Sam - Canaletto's Osage Warrior

sam

20. Juni 2002 – 18. August 2017

 

Lieber Sam,

Du bist Anfang Juni 2013 kurz vor Deinem 11ten Geburtstag als einer der Kater unserer verstorbenen Freundin Manu über die MCH bei mir eingezogen, vom ersten Tag an warst Du hier zuhause, lerntest den Tagesablauf und kamst langsam wieder zu Kräften. Die kätzischen Kumpels bei mir hättest Du zwar nicht gebraucht, aber es war auch kein Problem, Dich mit den anderen 5 Silentpaws zu arrangieren, Calypso wurde Dein Freund und auch Pius nahm Dich unter seine Fittiche. Auch wenn Dein Leben nicht geradlinig verlief, Du zweimal Dein Zuhause verloren hast, hast Du bei Deinen drei Besitzerinnen immer ein liebevolles und fürsorgliches Leben führen können, wurdest umsorgt und geliebt bis das Schicksal Dich von ihnen trennte.

Altersbedingt zeigte sich Ende 2014 eine beginnende CNI, die wir gut im Griff hatten und Du lebtest all die Jahre fröhlich, gutgelaunt und glücklich ohne nennenswerte Erkrankungen. In den letzten Tagen stellten sich Atemgeräusche ein, deren Ursache leider tumoröses Gewebe im gesamten Kehlkopf war – in den vergangenen 2 Wochen hattest Du auch deutlich Gewicht verloren. Auch wenn Du noch keine Schmerzen hattest, hast Du immer weniger futtern können und die Untersuchung heute zeigte, daß es keine Aussicht auf Besserung oder gar Heilung gibt. Deshalb ließ ich Dich aus der Narkose nicht mehr aufwachen - so mußtest Du nicht leiden.

Es tut mir furchtbar leid, daß Du hungrig sterben mußtest und ich nicht bei Dir sein konnte. Jeder, der Dich kannte – und das sind viele – weiß, welch unglaublichen Schatz ich verloren habe, kein Kuscheln und Öhrchenkraulen mehr auf meinem Schoß wie noch gestern Abend beim Fernsehen, kein Fordern von Butter, kein Maunzen um jetzt gestreichelt zu werden. Es ist sehr leise hier geworden, keiner fordert so lautstark sein Futter ein, wenn ich – wie Deiner Meinung nach eigentlich immer – wieder zu langsam bin.
Als wir vor 2 Monaten Deinen 15ten Geburtstag gefeiert haben, warst Du so gutgelaunt und mittendrin in der Besucherrunde, als wüßtest Du genau, daß alle Dich besuchen und ich hatte überhaupt keine Zweifel, daß Du noch lange bei mir sein wirst.

Ich weiß, Du bist nicht alleine im Regenbogenland, Deine Freundin Wichti, die leider kurz vor Dir über die Brücke gehen mußte, hat Dich sicherlich bereits entdeckt, führte Dich zu Deinen Lolbol Freunden Attila, Teddy, Lucky Paul und ganz bestimmt auch zu Deinem zweiten Frauchen Manu, die nun wieder für Dich sorgt. Ihr habt Euch heute bestimmt schon ganz schön viel erzählt,
so wie mir die Ohren klingen.
Sam - es war wunderbar, Dir ein Zuhause gegeben zu haben – ich werde Dich unendlich vermissen und ich hätte so gerne noch Jahre mit Dir verbracht. Bis zu unserem Wiedersehen bist Du nun in mein Herz gewandert.

Ein sehr traurige Angelika

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