Kater Sammy - vermittelt

Halbwilder Langhaar-Mix, Fundkater

sammy

Geburtsdatum:

Mai 2014

Geschlecht:

kastrierter Kater

Farbe: 

blacktabby-white

Kennzeichnung: 

gechippt

Wesen: 

scheu, ängstlich, distanziert

Gesundheit: 

geimpft, entwurmt, fit

Haltung:

reine Wohnungshaltung, gerne mit ges. Balkon oder Garten, keine Einzelhaltung, keine kleinen Kinder

eingestellt am: 

07.01.2014

Der scheue Sammy

Sammy kam mit seinem Bruder Kasimir von einer anderen Pflegestelle zu mir und sie trugen zu der Zeit noch den Arbeitstitel „Spucki und Fauchi". Ja, man konnte es dem Namensgeber auch nicht verübeln, denn so benahmen sie sich - zwei kleine Halbwilde.
So süß die zwei auch waren, aber ein Rankommen auf näher als 1 Meter war nicht möglich, da wurde gefaucht und gezischt und sie kamen wie kleine Raketen aus der Kratzbaumhöhle geschossen, um drauf zu kloppen was das Zeug hielt. „Schöne Bescherung" hab ich mir gedacht :-)

Das erste Zusammentreffen von Sammy und meinen 4 Katzen verlief ohne Probleme. Sammy ging mit ein wenig Skepsis, aber dennoch freundlich auf die anderen zu. Da wurde kurz geschnuppert und gut war's. Wenn doch alles so unkompliziert wäre.

So gut sich die Katzen verstanden, so scheu war er uns Menschen gegenüber. Sammy saß die meiste Zeit hinter der Couch und kam erst raus, wenn wir weg waren.

Je mehr ich mich allerdings mit seinem Bruder Kasimir beschäftigte, desto neugieriger wurde er und kam dann doch irgendwann hinter der Couch hervor, um sich das geschehen von gaaaanz weit weg anzugucken. In seinen Augen war sein Bruder einfach nur lebensmüde... „Das kann nicht gut gehen, was er da macht... Wann beginnt der Supergau???" stand dabei immer in Sammys Gesicht geschrieben.

Nach einiger Zeit und gutem Zureden ließ er sich dann doch hin und wieder dazu hinreißen, mit dem Federwedel zu spielen und schien daran auch gefallen zu finden. So hatte ich dann langsam eine Basis um ihm bisschen näher zu kommen. Er ließ sich dann auch relativ schnell aus der Hand füttern, wenn auch sehr gierig und hastig (bissl auf die Finger sollte man da schon achten).
Ich habe durch ein etwas abgewandeltes Clickern geschafft, dass er, wenn ich auf dem Boden liege über mich drüber läuft und auf mir rumhüpft, wenn ein starker Reiz von Futter oder Spiel da ist. Einfach nur, um ihm den Kontakt zum Menschen näher zu bringen. Nur bewegen darf man sich dabei nicht :-)

Aber dabei blieb es seitdem auch. Sammy lässt einen nicht näher an sich ran. Zu nah und er ergreift die Flucht oder faucht.

Sammy ist ein total agiles Kerlchen. Er spielt gerne mit kleinen Softbällen, trägt diese auch fleißig hin und her, jagt wie ein Wilder dem Laserpointer hinterher oder spielt unermüdlich mit der Kugelbahn. Aber auch meine 4 Jahre alte Katzendame hat er schon um den Finger gewickelt und die zwei toben dann auch schon mal miteinander.
Er ist ein kleiner Fummler. So wurden dann in der Weihnachtszeit die Fensterbilder wieder abgekratzt und die Girlande in Einzelteile zerlegt (ich weiß, warum ich dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum hatte :-)).
Auch sollten große Blumentöpfe mit Erde oder Seramis in Sicherheit gebracht werden, denn da buddelt er super gerne alles raus. Seit ich dort überall größere Steine drauf gelegt habe, ist es uninteressant geworden und er widmet sich dann doch lieber dem Spielzeug, das für ihn bestimmt ist.

Wenn er sich erstmal an die Umgebung und an die Menschen gewöhnt hat, was sehr lange dauern kann, spielt er auch ausgelassen in deren Beisein. Dann legt er sich auch recht entspannt auf den Kratzbaum und man könnte meinen, Sammy hat endlich mal gelernt zu chillen. Nur wenn man zu nahe kommt, dann ist er weg. Dann bekommt er Panik und sucht den schnellsten Weg zur Flucht. Ich versuche in solchen Momenten, wenn ich merke er wird nervös, inne zu halten, stehen zu bleiben und mich leicht abzuwenden, um ihm zu zeigen, dass ich nicht zu ihm will und ihm nichts Böses möchte. Es hat schon ein bisschen Erfolg gebracht, denn es gibt immer öfter Momente, wo er dann auch liegen bleibt und sich wieder entspannt. Aber es sind eben minimini-Schritte, die man da voran schreitet.

Sammy verbringt den Tag meist alleine im Schlafzimmer und kommt erst abends runter ins Wohnzimmer, daran sieht man, das ihm tagsüber einfach noch zu viel Trubel ist.

Ich suche für ihn ganz liebe verständnisvolle Dosis, die ihm viel Zeit widmen, viel mit ihm spielen und gewillt sind auch ganz oft wieder bei null anzufangen. Er wird wahrscheinlich nie ein Schmusekater, wird wohl immer die Distanz wahren und vielleicht auch immer scheu bleiben.
Ich denke aber, wenn man mit viel Geduld und wirklich auch vermehrtem Aufwand (z.B. Clickertraining) ihm zeigt, dass Menschen nicht doof sind, fasst er vielleicht irgendwann mehr vertrauen, um sich evtl. auch anfassen zu lassen.

Sammy braucht 1-2 gut sozialisierte Katzen, von denen er noch lernen kann was Vertrauen heißt. Er braucht aber auch einen Spielpartner mit dem er sich raufen und toben kann.

Sammy kann auch zusammen mit seinem Bruder Kasimir vermittelt werden, allerdings nicht als Anfängerpärchen, sondern ebenfalls zu 1-2 weiteren Katzen.

Abgabe nach Vorkontrolle mit Schutzvertrag und Schutzgebühr (250 Euro).
 

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