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Katze Kaja (aus der Zuchtauflösung) - PLZ 63654 - vermittelt

kaja

Geb.-Datum: 10.12.2015
Geschlecht: weiblich, kastriert
Farbe: Red classic tabby white
Kennzeichnung: Chip
Wesen: anfangs misstrauisch, ängstlich bei Männern, trotzdem verschmust
Gesundheit: fit, geimpft, FIV-FeLv-negativ
Haltung: Wohnungshaltung, gerne mit ges. Balkon oder Garten
eingestellt am: 25.09.2019 / 13.01.2020

 

Kaja kam im Rahmen der Zuchtauflösung vom 08.09.2019 in die Obhut der Maine Coon Hilfe e.V.

Sie zeigte sich von Anfang an als scheue, misstrauische Katze, die sich aber, auch in die Enge getrieben auch beim Tierarzt, nicht wehrt, sondern nur versucht zu fliehen. Ist das nicht möglich, lässt sie alles über sich ergehen.

Männern traut sie nicht, was allerdings auch am Einfangen vor Ort und bei uns am Einfangen für den Tierarzt nur einen Tag später, liegen kann. Der Pflegepapa kann sie in ihrem Versteck aber problemlos anfassen. Sie fängt an zu schnurren und kommt heraus. Nur schnelle Bewegungen sollte er dann vermeiden, sonst ist sie wieder weg. Kommt das Pflegefrauchen ins Zimmer, flüchtet sie auch erst einmal, kommt dann aber aktiv auf sie zu und lässt sich kraulen und auf den Schoß nehmen. Nur hochheben und herumtragen mag sie noch nicht. Beim Schmußen stößt sie richtig fest mit ihrem Köpfchen zu und fordert ihre Streicheleinheiten. Dabei hat sie sich auch problemlos den Schorf diverser Kämpfchen und Paarungen aus dem Fell holen lassen. Sie liebt die Bürste, stört sich auch nicht daran wenn es mal ziept und lässt sich auch den alten Filz aus dem Pelz holen. Nassfutter hat sie zunächst nicht angerührt, wieso auch, wenn es Trockenfutter gibt? Allerdings waren Hähnchenbrust und BARF sofort der Renner. Da Kaja sehr dünn war, darf sie im Moment noch alles fressen was sie will, hauptsache sie nimmt zu. Zum Glück hat sie keinen Durchfall und verwertet das Futter sehr gut. Vor der Rolligkeit dachten wir zuerst sie müsse auf jeden Fall trächtig sein, denn ihr Bauch wurde von Tag zu Tag größer. Man merkt ihr an, dass es in letzter Zeit nicht viel und kein hochwertiges Futter gab. Sie hat erstmal ihre Reserven bei uns aufgefüllt.

Im Moment ist sie noch in Isolation und gerade rollig. Außerdem müssen (auch Aufgrund der Befunde der anderen Katzen aus der Auflösung) noch weitere Erkrankungen der Geschlechtsorgane  ausgeschlossen werden. Wie bei jeder Katze die mehrmals Kitten hatte, besteht die Gefahr von Knoten im Gesäuge und Verwachsungen/Entartung der Gebärmutter. Nach der Kastration werden wir sie in nach und nach in die Gruppe integrieren. Erst dann lässt sich wirklich etwas über ihr Wesen und ihre Bedürfnisse sagen.

Update 13.01.2020: Kaja ist jetzt bereit für ein neues Zuhause.

Sie ist mittlerweile kastriert und in unsere Katzengruppe gut integriert. Auch hier zeigte sich ihre große Sozialkompetenz. Sogar Queen Candy lässt sich von ihr putzen und schmusen, das durfte bisher keine der Pflegekatzen! Zum Toben müssen die Kater herhalten, da ihr Spiel allerdings sehr ruppig und körperlich ist, wird es öfter als Angriff missverstanden, überhaupt da sich jetzt herausgestellt hat, weshalb sie, im Gegensatz zu manch anderen Katzen aus der Zuchtauflösung, einigermaßen gesund und gut genährt zu uns kam: Bei Futter kennt Kaja keine Freunde und macht deutlich klar, dass sie nicht teilen wird und, falls sie noch Hunger hat, auch das Futter der anderen beansprucht. Erst ganz langsam kommt bei ihr an, dass sie jetzt immer genug Futter haben wird. Mittlerweile klappt so auch das Leckerlieverteilen mit 5 Katzen ohne große Schlägerei.

Auch die Scheu gegenüber Menschen ist deutlich besser geworden. Sie liegt mit uns auf dem Sofa oder im Bett und lässt sich dabei ausgiebig kraulen. Allerdings reicht manchmal eine unbedachte Bewegung, ein Niesen, Husten oder Lachen und sie verschwindet sofort. Aber nur kurz, wenn man sie dann ruft kommt sie gleich wieder und fängt an zu schnurren.

Unser Aussengehege und das eigentliche „CAT-TV“, das Vogelhäuschen, findet Kaja langweilig. Stattdessen spielt sie lieber mit uns und dem Federwedel, oder geht ihrem Lieblingshobby nach: FERNSEHEN. Sie sitzt tatsächlich vor der Glotze und guckt und hört aktiv zu. Natürlich am Liebsten Tierreportagen mit ganz vielen Vögel und Mäusen, aber auch gerne mal eine Krimiserie. Man muss nur manchmal aufpassen, dass sie nicht wirklich in den Fernseher springt um eine Maus zu fangen.

Kaja entwickelt sich also von einer „Gehege Katze“ zu einem „Couch Potato“. Sogar wenn Baileys und Candy zusammen mit uns den täglichen Gartenrundgang machen, sitzt sie nicht wie Oskar und Bacardi an der Tür und will mit nach draussen, nein, sie möchte lieber im warmen bleiben. Das kann sich natürlich noch jederzeit ändern.

Kaja sucht ein neues Zuhause in reiner Wohnungshaltung, kein ungesicherter Freigang!