Es fällt uns bei dem Gedanken an den letzten Willen eines Menschen und an die Katzen sehr schwer, aber wir sehen uns gezwungen, uns mit sofortiger Wirkung aus dem aktuellen Notfall auf Mallorca zurück zu ziehen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig, um nur einige zu nennen:

  • Es gab keinerlei Kommunikationsbereitschaft von Seiten der Tierrettung Mallorca (FAAM). Emails wurden nicht beantwortet, PNs ignoriert und Telefonate fanden nur zwischen Tür und Angel statt, wenn WIR angerufen haben.
  • Es gab keinerlei Informationen über die Katzen an uns. Bilder und Video haben wir entweder von Züchtern bekommen die Katzen nach Mallorca verkauft hatten und durchaus ausreichend informiert wurden, oder wir haben sie in Facebook oder auf der Homepage der FAAM gefunden.
  • Das einmalige und sehr großzügige Angebot von Herrn Olaf Thamm, Geschäftsführer der Smartvet GmbH, alle Katzen kostenlos zu impfen, zu kastrieren und tierärztlich zu versorgen wurde abgelehnt. Herr Thamm hat selbst jahrelang auf Mallorca gelebt und praktiziert und hat eine dementsprechende Zulassung. Er wäre, hätte es „grünes Licht" gegeben, sofort mit einem Tierärzte-Team nach Mallorca geflogen.
  • Uns wurde vorgeworfen, Spendengelder zu veruntreuen und es gab massive Diffamierungen und Verleumdungen durch Helfer der FAAM.
  • Trotz mehrmaliger Nachfrage wurde unser Angebot, Katzen von bezahlten Pflegestellen auf Mallorca in kostenlose Pflegestellen in Deutschland umzusetzen, verweigert - obwohl der letzte Wille der Besitzerin an uns gerichtet wurde.
  • Die FAAM lehnt Kastrationen vor dem achten Lebensmonat kategorisch ab, vermittelt also auch unkastrierte Tiere, was unserer Ansicht nach absolut unverantwortlich ist im Tierschutz. Unsere Bitte auch die Jungtiere nur kastriert zu vermitteln wurde als barbarisch bezeichnet und abgelehnt.
  • In dem Video war klar zu erkennen, dass Katzen und Kater zusammen untergebracht sind, was im Tierschutz, der dazu beitragen soll unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden, völlig unvertretbar ist.

Inzwischen sind viele der Katzen bereits reserviert oder wurden ausgeflogen. Wir wissen nicht wohin die Katzen gehen werden oder gegangen sind. Nur von zwei Zuchttieren wissen wir, dass sie von ihren Züchtern zurückgenommen wurden. Es sind einige trächtige Katzen dabei und weitere werden folgen.

Wir hätten alle Katzen gerne übernommen, es wurden Pflegestellen vorbereitet, eine Flugpatenliste erstellt, ein Fahrdienst von den spanischen Pflegestellen zum Flughafen organisiert, ein Tierarzt vor Ort kontaktiert, der die Ausreisepapiere fertig gemacht hätte... Aber leider gab es trotz unserer mehrfachen Nachfragen keinerlei Reaktion und damit wurde uns die Übernahme der Katzen verweigert.

Leider können wir nicht garantieren, ob die Geldspenden wirklich Zweckgebunden eingesetzt werden (einen Nachweis über die gesendeten 2.000,- Euro haben wir trotz Nachfrage bisher nicht erhalten), deswegen werden wir den restlichen Betrag in Form von Futter und Streu nach Mallorca schicken und hoffen, dass das im Sinne aller Spender ist.

Wir sind tieftraurig, enttäuscht und auch ziemlich frustriert über die Entwicklung dieser "Zusammenarbeit".

Unser ganz besonderer Dank gilt allen Spendern, die viele kleine, aber auch teilweise sehr große Spenden für die Versorgung dieser Katzen gegeben haben.

 

Die Vorgeschichte:

Dringender Hilferuf aus Mallorca!

  • finca

Am Montag Abend, 12.08.13 erreichte uns per Mail der verzweifelte Hilferuf einer Deutschen, die vor 4 Jahren mit ihren Katzen nach Mallorca ausgewandert ist. Sie wäre aufgrund privater und beruflicher Schicksalsschläge nicht mehr in der Lage, sich und ihre 71 Katzen (darunter 55 Coons, die meisten unkastriert) zu versorgen, das Futter wäre knapp, die Katzenstreu aus. Im ersten Moment etwas ratlos ob der Entfernung sicherte ihr Petra Büttner telefonisch sofortige Hilfe in Form von Futterspenden und die spätere, schrittweise Übernahme der Coons zu.

Im Laufe des Mittwochs, also knapp 2 Tage später, erhielten wir dann völlig unvorbereitet die unfassbar traurige Nachricht, dass sich die Frau das Leben genommen hat, wohl aufgrund der Aussichtslosigkeit ihrer Lage. Für uns unbegreiflich, wo doch schon etwas Licht am Ende des Tunnels zu sehen, die Hilfe ja schon zugesichert war. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, wenn er das, was er am meisten liebt, einfach zurück lässt?

Jetzt musste es natürlich schnell gehen. Wir nahmen umgehend Kontakt zu verschiedenen mallorquinischen Tierschutzorganisationen auf und fanden in der „Mallorca Tierrettung - First Aid Animales Mallorca" (FAAM) eine Organisation, die die Betreuung vor Ort übernehmen wird.
So wenig wir diesen Schritt des Suizids nachvollziehen können, so sehr brauchen aber die Katzen nun unsere Hilfe. Das Haus muss bis Ende August geräumt sein, die Katzen müssen umgehend auf Pflegestellen platziert werden, sie brauchen medizinische Versorgung, es sind auch zum Teil kranke Babys dabei.

So wie die Maine Coon Hilfe ist auch die FAAM ein Zusammenschluss ehrenamtlicher Helfer und Tierfreunde, die keinerlei staatliche Unterstützung bekommen, sondern auf Spenden angewiesen sind. Auch die FAAM arbeitet mit privaten Pflegestellen für die Katzen, da in dem relativ kleinen (und immer überfüllten) Tierheim nur Hunde untergebracht werden können.
Wir werden wie versprochen die FAAM mit Futterspenden unterstützen und haben die Übernahme der Kastrationskosten zugesagt, da diese 71 Katzen das Budget der FAAM bei Weitem übersteigen werden.

Wenn die Katzen behandelt, geimpft und kastriert sind, werden wir sie gemeinsam mit der FAAM über unsere HPs vermitteln.
Um diesen Plan umsetzen zu können, brauchen wir natürlich dringend IHRE HILFE: Bitte spenden Sie uns einen kleinen Betrag mit dem Betreff „Mallorca", damit wir alle zusammen diese Aufgabe stemmen können!

 

16.08.2013

heute auf den Weg gebracht: 276 Dosen Nassfutter, 60 kg Trockenfutter, 90 kg Streu, Zooplus-Bestellung, Versandbestätigung

VIELEN DANK AN DIE ERSTEN SPENDER!

17.08.2013

23 von 71 Katzen konnten inzwischen eingefangen werden, das Einfangen gestaltet sich schwierig, da viele der Katzen sehr scheu sind. Bei allen Katzen werden nach und nach die Chips ausgelesen und sie werden dem Tierarzt vorgestellt. Einige haben Schnupfen, viele Durchfall.
Noch liegen der FAAM keine Impfpässe vor, da die gerichtliche Anordnung noch auf sich warten lässt (auch auf Mallorca sind Sommerferien). Erst wenn diese vorliegt und die Papiere übergeben wurden, können die Katzen zugeordnet werden.
An ein Ausfliegen bestimmter Katzen ist erst in frühestens 4-5 Wochen zu denken, weil dazu u. A. eine gültige Tollwut-Impfung (mind. 21 Tage alt) erforderlich ist.

21.08.2013

erste Bilder der Mallorca-Katzen auf Facebook

22.08.2013

1.000,- Euro Spenden konnten heute an die FAAM weitergeleitet werden, Paypal-Quittung

GANZ LIEBEN DANK AN ALLE SPENDER!

23.08.2013

Video der Mallorca-Katzen auf YouTube

Bilder der Katzen gibt es hier

26.08.2013

Dank der vielen fleißigen Spender konnten heute noch einmal 1.000,- Euro nach Spanien überwiesen werden! Paypal-Quittung

28.08.2013

bisher konnten ca. 60 Katzen eingefangen werden

29.08.2013

leider bekommen wir immer wieder Vorwürfe zu hören, wir würden die Spenden nicht weiterleiten, bzw. die Spenden würden nicht da ankommen, wo sie benötigt werden, deswegen haben wir von der Bestellung und den Spenden pdfs hochgeladen (siehe oben)

04.09.2013

62 Katzen gefangen, 2 wurden nach Deutschland ausgeflogen

MCH zieht sich aus der Zusammenarbeit mit FAAM zurück

06.09.2013

2. Futterbestellung für die Mallorca-Katzen bei Zooplus, bezahlt aus den zweckgebundenen Spenden, bestehend aus 300 kg Streu, 300 kg Trockenfutter und 1.440 Dosen Nassfutter

HERZLICHEN DANK an die vielen Spender!

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