kennengelernt haben: Nino. Ein in sich ruhender, sehr souveräner, grauer Kater mit wahnsinnig viel Charme und - "dank" seines Knickohres - recht verwegenem Aussehen.

Am 23. muss Bärchen in die Uniklinik Gießen einrücken und es folgen 10 Tage Hoffen und Bangen. Aber er übersteht die große, komplizierte OP und ist überglücklich, als er am 05.11. wieder heimischen Boden betritt.

August/September 2015

Der August ist Urlaubszeit und so ist es auch bei uns recht ruhig und außer der Jahreshauptversammlung am 15.08. passiert nicht viel. Und so können die Fam. Neßhöver und Büttner relativ unbeschwert 1 Woche Auszeit in Kroatien nehmen (ohne den befürchteten Super-GAU "Zuchtauflösung").

Juli 2015

Bei den Ebay-Kleinanzeigen wird ein 12 Wochen alter Coon-Kater zu verschenken angeboten, weil er einen angeborenen Leberdefekt hat und die Besitzer sich die teure OP nicht leisten können. Wir treten mit den Leuten in Kontakt und übernehmen am 13.07. unser Bärchen. Zu dem Zeitpunkt wissen wir noch nicht recht, was genau wir uns da "angetan" haben. Wir wissen noch nicht, dass uns dieser kleine Unfug große Sorgen und schlaflose Nächte bereiten wird und wir sage und schreibe 3.700 Euro in sein Leben investieren werden.

Juni 2015

Christine Hauschild besucht uns wieder in Spardorf und hält Seminare zu den Themen "Zusammenführungen" und "Clicker-Training". Wie immer sehr kurzweilig, interessant und spannend.

Mai 2015

MCH-Treffen!! Wieder mal ein toller Tag mit tollen Leuten und tollen Gesprächen. Zum Glück wissen wir an dem Tag noch nicht, welches Leid uns die kommende Woche bringen sollte...

Am 11.05. bringt Imara, eine der Coomalis ein Einzelkind zur Welt, das nur wenige Stunden lebte und dann einfach starb. Am selben Tag wirft Jala, Imaras Tochter, 5 Babys. Wohlgenährt und augenscheinlich gesund. Sie kümmert sich rührend um die Kleinen, säugt und versorgt sie vorbildlich, obwohl sie im Alter von 1 Jahr noch eine recht junge Mutter ist. Nacheinander sterben 4 Babys "einfach so", trotz mütterlicher Fürsorge und menschlicher Unterstützung. Petra Büttner nimmt Kisha ("die Hoffnung"), das letzte noch lebende Baby, das Mutter Jala schon "aussortiert" hat und sich nicht mehr darum kümmert, unter ihre Fittiche (bzw. in den BH), um mit medizinischer Versorgung und Handfütterung das kleine Ding irgendwie durchzubringen. Aber alles machen und tun hilft nichts. Am 16.05. verlässt uns auch dieses Seelchen. Die pathologische Untersuchung ergibt zahlreiche, angeborene Organschäden. So viel Leid und Schmerz...

In der Pflegestelle von Monika im Schwäbischen schlagen Mutter Luna (Perser-Coon) und ihre 6, zu dem Zeitpunkt gerade eine Woche alten, Babys auf. Die kleine Familie konnte beim Umzug nicht mitgenommen werden und so landete sie bei uns. Zum Glück sind es diesmal völlig gesunde, proppere Kitten, die völlig problemlos aufwachsen.

April 2015

Unsere Pflegestelle Alpen fuhr mangels Führerschein der Besitzerin 90 km, um zwei Katzen abzuholen. Routine. Was wir wussten war, dass die Tiere Pilz haben, die Besitzerin des Problems aber nicht Herr wurde. Das ist verständlich und nachvollziehbar, denn die wirksame Bekämpfung von Microsporum Canis bedarf schon einigen Wissens und Erfahrung. Diese, so stellte sich heraus, war bei der Besitzerin durchaus vorhanden. Jedoch wurde die Behandlung dermaßen übertrieben, dass die Katzen kein Pilz- sondern ein Vergiftungsproblem hatten. So wurden sie monatelang mit völlig überdosierten Schwefelbädern behandelt – und das, obwohl gleich 2 Nachweise negativ waren. Schließlich war der Kater nahezu nackt und hatte ständig helle Krümel im Fell. Dass die starken Medikamente, die Einwirkung von Ozon und die Schwefelbäder nicht gesund sein können und neben Fellausfall, Juckreiz und starker Schuppenbildung auch innere Krankheiten auslösen können, war der Besitzerin nicht in den Sinn gekommen.

Wir badeten beide Katzen zu Hause erst mal ordentlich. Dennoch roch es noch tagelang nach Schwefel. Als die Tiere das erste Mal durch das Fenstergitter frische Luft atmeten, blühten sie auf, als seien sie nach monatelanger Kerkerhaft entlassen worden. Sie wurden mehrere Monate gepäppelt und umsorgt, schließlich geimpft und dann auf eine andere Pflegestelle umgesetzt, wo vor allem der Kater im Kreise der Familie sein völlig verstörtes Menschenbild wieder aufgepäppelt wurde. Dort blieben sie 1 Jahr, bis sie endlich das passende Zuhause fanden.

März 2015

Ende März kommt ein Knaller in Form von 7 Coon-Somali-Mixen, unseren Coomalis. Wie so oft, wollte man "EINMAL Babys haben" und legt sich dafür 2 Coon-Mixe und 2 Somalis zu. Wie den meisten Leuten bekannt sein sollte, halten sich rollige Katzen und potente Kater selten an das, was der Mensch so plant und es kommt wie es kommen muss: Die Katzen werden zu viel. Mensch muss arbeiten, ist aber zu bequem zum pendeln und so sind die Katzen über Monate allein in einer Wohnung und es kommt nur ab und zu jemand vorbei, um zu füttern und die Klos sauber zu machen. Der jüngste Wurf wächst fast vollkommen ohne Menschen und Sozialisierung auf und dementsprechend scheu und ängstlich sind die Katzen. Die letzten beiden werden erst im April 2016 vermittelt.

Februar 2015

Bereits im Dezember und Januar sind einige unserer "Champignon-Katzen" ausgezogen und im Februar verlassen uns nun die letzten 4, natürlich nicht ohne die schriftliche Nachricht aus dem Labor: Pilz negativ!!

Weil die Besitzerin ins Pflegeheim musste, übernehmen wir aus Bayreuth zwei Coon-Geschwister im gesegneten Alter von knapp 18 Jahren. Oma Mimi müssen wir am 18.03. gehen lassen; sie hatte schon länger extrem schlechte Nierenwerte und dazu kam auch noch ein Milztumor. Wir beschließen, dem Opa Kati noch ein paar schöne Monate zu machen und ihn nicht mehr zu vermitteln. Niemand hätte gedacht, dass er auch seinen 19. Geburtstag feiert und das bei guter Gesundheit!

Wir übernehmen mal wieder einen Spezialfall in eine unserer Münchner PSn. Kätzin Nikita wird bei ebay verramscht, weil es die Leute leid sind, ihre ständigen Rotzflecken von Wand und Boden zu putzen. Sie verschluckt sich beim essen und das Futter kommt ihr teilweise wieder zur Nase raus. Dem zuständigen Tierarzt fällt nichts weiter ein, außer ihr halt nur Trockenfutter zu geben, weil das ja nicht so eine Schweinerei macht.

Nach kurzer Inaugenscheinnahme stellt sich heraus, dass die kleine weiße Kätzin an einer angeborenen Gaumenspalte leidet und sich deswegen ständig verschluckt und der ganze Nasen-Rachen-Raum extrem in Mitleidenschaft gezogen ist. Nikita kommt zur OP nach Erlangen, die Spalte wird geschlossen, alles verheilt prima, die PS versagt, Nikita heißt nun Daisy und bleibt für immer in München.

Memphis kommt aus einer Privatabgabe zu uns nach Alpen. Er stellt sich uns als gestresster, aber bildhübscher, ausdrucksstarker und äußerst liebenswürdiger Coon, blacktabby, gut 5 ½ Jahre vor. Sein Vorbesitzer erklärte uns, dass Memphis seit gut 1 Jahr immer wieder mehr oder weniger stark und unkontrolliert Urin verliere. Er legte uns Befunde gleich von 5 Tierärzten aus dem Köln/Bonner Raum vor, die belegten, das Memphis bereits eine Odyssee an unangenehmen Untersuchungen hinter sich hatte. Das hat den Vorbesitzer bereits knapp 4000 € gekostet, ohne dass eine Diagnose, geschweige denn eine Therapie oder gar Problemlösung gefunden wurde. Nun sei er finanziell schlicht am Ende, so der junge Mann.

Unsere Tierärztin bestätigt bei einer Untersuchung die bisherige Diagnose „spastische Überlaufreizblase". Da die Ursache sowohl rein urologisch, aber auch neurologisch begründet sein kann, entscheiden wir uns, Memphis zur weiteren Therapie der TiHo Hannover vorzustellen, wo unsere Unterlagen bereits vorab gesichtet wurden. So waren bei der Erstuntersuchung aus beiden Fachbereichen Spezialisten zugegen, die Memphis in Augenschein nahmen. Nach einem Untersuchungsmarathon machte das bisher nie durchgeführte Kontrastmittelröntgen das Problem offenbar: Die Harnröhre knickte quasi kurz hinter dem Penis in einem 90°-Winkel ab und verjüngte sich quasi zu einem Rinnsal.

In einer gut 2stündigen OP am Folgetag wurden als Ursache für diesen Knick nicht tumoröse Wucherungen unbekannter Genese festgestellt. Diese wurden beseitigt, die Harnröhre begradigt, gedehnt sowie der Penis amputiert. Die Blase hatte das letzte Jahr dauerhaft ungefähr das dreifache Volumen einer normalen Blase. Es bestand ein Dauerdruck, der für den Kater äußerst schmerzhaft gewesen sein muss. Natürlich war auch die Blasenmuskulatur gänzlich ungeübt. Daher wurde zunächst 5 Tage lang ein Kathetertraining in der Klinik durchgeführt und Memphis medikamentös eingestellt. Die OP verlief sehr erfolgreich, das Team der TiHo Hannover zeigte eine Gala-Show ihres Könnens und war selbst überrascht über diesen Erfolg, der in dieser Bandbreite nicht unbedingt prognostiziert worden war.

Mitten im Sturm „Niklas" fuhren wir am 1. April die 300 km nach Hannover und wieder zurück, um Memphis abzuholen. Er hat auch die postoperative Phase sowie diverse Nachuntersuchungen bestens überstanden. Zwar benötigt er sein Leben lang Medikamente, die die Blasenmuskulatur in ihrer Arbeit unterstützen, aber er lebt ansonsten ein äußerst glückliches Leben – und schläft jede Nacht zwischen seinen Doses auf dem Kopfkissen.

Januar 2015

Wir übernehmen mit Coon-Mix Sid (6) einen unserer schwierigsten Fälle. Abgabegrund ist "Aggressivität gegenüber dem Besitzer" (Kniebiss -> Notaufnahme) und da Sid sehr weit im Norden wohnt, kommt er zuerst in unsere PS in der Nähe von Bremen. Dort benimmt er sich sowas von daneben (schreit und pinkelt wie ein Wilder), dass wir ihn in unsere PS in Hannover umsetzen müssen, auch mit dem Gedanken, ihn dort der Tierärztlichen Hochschule vorzustellen.

Der Grund für sein extremes Verhalten war (zumindest für uns zu diesem Zeitpunkt), dass er zum einen nicht richtig kastriert und noch ein Hoden im Bauchraum war und zum anderen, dass man ihn jahrelang allein gehalten hat mit sehr wenig Menschenkontakt, weil die Menschen tagsüber in der Arbeit waren und Sid nachts im Hauswirtschaftsraum.

Er wird vermittelt und prügelt im neuen Zuhause die dort lebende Kätzin blutig. Sid zieht in unsere PS nach Schwaben. Dort vermöbelt er wahllos Hund und Katz - alles was nicht rechtzeitig wegkommt, ohne Ansage, ohne Grund. Er mischt die komplette Hunde- und Katzengruppe aber so auf, dass alle nur noch durch die Gegend schleichen und daher muss er noch einmal umziehen und kommt in unsere PS in der Fränkischen Schweiz, diesmal mit dem Hintergedanken, ihm dort Freigang zu gewähren. Wir arbeiten mit verschiedenen Katzenpsychologen an dem Problem (das sich mehr als ein Jahr hinziehen wird), setzen von Bachblüten bis Psychopharmaka alles ein, was der Markt hergibt.

Letztendlich haben wir trotz dieser wahnsinnigen Vorgeschichte doch einen Platz gefunden, der ihm (toitoitoi *klopf-auf-holz*) zusagt und dieser wunderschöne Kater Sid wohnt inzwischen bei Sabine in Rottweil.

November 2014

Die Katzengruppe in Spardorf laboriert immer noch an der Pilz-Infektion und trotz gründlicher Behandlung, ständigem "Ozonieren", Baden etc. ist der Test wieder positiv... Also fangen wir noch einmal von vorne an mit der Behandlung und die neuen Besitzer sitzen wie auf Kohlen und warten auf ihre Mäuse.

Am 22.11. ist wieder MCH-Treffen in Spardorf und wie immer vergeht der Tag viel zu schnell mit alten und neuen Gesichtern, vielen Unterhaltungen und natürlich jeder Menge Essen. Und schwuppdiwupp wars 4 Uhr früh...

Oktober 2014

Nachdem es ja schon einige MCH-Stammtische im Norddeutschen Bereich und auch im Münchner Land gibt, findet zum ersten Mal ein kleiner Stammtisch bei Regula im Tessin am Lago Maggiore statt. Und damit sich die Anfahrt auch rentiert, bleiben wir gleich übers Wochenende :-). Liebe Regula, herzlichen Dank für diese tollen Tage!

Kater Samson, der in einer PS in Bremen untergebracht ist, muss "verlegt" werden, weil er sich sehr Macho-haft aufführt und die heimischen Katzen jagt. Er macht sich also am 24.10. auf den weiten Weg zu Petra Büttner in die PS und wird nach einigen Tagen separater Haltung, bzw. mit Hundegitter im Katzenzimmer als allererstes von Pflegekätzin Kayleigh (die am 21.11. in ihr neues Zuhause ziehen wird) abgewatscht. Das scheint ihm seine Allüren gründlich ausgetrieben zu haben und er fügt sich relativ zwanglos in das gemischte Katzen- und Hunderudel ein. Seine Futtermittelunverträglichkeit macht uns noch etwas zu schaffen, aber auch das wird sich hoffentlich bald einpendeln.

September 2014

Anfang September erreicht unseren Stützpunkt in Alpen ein Anruf: "Könnt Ihr kurzfristig eine Mama mit 6 Kitten unterbringen?" Aufgrund einer eskalierten Familienstreitigkeit, deren Auswirkungen auch mehrere Kinder betraf, wollte die Besitzerin die Tiere vorübergehend bei uns unterbringen, bis sich die Lage entspannt habe. Nachdem wir uns die Geschichte hier vor Ort anhörten, war erkennbar, dass die Entspannung unter den gegebenen Umständen so schnell kaum eintreten würde. Nach der Einsicht gingen die Tiere gleich endgültig an den Verein.

So zogen hier Coon Bella (2 Jahre) mit ihren 6 Kurzhaar-Kitten Bounty, Peanut, Popcorn, Smartie, Sweety und Toffifee (* 29.07.14) ein. Die Kids waren das Ergebnis eines Techtelmechtels mit einer roten Hauskatze. Mama Bella war reichlich gestresst und etwas ausgemergelt, aber ansonsten wie auch ihre Kitten wohlauf und super gut sozialisiert.

Die Kids waren ein sehr agiler, verfressener und vor allem lautstarker Ameisenhaufen, der alle Beteiligten immer wieder in großes Erstaunen versetzte. Bella konnte einem als Mutter fast leidtun, aber sie nahm ihre Rolle großartig an und war eine harte, aber immer faire und liebenswürdige Mama, die aber auch unsere gelegentliche Unterstützung und Hilfe dankbar annahm.

Die Kids wurden später in Pärchen vermittelt. Mama Bella konnte gar zusammen mit Sweety und Toffifee in einen Haushalt umziehen und besitzt nun gar eine eigene Homepage!

August 2014

Kater Ragnar muss aus der Spardorfer PS ausziehen, weil er eine Pilzinfektion hat. Noch sind alle anderen Katzen symptomfrei, was sich aber noch ändern wird (und uns eine arbeitsreiche Pilz-Behandlungs-Zeit beschert). Ragnar zieht zu Petra Büttners Sohn ins Kellerappartment, kurz nachdem Dauerpflegi Bajazzo sein endgültiges Zuhause in Fürth gefunden hat. Dort entwickelt sich der scheue Rührmichnichtan in einen absoluten Kampfschmuser (und der Pilz verzieht sich nach 5 Wochen Behandlung zum Glück auch).

Juni 2014:

Die Fam. Neßhöver und Büttner sind (natürlich) im wohlverdienten (?) Jahresurlaub, als wieder mal ein Super-GAU eintritt: 50 Coons müssen aus einer Zucht übernommen werden. Aber Lisa und Norbert sind inzwischen Profis genug, um die Übernahme am 25.06.14 auch ohne die Obrigkeit zu managen (habt Ihr alle toll gemacht!). Und so stürzen wir uns direkt nach dem Urlaub in die Giardien- und Floh-Bekämpfung und den dazu gehörenden Putz-Wahnsinn, Kastras und Zahn-OPs laufen wie am Fließband. Die Übernahme in NRW gestaltet sich diesmal viel schwerer als sonst, da die meisten Katzen scheu und panisch sind und sprichwörtlich die Wände hochgehen.

Neben dem finanziellen Aspekt (wir konnten uns ja kaum von der Zuchtauflösung im Februar mit Giardien, Pilz, Flöhen und anderen netten Mitbringseln erholen), stehen die PSn immer wieder am Rand der Verzweiflung, weil alle Katzen mühsam resozialisiert werden und erst wieder das Vertrauen in den Menschen finden müssen. Bericht

Am 28. und 29. Juni kommt Christine Hauschild (Happy Miez) zu uns und hält ein 2-Tages-Seminar zu den Themen Mehrkatzenhaushalt, Unsauberkeit und scheue Katzen.

Mai 2014:

Langzeit-Pflegi Cookie zieht endlich in ihr eigenes Zuhause um. Lange haben wir nach dem passenden Platz (Einzelhaltung bei einem Mann mit wenig Zeit) gesucht und in nun offensichtlich bei Steffen in Karlsruhe gefunden.

Am 04.05.2014 übernehmen wir aus Berlin die schneeweiße, aber recht zierliche Coon Shanti, mit ihrem Lebensgefährten Sharukh Khan, einem lackschwarzen EKH. Sie wurden unsauber, weil die Menschen Nachwuchs bekommen haben. In der PS benutzen sie aber ganz brav ihr Klo.

Am 24.0.514 findet das erste MCH-Treffen diesen Jahres statt und eine Woche später, am 31.05.14, ist die Jahreshauptversammlung. Ganz schön viel MCH für einen Monat :-)

April 2014:

Wir übernehmen Kayleigh aus einem Privathaushalt und die schwarze Schönheit bekommt als allererstes einen neuen Namen, da wir sie nicht "Ugly" rufen wollen. Kayleigh hat aufgrund langjähriger und mit Sicherheit sehr schmerzhafter Ohrenentzündungen 2 völlig verkrüppelte Ohrmuscheln und starke, eitrige Entzündungen in beiden Ohren. Anfang Mai wird sie operiert und ihr werden beide Gehörgänge komplett entfernt.

März 2014:

Mit dem kleinen Kater Milky verlieren wir das 5. Baby aus Celines Wurf vom 04.12.2013. Obwohl wir alles versucht haben und der kleine Kerl eine 24/7-intensiv-Betreuung gehabt hat, müssen wir ihn am 02.03.2014 schweren Herzens für immer gehen lassen. LaCara, die einzige Überlebende aus diesem Katastrophen-Wurf lebt nun in der Schweiz am Lago Maggiore.

Februar 2014:

Nach der Zuchtauflösung ist vor der Zuchtauflösung...

Und so treffen sich Petra Büttner und Norbert Steins am 08.02.2014 mitten in Hessen und übernehmen 24 Katzen aus einer Zucht. Die Katzen sind recht freundlich und augenscheinlich ganz gut beieinander, bis auf den massiven Flohbefall und den ein oder anderen Filzknoten. Allerdings sind nach den ersten Untersuchungen die Katzen positiv auf Giardien und die verschnupften Kitten leiden an einem Pilz. Eine Katze muss notoperiert werden, sie hat eine massive eitrige Gebärmutterentzündung und hätte eine Woche länger wohl nicht überlebt. Einige der Katzen leiden an Zahnfleischentzündungen, manche davon haben statt Zähnen nur noch Stummel und Ruinen im Maul.

Dezember 2013 / Januar 2014:

Die Ruhe ist schlagartig vorbei, als wir am 01.12.13 11 Katzen aus einer Zucht in Baden-Württemberg übernehmen. Eine Kätzin ist definitiv hochträchtig und wir schauen auf der Fahrt ständig nach, ob die Wehen schon kommen. Es wird aber noch bis zum 04.12. dauern, bis Celine 6 kleinen Kerlchen das Leben schenkt. Angesteckt vom Kitten-Geruch bringt Delilah ("evtl. tragend") ein paar Stunden später 3 Kitten zur Welt und Beatrice ("wahrscheinlich nicht tragend") lässt nicht lange auf sich warten und setzt 1 Tag später 2 Babys in die Welt.

Leider überleben 5 Babys die ersten Tage nicht, der Grund dafür sind Gaumenspalten und vermutlich innere Missbildungen. Der Rest wächst und gedeiht und macht uns sehr viel Freude.

Eine der 11 Katzen, Sissi, überlebt die 2. Polypen-OP im Januar 2014 gerade so, fällt aber bedingt durch einen Atem- und dem darauf folgenden Herzstillstand ins Koma und wir holen sie nach 1 Woche intensivmedizinischer Behandlung in der Praxis nach Hause und lassen sie für immer einschlafen.

Man lernt ja jeden Tag dazu und auch wenn diese Katzen mal keine Giardien oder Flöhe im Gepäck haben, müssen wir uns diesmal mit Trichomonaden auseinander setzen. Alle Katzen müssen 14 Tage lang mit einem speziellen (sehr bitteren) Medikament behandelt werden und die Freude ist groß, als das Labor meldet "Trichomonaden-Nachweis: negativ".

Oktober 2013:

Es ist mal wieder MCH-Treffen, diesmal ist auch die Schweiz vertreten und wir feiern bis früh um 6 Uhr :-)

Ansonsten ist der Oktober und auch der November verdächtig ruhig und wir befürchten, dass das die Ruhe vor dem Sturm ist...

September 2013:

Kater Benny kommt zu uns, weil er beisst. Er ist (wieder mal) ein typisches Beispiel eines Wanderpokals, immerhin hat er im zarten Alter von gerade mal 16 Monaten schon 4 Besitzer verschlissen. Auch wir müssen alle Bekanntschaft mit seinem herzhaften Biss machen und bluten abwechselnd leise vor uns hin. Er hasst Katzen und liebt Hunde und findet sein Zuhause letztendlich im Bayerischen Wald, wo es keine weiteren Katzen, aber 2 nette Hunde gibt.

August 2013:

Ein Notruf aus Mallorca erreicht uns, eine Frau muss 70 Katzen abgeben. Nach einigem hin und her mit der zuständigen Tierschutzorga in Spanien ziehen wir uns aus der Angelegenheit zurück. Die ganze Geschichte hat uns wochenlang stark beschäftigt und würde den Rahmen des Tagebuchs sprengen, man kann sie aber hier nachlesen.

Juli 2013:

Kater Tommy kommt in die PS von Petra Büttner. Eigentlich ja nichts Ungewöhnliches, doch dieser alte Einzelgänger-Grantelhuber wird uns noch monatelang beschäftigen, bis er SEIN Zuhause in der Fränkischen Schweiz gefunden hat. Als Freigänger lässt er sich nicht lange im Haus halten und wir holen ihn zweimal aus dem Erlanger Tierheim ab, weil er "spazieren" geht - einmal gute 10 Kilometer.

Juni 2013:

MCH-Treffen in Spardorf am 08.06.2013, knapp 30 Leute sind da (den Preis für die weiteste Anreise bekommt dieses Mal Tatjana aus Bremen) und es gibt den ganzen Tag (fast) nur ein Thema: Katzen! Viele neue Leute sind da und natürlich auch die "alten". Es gibt wie immer viel zu viel lecker Essen und abends sogar noch Live-Musik, als Udo und Wolfgang spontan die Gitarren auspacken.

April 2013:

Am 19.04.2013 besucht uns der Bayrische Rundfunk, bzw. das Fernsehen und dreht fast einen ganzen Tag für die Sendung "Zeit für Tiere" in unserer Spardorfer Pflegestelle bei Fam. Neßhöver. Aufregend!

Am 27.04.2013 findet in 46519 Alpen wieder ein Treffen der "MCH-Familie Niederrhein" statt, man trifft sich, lernt neue Gesichter kennen, plaudert, isst und trinkt bis in die Nacht hinein. Besten Dank an die Steins', die das ermöglicht haben!

Natürlich verbindet man bei so einem Treffen das Angenehme mit dem Nützlichen und so nehmen wir Clarence und Mauritio mit in den hohen Norden, um sie ins neue Zuhause zu bringen. Und - wie so oft - die einen gehen, die anderen kommen: Wir nehmen 4 Coons aus Köln mit in den Süden, um sie in Pflegestellen in Landshut und Gschwend zu setzen.

Am 28.04.2013 kommen außerdem noch 4 Coons und 2 Langhaar-Mixe aus einer Privatabgabe aus München in die Spardorfer Pflegestelle, alle sehr dünn, alle verfilzt, alle mit Zahnproblemen, keine geimpft, dafür sehr verschüchtert.

Februar 2013:

Aus einer Privatabgabe übernehmen wir die 2 Coons Garfield und Nelson, sowie EKH-Mädchen Jessie. Garfield leidet massiv an Diabetes und kommt sofort in eine spezielle Pflegestelle, die ihn später auch übernimmt. Aufgrund der großartigen Leistungen der Pflegestelle und dem behandelnden Tierarzt befindet sich Garfield in Remission und benötigt aktuell kein Insulin (wir wissen, dass sich das auch wieder ändern kann). Nelson darf ebenfalls in der Pflegestelle bleiben, bei ihm werden später ein schwerer Herzfehler sowie starke Sehbeeinträchtigungen festgestellt. Jessie findet einen tollen Platz bei älteren Leuten, einem älteren Kater und 2 Hunden.

Wegen einem Todesfall übernehmen wir die 2 netten Prachtburschen Artus und Lui aus Reit im Winkl, die wie erwartet schnell ein neues Zuhause finden.

Aus der Frankfurter Gegend übernehmen wir einen riesigen Kater mit einer "ausgeprägten Angststörung mit defensiv-aggressivem Verhalten" - Gismo. Es wird Monate dauern, bis er halbwegs "normal" ist und zu seinen Menschen Vertrauen fasst.

Januar 2013:

Das neue Jahr fängt gleich mit viel Arbeit an. In Zusammenarbeit mit dem zuständigen Veterinäramt übernehmen wir aus einer Zuchtauflösung in Duisburg 31 Coons und 1 kleinen Hauskater im Alter von 4 Wochen bis 9 Jahren. Zusammen mit diesen Katzen ziehen (mal wieder) jede Menge Flöhe und Giardien in unsere Pflegestellen ein. Die Katzen sind alle in einem recht desolaten Zustand, sie leiden an Zahnfleischentzündungen, Karies, Augenentzündungen, Schnupfen und Bisswunden. Ein Kater muss wegen Rolllidern operiert werden. Keines der Tiere ist kastriert, die wenigsten geimpft und einige Mädels natürlich tragend, alle sind struppig und verfilzt. Um alle Katzen aufnehmen zu können, müssen wir einige Pflegekatzen in andere Pflegestellen umziehen. Die 32 Katzen verursachen 12.000 Euro reine Tierarztkosten, die Behandlungen und Vermittlungen dauern bis in den Mai. Bericht

Fast zeitgleich übernehmen wir aus Gotha 3 Coons und 3 EKHs aus einer Privatabgabe. Für einen Kater, den schwarzen Merlin, kommt unsere Hilfe zu spät und wir müssen ihn, nach tagelangem stationären Tierarztaufenthalts, diversen Blutuntersuchungen, Röntgen und Ultraschall am 04.02.2013 wegen eines inoperablen Bauchspeicheldrüsentumors einschläfern lassen.

November 2012:

17.11.2012: Unser Herbst-Treffen findet statt, wie immer im Szene-Lokal "daNessis", wie immer sind viele Leute da, wie immer sehr unterhaltsam und nett und wie immer geht's bis in die Nacht.

Aber außer netten Gesprächen passiert an diesem Tag noch einiges mehr: Es kommen 6 Pflegehunde aus Spanien und spät nachts auch noch 2 aus Serbien. Fam. Steins bringt 3 Allergie-Abgabe-Katzen von NRW mit in die Spardorfer PS, weil ihre PS voll besetzt ist mit "wilden" Straßen-Coons. Anja bringt Hermine aus Erfurt mit und abends um 8 Uhr kommt noch eine 10jährige, weiße Maine Coon, die nach einem Zwischenstop im Nessi-Bad (zum Poppers waschen) weitergeht zu Pflegefamilie Fröhlich nach Vohenstrauß.

Oktober 2012:

Über eine Bekannte erfahren wir von einem Ehepaar, die Coons ohne Papiere "gezüchtet" haben. Nun ist nach langer Krankheit die Frau gestorben und der Mann heillos überfordert mit den Katzen, den Hunden, dem Haushalt... Wir fahren nach Hannover und holen Sarah, Maja, Gracie und den unkastrierten Freigänger Bruce in die Spardorfer PS. Bruce sieht ziemlich ramponiert aus mit seinen entzündeten Augen, die tief in den Höhlen liegen und der Großbaustelle im Maul. Er wird kastriert und bekommt eine Zahnsanierung.

In den ebay-Kleinanzeigen finden wir wieder einmal eine Maine Coon, die zu verschenken ist. Es handelt sich dabei um den unkastrierten 4jährigen Fussel, weiß mit blauen Augen und taub, der inzwischen den fünften Besitzer hat. Petra Büttner fährt nach Erfurt und übernimmt den Kleinen dort. Zusammen mit Anna wird er sich für die nächste Zeit die Spardorfer Wohnung teilen.

18.09.2012:

Wir übernehmen die drei Coons Bärchen, Redboy und Daktari (wieder mal von einer ehemaligen Züchterin) im Alter von 7 bis 12 Jahre als Trennungsopfer und bringen sie in unserer Pflegestelle in Alpen unter.

08.09.2012:

Die Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen findet diesmal in der "Taverne zum Mittelalter" der Fam. Tursky statt. Unter anderem werden einige Satzungsänderungen besprochen. Protokoll

06.09.2012:

Gudrun Neßhöver und Petra Büttner verbinden das Nützliche mit dem Angenehmen und bringen die beiden Meisterjäger Billy und Charlie ins neue Zuhause in die Rhön. Auf dem Heimweg besuchen sie Gaby und Ralf von "Keramik im Hof" und kaufen natürlich auch ein :-)

16./17.06.2012:

Ein Hilferuf einer Nürnberger Tierärztin erreicht uns. Sie hat einen Maine Coon-Kater aufgenommen, den ihr eine Kundin zum Einschläfern gebracht hat, weil er so aggressiv ist. Im Erlanger Raum sind alle Pflegestellen besetzt und so kommt Jago, der nun Klein Karl heißt nach Erfurt zu Anja Auerbach.

Ursel Ezr fährt den Buben nach Erfurt, übernimmt in Eisenberg von einer ehemaligen Züchterin drei Pflegekatzen und übergibt diese in Nürnberg an Inka Pfisterer, die sie mit nach Gschwend nimmt. Weitere drei Katzen aus diesem Haushalt werden von Norbert Steins abgeholt und in die Pflegestelle nach Alpen gebracht. 

02.06.2012:

Das Frühjahrstreffen der MCH-Familie findet heuer etwas später als gewöhnlich statt.

12.05.2012:

Gudrun Neßhöver und Petra Büttner besuchen ein Fortbildungs-Seminar beim Augenspezialisten Dr. Hoffmann in Nürnberg und stellen ihm "Patienten" zur Verfügung. Die MCH-Katzen Dobby, Rosie, Brösel und Jay, sowie die Labradore Milo und Lary lassen die Untersuchungen von verschiedenen Tierärzten sehr geduldig über sich ergehen.

15.04.2012:

Von einer Züchterin, die aus gesundheitlichen Gründen die Zucht aufgeben muss und der ein kapitaler Wasserschaden im Haus einen zügigen Umzug beschert hat, übernehmen wir Katze Lizzy mit ihren vier Wochen alten Babies. Weil die Spardorfer Pflegewohnung ja noch nicht bezugsfertig ist, kommen die vier Katzen im Neßhöverschen Bad unter. Weitere Katzen aus dieser Zucht gehen in andere Pflegestellen.

Am 01.06.2012 folgen noch Anna und Cara mit insgesamt sieben Babies, die für zwei Wochen in der Kellerwerkstatt der Büttners unterkommen, bis alle Mamas mit allen Babies in die frisch renovierte Wohnung ziehen können.

09.04.2012:

Kater Mauritio kommt als Abgabetier zu uns, weil die Besitzer und deren Tierarzt mit der Behandlung der chronischen Ohrenentzündung überfordert sind. Mauritio, der bei uns von Anfang an "der Löwi" ist, kommt aus Platzgründen einstweilen bei Petra Büttners Sohn in der Einliegerwohung unter. Geschult durch die vielen Ohrenpolypen der Katzen aus der Zuchtauflösung stellen wir ihm als erstes unserem Chirurgen vor. Nach eigehender Untersuchung steht fest: Beide Paukenhöhlen sind voll mit Polypen und Schmodder, der linke Gehörgang ist durch eine frühere Polypen-OP so verwachsen, dass er entfernt werden muss. In der gleichen OP werden beide Paukenhöhlen eröffnet (Bulla-Osteotomie) und geleert.

Löwi besitzt ein unheimlich dichtes Plüschfell, ist aber leider sehr unkooperativ, was Kämmen und Bürsten angeht. Daher wird er 4 Wochen später leicht sediert und geschoren. Weil uns sein Gang etwas unrund erscheint, lassen wir gleichzeitig die Hüfte röntgen, es wird eine starke HD in der linken Hüfte festgestellt und Mitte September lassen wir den linken Hüftkopf entfernen (Femurkopfresektion).

Mitte Februar 2012:

Mit Axl und Maxime gehen zwei der vier letzten Katzen aus der großen Zuchtauflösung im August 2011, die in Spardorf untergebracht waren ins neue Zuhause nach Nürnberg. Kiki und Zorro ziehen zu Petra Büttner ins Büro, damit wir die dringend nötige Renovierung der Spardorfer Räume angehen können.

Weil wir halt so sind, wie wir sind, sehen wir die Renovierung sehr optimistisch und meinen, das wäre innerhalb von 3-4 Wochen erledigt. Aber weit gefehlt, es werden fast 5 Monate vergehen, bis die Pflegewohnung wieder beziehbar ist. Tapeten entfernen war noch das Einfachste, da hatten die Katzen gute Vorarbeit geleistet. Die Aufbereitung des Bodens und die Entfernung der Teppich- und Kleberreste, die unter dem Laminat zum Vorschein kamen, gestaltete sich da schon wesentlich schwieriger und vor allem sehr zeitintensiv.

Aber letztendlich können am 16.06.2012 die nächsten Katzen in eine komplett renovierte Wohnung mit frisch gestrichenen Wänden, neuem Fliesenbelag und einem durchdachten Catwalk-System einziehen.

26.11.2011:

Das Herbst-Treffen der MCH-Familie findet statt und wir haben diesmal ein Buffet, von dem so manches Grand Hotel träumt. Wir plaudern und sitzen bis spät in die Nacht.

Juli/August 2011:

Am 31.07. erreicht uns der Hilferuf einer ehemaligen Züchterin, wir müssen ca. 50 Coons aufnehmen. 2 Tage später stehen die PSn, die Zahl der Katzen wird nach oben auf 69 korrigiert. Wir holen 69 Katzen und 2 Hunde ab und stellen fest, es sind immer noch ca. 20 Katzen im Haus. Am 12.08. übernehmen wir weitere 18 Katzen (vermitteln "nebenbei" die Bartagame) und geben diese an einen befreundeten TSV weiter. Stressige Tage brechen an, wir verbringen jeden Tag Stunden bei den diversen TÄ, lassen die Katzen kastrieren, untersuchen, müssen sie teilweise scheren. Die meisten Katzen bekommen 2x täglich Medikamente, was allein in der Spardorfer PS jeweils 1,5 Stunden dauert.

Für 3 Katzen kommt unsere Hilfe zu spät und sie müssen wegen ihres sehr, sehr schlechten Allgemeinzustandes eingeschläfert werden. Zwei Jungkater sterben etwas später an multiplen, angeborenen Organschäden. Eine Jungkatze (8 Mon.) wirft 5 Tage nach Übernahme 7 Babies (3 davon überleben leider nicht), ist aber mit der Mutterschaft völlig überfordert, so daß wir die Kleinen mit der Flasche aufziehen müssen.

Alle Katzen sind Giardien-positiv und leiden an heftigstem Durchfall. Einige Katzen benötigen Zahnsanierungen, viele Kätzinnen leiden an Gebärmutterentzündungen, einige sind tragend, viele der bei uns geborenen Babies sind missgebildet, werden tot geboren oder sterben kurz nach der Geburt. Auch bei älteren Katzen werden Organschäden (Leber, Niere, Galle) festgestellt, überraschend viele Katzen leiden an Polypen im Innenohr auf Grund vorangegangener Ohrenentzündungen und das erste Mal in der Geschichte der MCH  haben wir Pflegekatzen mit Blutgerinnungsstörungen (Bluter). Mehrere Katzen leiden an Hüftdysplasie und einem Kater muss wegen starker Schmerzen der Femurkopf entfernt werden.

Obwohl die Vermittlung der durchwegs sehr schönen, unkomplizierten und außergewöhnlich Menschen bezogenen Coons recht gut anläuft, wird fast ein Jahr vergehen, bis alle Katzen vermittelt werden können und wir sind froh, dass es ansonsten relativ ruhig ist und wir sehr wenig weitere Katzen aufnehmen müssen. Es fallen knapp 40.000 Euro reine Tierarztkosten an. Einen ausführlichen Bericht und Fotos finden Sie hier.

28. Mai 2011:

Es ist mal wieder ein Treffen der cooniefizierten Menschen angesagt und es ist wie immer toll!

15. Mai 2011:

Von einer Züchterin, von der wir schon mehrere Katzen übernommen haben, kommen 4 Katzen zu uns: Ryan, Delko, Calleigh und Caine, unsere „CSI-ler". Caine und Delko sind wahrscheinlich Brüder, ca. 5-6 Monate alt, furchtbar unterernährt und dehydriert. Beide bringen nur um die 1600 g auf die Waage - so viel wie ein „normales" 8 Wochen altes Baby ungefähr wiegt. Alle 4 sind sowas von verfloht, da schüttelts uns heute noch. Bei Caine fällt außerdem ein riesiger Tumor im Ohr auf, der sich als Polyp heraus stellt und so groß und verwachsen ist, dass er in 2 OPs entfernt werden muss. Die Behandlung des kleinen Mannes gestaltet sich aufgrund seiner Scheu und Unzugänglichkeit äußerst schwierig. Die beiden Rabauken Delko und Ryan können zusammen vermittelt werden, Calleigh und Caine gehen zwar einzeln, aber zu schon vorhandener Katzengesellschaft.

03. Mai 2011:

Wir übernehmen Maine Coon-Mädel Jil von der Katzenhilfe Augsburg, weil sie mit ihrem Latein am Ende sind, was die Behandlung der Katze betrifft. Jil kommt, nachdem sie bei mehreren Vorbesitzern war, zu uns mit dem Verdacht auf Allergie. Ihr Fell ist sehr kurz, stumpf und fühlt sich wächsern und furchtbar fettig an. Wenn sie sich schüttelt, schneien massenhaft Schuppen. Die Ohren sind voller Ohrenschmalz, was sich auch bei regelmässigem Säubern nicht vermindert.

Wir lassen eine Pilzkultur anlegen (negativ) und ein großes Blutbild machen (alle Werte okay). Jil bekommt Allergie-Futter und Fettsäuren ins Futter (keine Verbesserung). Auch weitere Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall, Hautgeschabsel und Biopsien bringen keine Diagnose.

Wir stellen Jil dem Dermatologen der Uni München vor, aber auch der weiß keinen Rat, ist gleichermassen überrascht, verwirrt und interessiert. Eine neuerliche Pilzkultur ergibt einen leichten Befall mit Malassezien (Hefepilz), was aber nicht die Ursache für diesen furchtbaren Fell- und Hautzustand sein kann. Jil wird nun alle 2 Tage gebadet, jedesmal mit einem anderen Shampoo, wir stellen auf Rohfütterung um. Jil ist ein Vorzeigepatient, lässt alles, aber auch wirklich alles mit einer Engelsgeduld über sich ergehen, ist nie zickig oder unleidig, sondern sehr verschmust und anhänglich.

Nachdem 5 Tierärzte nicht weiter wissen und sich Jils Zustand nicht im Geringsten verbessert, stellen wir sie in einer Nürnberger Tierklinik vor und die Tierärztin stellt den Verdacht auf Cushing in den Raum. Jil bleibt für den sogenannten Low-Dose-Dexamethason-Test über Nacht in der Klinik und wir sind fast euphorisch, weil wir denken, DAS muss es doch sein. Die Diagnose wünscht man sich zwar nicht, aber wir hätten endlich etwas, was man auch behandeln kann. "Leider" stellt sich heraus, dass Jil nicht an Cushing leidet.

Noch einmal lassen wir Kot und Blut checken, testen den Hormonspiegel und einige "exotische" Blutwerte, Jil bekommt eine Zahnsanierung, gleichzeitig lassen wir sie komplett scheren, um die Baderei zu erleichtern. All das bringt keinerlei Veränderungen an Fell und Haut, sie schuppt nach wie vor sehr stark, fühlt sich furchtbar fettig an. 3 Wochen später liegt sie morgens völlig apathisch und ausgekühlt auf den Fliesen. Sie kommt sofort zum Tierarzt und dort an die Infusion, aber im Lauf der Nacht bricht der Kreislauf zusammen und wir lassen sie einschlafen.

Februar 2011:

Mit Sid und Muck gehen die beiden letzten Bulgaren in ihre neue Familie und wir freuen uns alle sehr, dass die beiden „unnahbaren" Kater nun endlich ein Zuhause haben. Leider ist der kleine Muck immer noch sehr unnahbar und mit dem neuen Umfeld so unzufrieden, dass er heftigst Protest pinkelt. Nach 3 Monaten beschließen wir zusammen mit den neuen Besitzern, den kleinen Muck zurück zu holen. Bei Petra Büttner gewöhnt er sich innerhalb von wenigen Tagen so gut ein, dass er bleiben und jede Nacht im Bett schlafen darf. Und wenn er nicht gestorben ist, dann kuschelt er noch heute.

Mitte Februar werden uns 9 Katzen zur Übernahme von einer Züchterin angekündigt. Wir setzen Katzen in andere PSn um, damit wir diese auch unterbringen. Gekommen sind dann „nur" drei, die bis auf Georgie recht schnell wieder vermittelt werden können. Bei Georgie wird es über ein Jahr dauern, bis wir auch für sie eine neue Familie gefunden haben.

Januar 2011:

Anfang Januar „finden" wir in den ebay-Kleinanzeigen (wieder mal) einen Kater namens Simba, der verschenkt werden soll, weil seine Besitzerin die enormen Kosten für die Behandlung der Augenentzündung und des Schnupfens nicht mehr bezahlen kann. Mittels Mitfahrzentrale fährt Simba in einem winzigen Weidenkörbchen (ich frage mich heute noch, wie er da überhaupt reingepasst hat) von Leipzig nach Spardorf in die PS. Der Tierarztbesuch bestätigt unsere erste Vermutung: Simba hat keine tränenden Augen, er hat auf beiden Seiten Rolllider. Und er hat auch keinen Schnupfen, sondern verwachsene Nasenlöcher. Wieder einmal wundern wir uns über die Unfähigkeit mancher Tierärzte. Wir lassen den hübschen Rotling operieren (Kosten knapp 1600 Euro) und ein paar Wochen später kann der Charmeur in seine neue Familie umziehen.

Ende Januar kommen Gracie und Chanty, zwei *echte* Coon-Damen zu uns, weil die Besitzerin schwer erkrankt ist und sich nicht mehr kümmern kann.

November 2010:

Mitte November übernehmen wir Mona, eine wunderschöne, schwarze Coon-Dame, weil die Besitzerin sie nach Trennung und Umzug nicht länger behalten kann. Die Übernahme findet in Oehringen (BW) statt, Mona macht Zwischenstopp in der Pflegestelle in Spardorf (BAY), um dann nach Hamburg umzuziehen.

Am 27.11.2010 findet das 2. MCH-Treffen in diesem Jahr statt und wir starten kurz vorher einen Spendenaufruf für ein serbisches Tierheim, dem es an den grundsätzlichsten Grundlagen mangelt. Die Katzenleute beweisen ein großes Herz für Hunde und so haben wir die ganze Garage voll mit Futter, Decken, Handtüchern und einigem mehr. Die Bekannte, die uns in dem Fall um Hilfe gebeten hat, kann all diese Sachen nicht transportieren und so bieten wir (Peter Schwarz, Petra und Bernhard Büttner) Hilfe an, in dem sie die ganzen Spenden nach Serbien fahren. Was wir dort sehen ist unglaublich... Und so war unser „Projekt Taura" geboren. Mehr dazu auf der HP.

25. September 2010:

Das erste MCH-Treffen am Niederrhein findet statt und Fam. Steins ist perfekter Gastgeber, die ihren Übernachtungsgästen sogar kuschelige Bettgefährten zur Verfügung stellt, damit es ihnen an nichts mangelt :-)

18. September 2010:

Unsere Jahreshauptversammlung findet statt.

August 2010:

Anfang August 2010 übernehmen wir von einer Frau einen roten Maine Coon-Kater, den sie aufgenommen hat, aber nicht behalten kann. Der Kater kam irgendwann mal mit US-Soldaten nach Grafenwöhr, durfte aber nicht wieder mit heim fliegen, sondern wurde an eine Familie weitergegeben. Diese gab ihn wieder weiter und er wurde so zum Wanderpokal und war dementsprechend verstört. Seine Unberechenbarkeit, die wahrscheinlich nicht zuletzt auf seine amputierten Krallen an den Vorderpfoten zurück zu führen war, brachte ihm den Namen Church ein. Genau, wie der durchgeknallte Kater aus „Friedhof der Kuscheltiere". Nach 4 Monaten der Resozialisierung und unter Einsatz diverser Beruhigungsmittel war er soweit, dass er in sein neues Zuhause umziehen konnte. Dort ist er nun Einzelkater und Herrscher des Haushaltes.

Juli 2010:

Am 01.07.2010 läuft einem Paar in der Nähe von Xanten eine weiße Kätzin in einem ziemlich üblen Zustand zu und Saphira kommt in unsere Pflegestelle nach Alpen.

Am 06.07.2010 bekommen wir 2 Katzen aus dem Sauerland (Cindy und Toshio), die ein neues, liebevolles Zuhause suchen, weil das Kleinkind eine schwere Allergie entwickelt hat.

Am 08.07.2010 "retten" wir einen ca. 4-5 Jahre alten Maine Coon Kater namens Maxi von einer völlig überforderten Frau. Maxi hatte in den letzten 4 Wochen drei verschiedene Besitzer und sollte nun verschenkt werden. Im Moment befindet er sich noch in unserer Pflegestelle in Kamp-Lintfort.

Am 20.07.2010 übernehmen wir 2 Kater aus München (Bailey und Valentino), die aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen abgegeben werden.

Am 26.07.2010 kommen 2 Kater aus dem westlichsten Rheinland-Pfalz (Lines und Max) zu uns, weil sie mit den inzwischen geborenen Menschenkindern nicht zurechtkommen.

Und spätestens am 31.07.2010 stehen noch einmal 2 1jährige Katzen bei uns auf der Matte, die abgegeben werden, weil Frauchen schwanger ist und umzieht. Und langsam werden die Pflegestellen knapp...

20. Juni 2010:

Petra und Martina fahren insgesamt knapp 800 km, um 5 Katzen einer Maine Coon-Züchterin von der Pflegestelle in Calw (PLZ 75328) abzuholen und zu ihr nach Hanau (PLZ 63486) zu fahren.

Hinter diesem lapidaren Satz stecken eine lange Geschichte und ein gutes Jahr Nervenkrieg mit Telefonterror und Stalking. Nähere Informationen können gerne per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.

22. Mai 2010:

Das erste Treffen der MCH-Family in diesem Jahr, wie immer in Spardorf und wie immer... klasse!

März - Mai 2010:

Über mehrere Tierschutzecken kommen 12 Langhaarmischlinge per Flugpaten aus Sofia/Bulgarien zu uns. Die erste Gruppe (Adi, Nick, July, Chocho) ist relativ unkompliziert und kuscheln wie die Weltmeister. Die Vermittlung läuft relativ rasch ab und so können sie bald nach Ansbach, Effeltrich und Straubing umziehen.

Die zweite "Lieferung" gibt sich da schon anders: Lizz, Sid, Hexe und der kleine Muck sind furchtbar scheu, ängstlich, panisch und teilweise sehr aggressiv dem Menschen gegenüber. Einzig Knirps ist ein recht Netter und lässt sich anfassen und streicheln. Er und Lizz ziehen zusammen nach Berlin.

Die drei letzten Katzen Jurij, Julischka und Cengiz wiederum sind zwar erst einmal etwas reserviert und vorsichtig, entwickeln sich aber relativ schnell zu sehr umgänglichen, anhänglichen und verschmusten Tigern. Aggressionen gegen den Menschen sind ihnen völlig fremd und trotz mehrfacher Einfangaktionen, während der wir die Katzen aus der Kratzbaumhöhle, dem Karton oder vom Schrank herunter pflücken mussten, gab es nicht einen einzigen Kratzer. Cengiz war der erste, der umziehen konnte und wohnt nun in Schwaben.

März 2010:

Am 12.03.2010 kommen zwei Senioren-Katzen aus München in die Pflegestelle nach Spardorf. Frauchen ist schon lange krank und muss nun ins Pflegeheim, deswegen nehmen wir Coon-Kater Flummy (13) und seine EKH-Freundin Shantee (12) zu uns. Glücklicher Weise hatten wir kurz vorher schon eine Anfrage nach einem älteren Katzenpärchen und so können die beiden nach ihren Zahn-OPs schon am 27.03.2010 nach Nürnberg ins neue Zuhause ziehen.

Februar 2010:

Eine Allergie zwingt eine Familie dazu, ihre beiden Katzen nach 10 Jahren des Zusammenlebens abzugeben und so kommen am 27.02.2010 die Maine Coon-Perser-Mischlinge Kimmy und Dusty zu uns. Die Vermittlung der beiden älteren Mischlinge zieht sich sehr hin und so ist "Perserin" Kimmy im Juli 2010 immer noch bei uns in der Vermittlung.

02. Januar 2010:

Durchfallkater Willow kommt zu Petra Büttner in die Pflegestelle. Nach langer Behandlung und einer unvorhergesehenen OP bleibt er bis zum 29. Mai 2010. Mehr dazu auf der Seite von Willow.

Dezember 2009:

Wir mieten eine Wohnung an, um der Flut der Pflegekatzen besser Herr werden zu können. Die abgeschlossene 2-Zimmerwohnung bietet den Vorteil, dass wir "auf die Schnelle" auch eine größere Menge Katzen unterbringen können, ohne unsere eigenen Katzen durch diverse Mitbringsel der neuen Katzen zu gefährden. Am 19.12. packen wir einen ganzen VW-Bus voll mit Decken, Klos, Körbchen, Handtüchern, Näpfen, Kratzbäumen und vielem mehr und richten unsere neue Pflegestelle ein. Die ersten Katzen, unsere NoAngels Nadja, Jess, Lucy und Sandy, lassen nicht lange auf sich warten und ziehen am gleichen Tag noch ein. Am 25.12.2009 kommen Cookie und Elly dazu.

21. November 2009:

2. Treffen der Leute, die Katzen von uns haben. Wie immer in Spardorf im "Szene-Lokal daNessi", wie immer viele Leckereien, wie immer viele Gespräche, neue Leute kennenlernen, alte Bekannte wieder treffen. Schön.

17./18. Oktober 2009:

Info-Stand auf der TICA-Show in Lichtenfels.

19. September 2009:

Die Jahreshauptversammlung der Maine Coon Hilfe e. V. findet statt. Das Protokoll der Versammlung kann man hier als pdf downloaden.

August 2009:

Petra Büttner und Gudrun Neßhöver kaufen von einem Vermehrer fünf 3,5 Wochen alte Katzen-Babies, die noch an der Flasche hängen. Diese Kitten wurden als "reinrassige Maine Coon-Babies" in einer Zeitung inseriert und sollten verkauft werden. Allerdings ist der Vater eindeutig ein Perser-Mix, die Mutter, die ihre Kinder nicht angenommen hat und die zum Zeitpunkt der Übernahme nicht zu sehen war, muss wohl eine Kurzhaarkatze sein. Nur Frodo und Arwen haben langes Fell, Galadriel, Eowyn und Sam sind kurzhaarig.

Nichtsdestotrotz wachsen und gedeihen die 5 Racker prächtig, sind rundum gesund, super verschmust und schrecklich anhänglich. Und natürlich haben sie nichts als Blödsinn im Kopf :-)

Juli 2009:

Über eine Tierschützerin im Münchner Raum bekommen wir 6 völlig verwahrloste und total verängstigte Katzen. Alle Mädels sind wahnsinnig dünn, sehr scheu, völlig panisch, haben Durchfall, Schnupfen, entzündete Augen und Ohren. Eine Katze (Snickers) wirft in der Pflegestelle 5 Kitten, die alle in kürzester Zeit sterben. Rosies Allgemeinzustand ist so schlecht (geschwürige Zahnfleischentzündung, eitrige Augen, schon lange andauernder Durchfall, Veränderungen, bzw. Entartungen an den inneren Organen und mehr), dass wir sie aus der Narkose nicht mehr aufwachen lassen. Für sie kam unsere Hilfe leider zu spät.

Durch das extrem scheue Wesen gestaltet sich die Vermittlung ziemlich schwierig und die Katzen sitzen zum Teil noch im November bei Martina Prögel in Pflege.

23. Mai 2009:

Treffen der MCH-Familie in Spardorf. Wie immer gab es jede Menge Essen und heisere Hälse vom vielen Erzählen..

Mai 2009:

Wieder sind es die Finanzen, die jemanden veranlassen, uns 3 Katzen zu übergeben. JayDee, Max und DJ sind bis auf ein bisschen Schnupfen und Durchfall soweit in Ordnung und können auch relativ schnell in neue Familien vermittelt werden.

März 2009:

Eine ehemalige Züchterin bittet uns um Hilfe. Ihre finanzielle Situation fordert die Abgabe einiger Katzen. Also fahren Martina Prögel und Petra Büttner Ende März Richtung Ruhrgebiet, um dort 1 Kater und 3 Katzen zu übernehmen. Bis auf (zum Teil langwierige) Durchfälle, ein paar Zotteln hier und da sind die Katzen allesamt "gut in Schuß". Einzig der "untergroße" Alberto muss sich einer kniffligen OP unterziehen, weil er einen riesigen Polypen im Ohr hatte, der von der Paukenhöhle bis an die Ohrmuschel reichte.

Februar 2009:

Anfang Februar erreicht Petra Büttner an einem Samstag nachmittag ein Telefonanruf von einer besorgten Züchterin. Sie wäre eben mit einer Freundin in einer Zucht in Sachsen-Anhalt gewesen, um mal nach dem Rechten zusehen, die Frau hätte sich länger nicht gemeldet. Sie beschreibt unmöglich Zustände, sehr, sehr viele Katzen, die zum Teil einen sehr kranken und verwahrlosten Eindruck machen, das Haus verdreckt mit Katzenkot und -urin. Da am Samstag nachmittag kein Amtsveterinär zu erreichen ist, gibt Petra Büttner der Züchterin den Tipp, zur Polizei zu fahren und dort die Sache anzuzeigen.

Daraufhin kommt etwas ins Rollen, das fast den Rahmen der Maine Coon Hilfe gesprengt hat. Innerhalb von 2 Wochen erreicht die Züchterin, dass sich viele Maine Coon-Züchter zusammenschliessen und mit Hilfe der örtlichen Presse und einigen Aufrufen in diversen Foren, die Frau dazu bringen, Katzen herauszugeben. Einige Zuchtkatzen kommen zu ihren ursprünglichen Züchtern zurück, ca. 15-20 weitere Katzen sollen am 07.02.09 herausgegeben werden.

Letztendlich werden über 70 Katzen aus dieser "Zucht" befreit und in Pflegestellen in ganz Deutschland untergebracht. Der Zusammenschluss der Maine Coon-Züchter und -liebhaber bittet die Maine Coon Hilfe um Unterstützung bei der Betreuung der Pflegestellen und Vermittlung der Katzen. Mehr Infos. Weiterer Bericht folgt.

Diese Katzen haben bis jetzt (Stand Oktober 2009) rund 15.000,- Euro reine Tierarztkosten verursacht. Diesen Kosten stehen Einahmen von 9.874,- Euro an eingegangenen Spenden und 3.690,- Euro Schutzgebühren gegenüber.

09. Januar 2009:

Das neue Jahr fängt so turbulent an, wie das alte aufgehört hat. Wir nehmen insgesamt 14 Katzen (9 Mädels und 5 Buben) in unseren Pflegestellen auf, die aus dem gleichen "Haushalt" stammen, wie die Katzen aus Dezember '08.

Der Zustand der Katzen ist noch besch...eidener, ausserdem kommt hinzu, dass die meisten dieser Tiere panische Angst vor dem Menschen zeigen, was eine Behandlung und Sozialisierung natürlich immens schwierig macht.

Alle Katzen zeigen mehr oder weniger schlimme Durchfälle, Schnupfen, Augenentzündungen und eine Katze hat ein massivst (gibt es noch eine weitere Steigerung von massiv?) entzündetes Blutohr, aus dem Eiter und Blut nur so herauslaufen. Tiffany wird zunächst leider erfolglos behandelt, dann operiert (großer Polyp in der Paukenhöhle), bleibt zur Nachsorge in der TA-Praxis, weil sie sich weder anfassen, geschweige denn behandeln lässt. Trotz ihres Handicaps finden wir für sie neue Besitzer und sie zieht in die Schweiz. Leider hat sie dort einen so starken Rückfall ohne Aussicht auf Heilung, dass sie eingeschläfert werden muss.

Ein weiteres Sorgenkind ist Bernd. Bisher dachten wir, wir hätten schon alle möglichen Arten an Verfilzungen gesehen; und doch toppt Bernd alles bisher dagewesene. Er besteht eigentlich nur aus Filzknoten und -platten und muss unter Narkose komplett geschoren werden. Der Filzbatzen auf seinem Rücken entspricht der Größe eines ausgewachsenen Meerschweinchens und "Bernd und sein Meerschweinchen" werden zu bundesweiten Berühmtheiten. Weitere Untersuchungen ergeben eine Flachbrust, HCM, HD und noch ein paar Kleinigkeiten mehr. Trotz seiner ganzen Wehwehchens ist er ein ausgesprochen netter Kerl und zieht nach Schwabach.

Micky und Mausi, ZetZet, Mimi, Marmalade, Pluto, Rudi (jetzt Winni) und Kaspar "Fledermaus" Hauser (bei dem ein Routine-Check beim TA einen alten, unbehandelten und daher schief und verkürzt zusammen gewachsenen Oberschenkelbruch zutage brachte) sind anfangs absolut unzugänglich, sehr scheu und verstecken sich vor den Menschen. Sie scheinen wohl wenig gute, bzw. gar keine Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben. Aber auch sie konnten inzwischen in ihre neue Familien umziehen. Hier einmal vielen, vielen Dank an alle Adoptiv-Eltern, die sich speziell für so eine Katze entscheiden!

Zu unserer Verwunderung befanden sich auch in dieser "Lieferung" 2 Katzen, Nosy und Toni, die sich als absolut zutraulich, anhänglich, schmusig und voller blödsinnigem Tatendrang darstellten.

08. Dezember 2008:

Wir bekommen 6 Katzen und 1 Kater in einem absolut erbärmlichen Zustand in die Pflegefamilien Prögel und Neßhöver. Alle Katzen sind stark unterernährt (zw. 2 und 3,8 kg) und verwahrlost, alle Katzen haben Schnupfen und tränende Augen.

Eine Katze (Tabby) muss eingeschläfert werden, sie hat eine schon länger bestehende Darminvagination von ca. 30 cm, die (auch in Anbetracht des äusserst schlechten Allgemeinzustandes der Katze) nicht mehr operiert werden kann. Der Kater (Jockel Monokel) hat ein stark entzündetes und vergrössertes Auge, das entfernt wird. Einer Katze (Miss Marple) fehlt ein Auge, das wohl aufgrund einer schon länger zurück liegenden Entzündung bereits "ausgelaufen" ist. Auch ihr Auge wird operiert. Eine weitere Katze (Stevie) hat ebenfalls ein "ausgelaufenes" Auge, zudem ist sie wohl auf dem anderen Auge blind. Pia hat eine ausgewachsene Pyometra (daher der Name) und hatte offensichtlich wenige Tage vorher eine Fehlgeburt. Sie bleibt beim Vorstellungstermin gleich in der TA-Praxis und wird kastriert.

Trotz ihrem schweren Schicksal sind es alle sehr nette Katzen, die ohne Scheu auf den Menschen zugehen und schmusen.

29. November 2008:

2 Katzen der "roten Flut" aus dem Oktober können zusammen zu einer Familie in den Hamburger Raum vermittelt werden. Martina Prögel und Petra Büttner fahren sie dem stolzen Neubesitzer den halben Weg entgegen. Ein weiterer "Roter" wird nach Willich bei Düsseldorf "ausgeliefert" und auf dem Rückweg übernehmen wir noch eine weitere Pflegekatze aus Bad Honnef. 14 Stunden Autofahren "für die Katz" :-)

03. November 2008:

Über eine Kontaktperson in Süddeutschland bekommen wir 3 Maine Coons und platzieren sie bei Petra Büttner in der Pflegestelle. Konni, Geena und Josie sind sofort zu Hause, fühlen sich wohl, schmusen und schnurren, was das Zeug hält. Konni leidet an heftiger Zahnfleischentzündung (mehrere Zähne müssen bei der Kastration entfernt werden) und Harngries. 2 Katzen leiden an heftigem Durchfall, der aber relativ schnell wieder behoben war. Alle drei sind einfach tolle Katzen und daher auch schnell vermittelt.

Bei Konni dauert die Vermittlung allerdings etwas länger, da sich der Harngries zwar schnell beheben lässt, sich aber im Zuge der Behandlung die Ursache dafür als "etwas komplizierter" darstellt. Konni hat Probleme mit dem Absetzen des Urins und leidet wiederholt an Blasenentzündungen. Die TÄ vermutet eine Verengung in der Harnröhre und eine Schwäche der Blasenmuskulatur. Bei einem speziellen Kontraströntgen der Blase finden wir tatsächlich eine recht grosse Verengung der Harnröhre. Nach Rücksprache mit einigen Fachärzten und Uni-Kliniken und gründlichem Abwägen des Für und Wider entscheiden wir uns für eine Penisamputation. Unser Chirurg ist sich ziemlich (!) sicher, dass er mit Entfernung des Penis und eines Stücks der Harnröhre die Verengung beseitigen kann. Die OP gelingt und Konni kann es wieder richtig plätschern lassen.

18. Oktober 2008:

Der nächste Hilferuf erreicht das Büro der MCH Ende September. Auch hier ist die finanzielle Situation der Grund, dass man sich von 7 Katzen trennen muss. Also fahren Martina Häfner und Petra Büttner insgesamt 935 km ins Ruhrgebiet und zurück, um die Katzen in die Pflegestellen zu holen. "Nebenbei" wurde auch eine vermittelte Katze (Rani) in ihr neues Zuhause nach Essen gebracht.

Wir übernehmen 7 recht zutrauliche, überwiegend rote Katzen und platzieren sie bei Martina.

06. September 2008:

Der Hilferuf einer ehemaligen Züchterin erreicht uns, sie muss etliche Katzen aus finanziellen Gründen abgeben. Also fährt Marie Luise Hassbach von Bad Kreuznach 600 km nach Schleswig Holstein, um dort 10 Katzen zu übernehmen. Martina Häfner und Petra Büttner fahren ihr entgegen und nehmen die Katzen in Bad Hersfeld in Empfang, um sie in die Pflegestellen zu bringen.

Die Katzen haben (mit einer einzigen Ausnahme) alle grosse Problemen mit den Zähnen und unsere Tierärzte machen Zahn-OPs am Fliessband. Ausserdem hatten wir einen Nabelbruch, mehrere Polypen im Ohr, jede Menge Impfungen und ein paar Schönheitsrasuren.

Juli/August 2008:

Mit Hilfe von 2 engagierten Mitarbeiterinnen des örtlichen Tierschutzvereins können wir 6 Katzen aus einer Zucht freikaufen und in unseren Pflegestellen platzieren. Eine Katze hat ein stark entzündetes Blutohr, in ihrem Gehörgang steht der Eiter "bis Anschlag". Ein Kater, der sein ganzes Leben (er ist immerhin schon 6 Jahre alt) im Freigehege ohne Zugang zum Haus und menschlichen Kontakt verbracht hat, ist sehr verstört, ängstlich, scheu und panisch. Für eine weitere, ebenso sehr verstörte Katze gibt es leider keine Rettung mehr. Sie muss nach einer akuten Leber- und Gallenblasenentzündung mit perforiertem Gallengang, durch den der ganze Bauchraum mit Galle vollgelaufen ist, eingeschläfert werden. Die drei restlichen Katzen sind überraschender Weise sehr zutraulich und umgänglich und können relativ schnell kastriert und frisch geimpft zu ihren neuen Familien ziehen.

03. Mai 2008:

Das 4. MCH-Leute-Treffen findet statt. Die Fam. Nesshöver war wieder souveräner Gastgeber im Szene-Treff "daNessis". Wir trafen alte und neue Bekannte, futterten uns dicke Bäuche an und feierten bis spät in die Nacht. Vielen Dank an Gudrun und Udo für das "Daheim-Fühlen".

19./20. April 2008:

Wir sind auf der Ausstellung des Bavarian e. V. in Nürnberg-Langwasser zu Gast und informieren die Besucher über unseren Verein. Vielen Dank an Eva Kellner, die uns den Platz großzügig zur Verfügung gestellt hat.

16. März 2008:

Das obligatorische Vorstandstreffen der MCH findet dieses Jahr bei Maria Brook Blaut statt. Es wurde viel geredet und noch mehr Tee und Kaffee getrunken (Kuchen gabs auch reichlich), viele neue Ideen wurden besprochen und und und...

Zwei Vollmitglieder haben ihre Ämter aus persönlichen Gründen niedergelegt, dafür wurden zwei neue Vollmitglieder gewählt (siehe Kontakt).

08./09. März 2008:

Der Süddeutsche Rassekatzen-Verband e. V. (SDRV) veranstaltet eine Ausstellung in Höchstadt an der Aisch und Martina Häfner und Petra Büttner informieren mit Unterstützung von Lisa Tursky und ihren beiden Töchtern am MCH-Infostand. Neue Fördermitglieder konnten zwar keine gewonnen werden, doch durch den Verkauf von gesponserten Artikeln konnte doch der ein oder andere Euro eingenommen werden.

17. November 2007:

Das dritte MCH-Katzen-Leute-Treffen findet statt. Wieder bei Fam. Nesshöver. Unser Dank wird Euch ewig verfolgen :-)

07. November 2007:

Eine traurige Mail erreicht und erschüttert uns: Eine Bekannte ist seit längerem arbeitslos und lebt von Hartz IV. Durch den Geldmangel und den bevorstehenden Umzug in eine kleinere, billigere Wohnung ist eine ausreichende Versorgung ihrer 5 Katzen nicht mehr gewährleistet. Auch weil ein kranker und ein alter Hund viel Geld und Nerven kosten. Schweren Herzens bittet sie uns, ihre Lieblinge zu übernehmen und in neue Familien zu vermitteln.

Diese Geschichte hat uns alle sehr bewegt und lange beschäftigt. Dieses Schicksal kann uns alle treffen, was ist, wenn der Mann seinen Job verliert, das Haus trotzdem abbezahlt werden muss, eine plötzliche Krankheit den Brötchengeber der Familie ausschaltet? Auf wen zeigt man mit dem Finger und sagt "du musst gehen"? Die Entscheidung, geliebte Tiere abzugeben, kostet sehr viel Mut und Kraft und verdient Respekt.

Inzwischen haben auch diese 5 Katzen ein neues Heim gefunden.

22. / 23. September 2007:

Martina Häfner, Petra Büttner und Michaela Patzelt informieren auf der Katzenausstellung in Wunsiedel.

01. September 2007:

Eine besorgte Züchterin ruft Petra Büttner an und teilt ihr mit, dass in einer Zucht im Stuttgarter Raum sprichwörtlich die "Kacke am Dampfen ist", die psychisch labile Frau kann sich nicht mehr um ihre Katzen kümmern.

Eine halbe Stunde später setzt Petra Büttner sich ins Auto, um die Katzen zu holen. In einer unaufgeräumten und nicht sehr sauberen Wohnung sammelt sie 10 Katzen in unterschiedlichem Ernährungs- und Pflegezustand ein.

Spät nachts wieder Zuhause werden die Katzen nur "ausgeladen", untergebracht und mit Futter und Wasser versorgt. Die Bestandsaufnahme am nächsten Tag ergibt, dass die 8 Katzen und 2 Kater alle mehr oder weniger mit Zahnfleisch-, Augen- und Ohrenentzündungen zu kämpfen haben, einige sind viel zu dünn, bei den meisten ist das Fell struppig und verfilzt. Keine Katze ist geimpft, ungefähr die Hälfte ist nicht kastriert.

Eine Katze hat Spondylose (Indy), eine einen Nabelbruch (Prodigy), ein Kater hat einen so starken Unterbiss, dass er das Maul nicht richtig schliessen kann (King). Nur eine einzige Katze (Confetti) ist wirklich gesund, allen anderen müssen in OPs Zähne gezogen werden, teilweise alle Zähne. Mehrere Katzen sind so scheu, dass sie für Wochen hinter dem Sofa verschwinden.

Eine Katze (Stella) hat es gleich richtig erwischt, sie hat HD, eine starke Wirbelsäulenverkrümmung, Zahnfleischentzündung und eine "Bilderbuch"-HCM.

5 Katzen werden zur Pflegefamilie Nesshöver ausquartiert, der Rest bleibt bei Petra Büttner.

Alle Katzen, auch Stella (und für die freut es uns besonders) haben inzwischen "ihren" Platz gefunden und sind umgezogen.

21./22. April 2007:

Martina Häfner und Petra Büttner fahren zur FiFe-Ausstellung im Löwenbräukeller nach München und informieren zusammen mit Manuela Wagner und Martina Bauer mit einem Stand der MCH.

10. März 2007:

Bei der Fam. Nesshöver (Pflegefamilie, wahre Freunde und einfach nette Leut) treffen sich ca. 25 (oder mehr?) Leute, die Katzen von der MCH übernommen haben. Das war das zweite Treffen dieser Art und es hat irren Spaß gemacht, die neuen Sklaven der Katzen mal (wieder) zu sehen, Anekdötchen und vieles andere auszutauschen und vor allem die vielen, vielen mitgebrachten Leckereien zu verspeisen.

09. Januar 2007:

Petra Büttner nimmt einen 10 Monate alten Maine Coon Kater namens Fips in Pflege. Dieser zeigt ziemlich skurrile Symptome, die einerseits auf eine FIP hindeuten, andererseits wieder nicht. Nach längerer Behandlung, unzähligen Tierarzt-Besuchen, weiteren Untersuchungen und immer wieder Hoffen auf Genesung, muss Fips am 03.04.2007 mit massiven motorischen Ausfallerscheinungen und offensichtlich neurologischen Störungen eingeschläfert werden. Er stirbt bei Petra Büttner im Arm.

Eine Autopsie des kleinen Katers ergibt wirklich FIP, in diesem Fall keine nasse Form mit Bauchraumerguss, sondern die trockene Form mit eben diesen neurologischen Störungen.

2./3. September 2006:

Martina Häfner, Erika Steiner, Maria Brook Blaut, Marie Luise Hassbach und Petra Büttner informieren auf dem TICA ANNUAL in Hannover mit dem MCH-Infostand. Wir konnten viele alte Kontakte erneuern und neue Kontakte knüpfen. Wieder wurden Spenden gesammelt und Mitglieder geworben. Es war ein sehr schönes Wochenende :-)

Unser Dank gilt wieder einmal TICACats für die Einladung und den zur Verfügung gestellten Platz.

12. April 2006:

Zuchträumung bei einem Züchter in Wiesbaden (Bericht). Marie Luise Hassbach setzt sich erfolgreich dafür ein, daß 24 Coonies nicht im Tierheim landen, sondern in unseren privaten Pflegestellen untergebracht werden.

Von diesen 24 Tieren (10 Kater, 10 Katzen, 3 Babies und eine werdende Mutter), ist kein einziges geimpft oder kastriert. Sie sind alle ziemlich mager und ungepflegt, viele krank und einige haben panische Angst vor allem möglichen. 3 Geschwister (Bishop/Odin, Lizzy/Leni und Betty/Imany), die zusammen mit ihrer Mutter Sigourney in einem Käfig (115 x 80 x 80 cm) gehalten wurden, sind so scheu und verstört, daß wir große Zweifel haben, diese jemals zu vermitteln.

Kater Hook hat aufgrund einer Schnupfeninfektion ein fast zugewachsenes Auge, das aber erfolgreich operiert wurde.

Katze Gini brachte in die Pflegestelle alles mit, was man sich nicht wünscht: Sie war unterernährt und ausgetrocknet, hatte Fieber, eine Pilzinfektion, offene Ekzeme im Kopf- und Halsbereich, eine heftige Zahnfleischentzündung (alle Zähne mussten raus), Augen- und Ohreninfektion, Schnupfen und war so schwach, dass sie torkelte. Bei einem Schall der inneren Organe fanden wir "gewebliche Veränderungen", was sich bei der Kastration als total verwachsene Gebärmutter herausstellte.

Andere Katzen hatten Zahnfleisch-, Augen- und Ohrenentzündungen, deformierte Pfoten und bei 2 Katern (Rick und Hicks) wurden Herzfehler festgestellt.

Nach Aufpäppeln, kastrieren und impfen konnten alle Katzen innerhalb weniger Wochen an nette, verantwortungsbewusste Menschen vermittelt werden.

Die ganze Aktion kostete uns rund 3.800,- Euro reine Tierarztkosten.

04./05. März 2006:

Marie Luise Hassbach, Maria Brook Blaut und Petra Büttner informierten mit dem MCH-Stand auf der Ausstellung von TICACats in Friedrichshafen am Bodensee. Wieder konnte einiges an Spenden gesammelt und neue Mitglieder geworben werden. Auch konnten etliche Mail- und Listen-Bekanntschaften vertieft werden. Zwar machte uns das Schneechaos (über Nacht fielen 60 cm Neuschnee!) etwas zu schaffen, doch alles in allem war es ein sehr nettes Wochenende.

Vielen Dank an Petra Garbe von TICACats für die Einladung, den Platz und die Versorgung mit Kaffee :-). Wir freuen uns schon auf das TICA Annual am 2./3. September 2006 in Hannover!

03. Februar 2006:

Martina Häfner und Petra Büttner fuhren 13 Stunden lang 900 km durch 5 Bundesländer um 4 Pflegekatzen aus einer unseriösen Zucht zu holen. Der Kater und die drei Mädels hatten Flöhe, Giardien und Chlamydien im Gepäck. Kurze Zeit später starb das Katerchen trotz aller Bemühungen an einer Virusinfektion. Eins der Mädchen war tragend und brachte am 02.03.06 vier putzmuntere "Coonlets" zur Welt, unsere ersten Pflegebabies :-)

11./12. Dezember 2005:

Maria Brook Blaut war mit unserem Info-Stand auf der Weihnachtsshow von TICACats in Rangsdorf bei Berlin. Sie durfte natürlich jede Menge reden, reden, reden, aber sie konnte auch einiges an Spenden sammeln und einige neue Fördermitglieder werben.

Vielen Dank an TICACats für den zur Verfügung gestellten Platz!

19. November 2005:

Katzendame Moony kommt zu uns als Notfall in die Pflegestelle mit dem Hinweis, sie hätte ständig Durchfall und einen "schwankenden" Gang. Die Vorbesitzer hätten genug und die Katze müsse jetzt weg oder ins Tierheim :-((

Durchfall konnten wir bis heute nicht feststellen, sicherheitshalber wurde sie entwurmt und auf Giardien untersucht. Die Vorstellung bei unserem Tierarzt ergab eine beidseitige Patella Luxation (Kniescheiben- verrenkung), daher auch der schwankende Gang. Leider schlug die Therapie mit Anabolika nicht an und sie musste am 10.01.06 operiert werden.

Die OP verlief absolut planmässig. Die Rillen, in der die Kniescheiben "einrasten", wurden vertieft und auf der linken Seite wurde eine Sehne mit einem Nägelchen befestigt. Dieser kleine Nagel wird nicht wieder entfernt, sondern bleibt für immer dort. Zuhause angekommen lief sie, zwar noch etwas wackelig von der Narkose, aber selbstständig aus dem Kennel. Sie war eine vorbildliche "Kranke", hat sich lange geschont und hat auch nicht an den Wunden geleckt, was sie vor dem Tragen eines Kragens bewahrt hat.

Inzwischen (März '06) kann sie wieder ganz normal laufen, sie spielt zuweilen recht ausgelassen und ab und zu springt sie sogar schon aufs Sofa hoch. Am liebsten liegt sie ganz oben auf dem Kratzbaum, den sie aber erklettert :-), statt hinauf zu springen.

05./06. November 2005:

Die MCH war mit einem Info-Stand auf der Katzenausstellung des SDRV in Amberg/Opf. präsent.

Martina Häfner und Petra Büttner redeten sich an beiden Tagen die Münder fusselig und konnten einige neue Fördermitglieder gewinnen. Auch die MCH-Spenden-Sparkatze wurde gefüttert :-). Es entstanden recht nette Kontakte und auch einige unserer Pflegekatzen konnten vermittelt werden.

Unser Dank gilt hier ganz besonders dem SDRV, der uns den Platz für Stand zur Verfügung gestellt hat.

Oktober 2005:

Ende Oktober 2005 mussten wir insgesamt 29 Katzen in unseren privaten Pflegestellen unterbringen. 29 Katzen, von der keine geimpft oder kastriert war. Die meisten relativ gesund, einige davon sehr krank.

Wir haben also 29 Katzen dem Tierarzt vorgestellt, 29 Katzen kastrieren und impfen lassen. Und bei allen 29 Katzen mussten wir erst einmal ganz langsam Vertrauen gewinnen. Die meisten waren durch den Umzug in die Pflegestellen erstmal ganz schön "durch den Wind" und einige sind erst im endgültigen Zuhause richtig zutraulich geworden. Erfreulicher Weise konnten auch die ganz Scheuen schnell vermittelt werden.

Ein Katerchen war leider so krank, dass wir trotz aufopferndster Pflege keine Chance hatten, sein kleines Leben zu retten. Auch die stationäre Aufnahme in der Tierarztpraxis brachte keinen Durchbruch und so mussten wir ihn leider gehen lassen. Bei einem anderen Kater (Calimero) mussten wir eine beidseitige Patella-Luxation (Kniescheibenverrenkung) operieren lassen. Bei ihm stellte sich während der OP heraus, dass er zusätzlich noch einen bis jetzt unbehandelten Oberschenkelhalsbruch hat.

Etlichen Katzen mussten aufgrund heftiger Zahnfleischentzündungen mehrere Zähne gezogen werden, einige hatten Ohrenentzündungen, bei 2 Katern wurden Rolllider operiert. Eine Katze (Ayleen) hatte extremes Untergewicht, eine Anämie und vor lauter Filzknoten das Fell am Bauch verloren. Der hier befürchtete Pilzbefall hat sich zum Glück nicht bestätigt. Sie hat guter Pflege schnell zugenommen und ist mit einem bereits wieder be"flaumten" Bauch vermittelt worden.

Ein Kater (Snoopy) kam mit Riesenschnupfen, der sich schon bis in die Ohren ausgebreitet hatte, wodurch er starke motorische Störungen zeigte. Auch er hat sich gut erholt und inzwischen Liebhaber gefunden, die ihn adoptiert haben.

Bei der TA-Vorstellung stellte sich bei einem Katerchen (Baby Blue) heraus, dass er statt der geschätzten 4-5 Monate schon ca. 10 Monate alt war. Er hatte lange Zeit heftig Durchfall und konnte so anscheinend nicht richtig wachsen und gedeihen. Innerhalb von 4 Wochen hat er glatte 1,5 kg zugenommen und einen gewaltigen Schuss in die Höhe gemacht. Allerdings auch etwas in die Breite :-) . Leider wurde bei ihm HCM festgestellt. Deshalb freut es uns ganz besonders für den liebenswerten kleinen Frechdachs, dass auch er gut vermittelt werden konnte.

In diese 29 Katzen haben wir fast 4.000,- Euro reine Tierarztkosten investiert.

Juni/Juli 2005:

Lily sollte eingeschläfert werden, weil sich seine Besitzer getrennt haben. Seine Züchterin hat sich aber dafür eingesetzt, dass er eben nicht eingeschläfert wird, sondern zur MCH kommt und von dort weiter vermittelt wird. Lily kam mit einer Gaumenspalte auf die Welt, hat dies überlebt und sich aber mehr schlecht als recht damit abgefunden. Als er zu uns kam, verschluckte er sich ständig beim Fressen, würgte und hustete sein Futter wieder hoch. Er hatte dadurch eine starke Rachen- und Zahnfleischentzündung. Wir haben uns entschlossen, ihm ein besseres Leben zu ermöglichen und liessen die Gaumenspalte operieren. Er hat die OP sehr gut überstanden und schon 10 Tage danach sah man kaum noch eine Narbe. Er kann wieder normal fressen und muss sich nicht mehr verschlucken. Inzwischen wurde er auch geimpft und ist in sein neues Zuhause umgezogen. Alles in allem haben wir in Lily 252,- Euro investiert. Die ganze Geschichte mit Bildern steht hier.

Januar 2005:

Der schlimmste Notfall von allen war Jay. Sie kam Anfang Januar aus einem Züchterhaushalt zu uns und machte einen sehr jämmerlichen Eindruck. Ihr Fell war stumpf, struppig, dreckig, verfilzt, mit Kot, Eiter und Futterresten verklebt. Sie hatte haarlose Stellen und verkrustete Ekzeme. Wegen eines – dem Gesamteindruck nach – bereits schon lange bestehendem wässrigen Durchfall, war sie bis auf 2,6 kg abgemagert, ihr Bauch stark aufgebläht und der Enddarm nach außen gestülpt. Sie hustete heftig und nieste auch.

Jays komplette Maulhöhle war massiv entzündet, das Zahnfleisch so angeschwollen und teilweise geschwürig, dass man von den Zähnen fast nichts mehr sah. Auch die Schnurrhaarkissen und die Lefzen waren sehr geschwollen und dadurch auch sehr empfindlich. Ihr Speichel bestand fast nur aus Eiter, was auch den schlimmen Zustand ihres Fells erklärte. Den eitrigen Speichel verteilte sie bei ihren kläglichen Putzversuchen übers ganze Fell und die Kleine „stank zum Himmel".

Nach einer Nacht in Quarantäne unserer Notfallbox wurde sie am nächsten Tag unserem Tierarzt vorgestellt. Das ganze Praxisteam war entsetzt, als es das Häufchen Elend sah. Wir ließen ein großes Blutbild machen und auch den Kot untersuchen. Die Blutwerte waren teilweise erschreckend, es ergab sich u. a. eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, ein schwerer Eisenmangel und ein sehr hoher Leukozyten-Wert.

Nach 2 Monaten Päppeln und Pflegen war sie soweit fit, dass wir die große Zahn-OP in Angriff nehmen konnten. Alle Zähne außer den 4 Reißzähnen mussten entfernt werden. Nach vielen Wochen Hoffen und Bangen, Päppeln und Pflegen, Tabletten und Spritzen geben und vielen Rückschlägen erfreut sie sich heute wieder guter Gesundheit, wobei die Behandlungen aber noch lange nicht abgeschlossen sind. Jay hat uns bis jetzt über 800,- Euro gekostet und lebt immer noch in der Pflegestelle.

Nachtrag: Jay darf für immer in der Pflegestelle bleiben. Wie es ihr dort geht und wie schön sie inzwischen geworden ist, sehen Sie hier.

Dezember 2004:

Dann kamen kurz vor Weihnachten 2004 auf einen Schlag 7 Katzen (2 Kater, 5 Katzen) in die Pflegestellen, allesamt in einem nicht besonders guten Allgemeinzustand, nicht geimpft und nicht kastriert. Alle 7 hatten mehr oder weniger starke Zahnfleischentzündungen, zum Teil mit Wucherungen, bei 5 Katzen wurden Zähne entfernt, davon bei zweien wegen Fehlstellungen. Bei einer Katze stellte sich ein schlecht verheilter Kieferbruch heraus, der seinerzeit mit einer Platte und Schrauben operiert wurde. Eine Schraube hatte sich gelöst, war durch das Zahnfleisch nach außen geeitert und es hatte sich eine hässliche Fistel gebildet. Die Maulhöhle wurde saniert und das Implantat entfernt. Außerdem wurden sie alle kastriert. Zusammen waren sie uns gute 1.900,- Euro wert. Alle 7 konnten gut vermittelt werden.

November 2004:

Unser erster Fall war Angelina. Hier konnten wir die verhärteten Fronten zwischen neuem Besitzer und Züchter etwas erweichen und Angelina kam als erste Pflegekatze zur MCH. Die Vorstellung beim TA ergab, dass bei ihr bedingt durch eine starke Rachen- und Zahnfleischentzündung eine dringende Zahn-OP anstand. Gleichzeitig sollten auch zwei Bauchdeckenbrüche, die sich an der Kastrationsnaht gebildet hatten, behoben werden. Allerdings wussten wir vom Vorbesitzer, dass Angelina die letzte Narkose fast nicht überlebt hätte. Um einen Herzfehler auszuschließen, kamen wir nicht drum herum, bei ihr einen Herzultraschall zu machen. Zum Glück stellte sich heraus, dass das Herz gesund war (und ist) und sie nur das Narkosemittel nicht vertrug. Sie wurde unter Inhalationsnarkose operiert und die ganze Behandlung schlug mit gut 500,- Euro zu Buche. Angelina fand ihr neues Zuhause in Ansbach.