JayJay

jajay

30.12.2001 - 01.03.2018

Als JayJay im Januar 2004 zur MCH kam war sie ein krankes, ausgemergeltes Häufchen Elend von gerade mal 1,5 kg. Der ganze Körper war übersät mit eitrig-nässenden Ekzemen, das Mäulchen eine einzige Baustelle mit massiver, eitriger Zahnfleischentzündung, wässriger Kot tropfte nur so aus ihr heraus und sie stank zum Himmel.

Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in einer aus drei Züchtern bestehenden "Zuchtgemeinschaft" und produzierte dort jede Menge Babys. Dann hatte sie das Pech krank (= teuer und unrentabel) zu werden und man wollte sie im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße setzen. Nach längerer Verhandlung mit den Züchtern durfte die MCH sie freikaufen und so kam sie zu mir.

Es folgten viele Monate der Rekonvaleszenz und knapp ein Jahr später stand fest: Ich konnte die kleine Maus nicht mehr hergeben. Also blieb sie. Sie lebte sich schnell ein und war immer "everybody's darling", schlief selten allein, sondern meist an eine andere Katze angedockt.

JayJay war eine absolute Ausnahmekatze mit einer unheimlich positiven Grundeinstellung - immer fröhlich, immer gut gelaunt und immer für ein wildes Spiel mit Wedel und Angel zu haben. Bis ins hohe Alter bewahrte sie sich ihre Spielwut und war immer die erste, die neues Spielzeug testen musste. Sie war allen Pflegekatzen, die neu ankamen (und im Lauf der Jahre waren das doch recht viele) eine gute Tante, nahm sie an die Pfote und führte sie in die Gesellschaft ein. Den (Flaschen-) Babys, die bei uns aufgezogen wurden, war sie eine tolle, aber auch strenge Ersatzmama und sorgte gewissenhaft für eine gute Erziehung.

JayJay war meine Seelenkatze und wir verstanden uns von Anfang an auf einer ganz besonderen Ebene und ohne viel Worte. Sie hinterlässt in unserem Rudel eine große Lücke und wird uns immer fehlen. Auch wenn keiner von uns gedacht hätte, dass dieses kleine Fellbündel so ein hohes Alter erreichen würde, war es trotzdem viel zu früh, dass sie diese Welt für immer verlassen hat.

Petra Büttner